©y4su0 auf flickr

Es mag zwar ohne Frage bezaubernd sein, sich im Frühling beim Anblick der japanischen Kirschblüten entspannen zu können, aber dennoch lohnt sich in der kalten Jahreszeit ebenso eine Reise ins Land der aufgehenden (Winter-)Sonne. Die drittgrößte Stadt der Präfektur Hokkaidō, welche den klangvollen Namen Hakodate trägt, ist ein Muss für jeden Fan von Schnee, Eis und Weihnachtsbeleuchtung.

Obwohl sich nur 1% der japanischen Bevölkerung mit dem Christentum identifiziert, erfreut sich Weihnachten, wenn auch weniger als ein religiöses Fest als das der Liebe, großer Beliebtheit. Wer in einen besonderen Genuss kommen möchte, stattet Hakodate einen Besuch ab und bestaunt dort die umfangreiche Dekoration sowie die verschiedenen Events, die Weihnachten und der Winterzeit huldigen sollen.

Christmas Fantasy (クリスマスファンタジー)

An der Bucht vor den Kanemori-Ziegellagerhäusern findet sich zwischen dem 01. Dezember und dem 25. Dezember ein auf einem Kahn platzierter und somit schwimmender Weihnachtsbaum wieder, der in dem Glanz von 50.000 Lichtern erstrahlt. Die tägliche Zeremonie des Anschaltens der Beleuchtung wird von einem kleinen Feuerwerk begleitet, das man betrachten kann, während man sich an den Ständen an der Hauptstraße mit einer heißen Suppe wärmt. Im Hintergrund thront der Berg Hakodate, der aufgrund der tollen Perspektive auf die Stadt ebenfalls einen Besuch wert ist.

©wallacefsk auf flickr

Hakodate Illumination (函館イルミネーション)

Wem der Lichterglanz des schwimmenden Weihnachtsbaums noch nicht genug ist, kann die eindrucksvollen Alleen Nijukkenzaka und Hachimanzaka entlang schlendern und eine Pause im Motomachi-Park einlegen, wo die Äste der Bäume mit unzähligen Lichterketten und Lampen verziert sind. Vor allem dann, wenn sie den größtenteils im Januar und Februar fallenden Schnee glitzern lassen, sollte man sich einen Spaziergang in dieser Gegend nicht entgehen lassen. Die Beleuchtung ist vom 01. Dezember an bis zum 28. Februar von 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr eingeschaltet.

Traum des Goryō-Sterns (五稜星の夢)

Die Festung Goryōkaku verkörpert, unabhängig von der Jahreszeit, eine Sehenswürdigkeit der Stadt, allerdings haben sich die Einwohner für den Winter etwas Besonderes einfallen lassen. Entlang der sternenförmigen Eingrenzung dient die Beleuchtung von Dezember bis Februar der Betonung der Form der Fläche, sodass aus der Vogelperspektive ein gigantischer Himmelskörper die Nacht zu erhellen scheint. Von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr kann man vom Goryōkaku Tower aus den Anblick bewundern oder sich entlang der Lichterspur das Ganze zu Fuß aus der Nähe ansehen.

©y4su0 auf flickr

Hakodates Winterfeuerwerk an der Küste (函館海上冬花火)

Mitten im Winter erhellt ein Feuerwerk mit vielfältigen Farben an je fünf Tagen den Nachthimmel an Hakodates Küste. Einen guten Blick darauf erhascht man vom städtischen Bahnhof, am Bereich der Bucht, wo sich auch der schwimmende Baum in der Weihnachtszeit befindet, und vom Berg Hakodate aus. Besonderer Charme wird dem Feuerwerk bei gleichzeitigem Schneefall verliehen, wofür die Chancen angesichts des angesetzten Datums nicht schlecht stehen. Wer sich darüber informieren möchte, wann genau das Feuerwerk im jeweiligen Jahr stattfindet, kann es hier nachlesen.

QUELLEhttp://www.hakodate.travel/en/
Ich bin eine 22 Jahre alte japan- und sprachbegeisterte Germanistikstudentin, die für's Artikelschreiben und -korrigieren zuständig ist. In meiner Freizeit verschlinge ich Bücher, widme mich dem Japanischlernen und bin nicht zuletzt hin und wieder für eine Runde Computer- und Brettspiele zu haben. Übrigens: Ich hasse Käse.