Es ist ein skurriles Bild, das es in dieser Art nur in Japan gibt: Affen, die in Onsen, heißen Quellen, baden. Hier ein paar Informationen zu diesem einzigartigen Phänomen.

Die Affen, die man in Japan in den heißen Quellen beim Baden beobachten kann, werden Japanmakaken oder vereinfacht Schneeaffen genannt. Von ihrer Art gibt es noch ungefähr 100.000 in Japan. Sie leben in Wäldern mit überwiegend kühlem Klima, in denen mehrere Monate im Jahr meterhoher Schnee liegen kann. Um in dieser Kälte überleben zu können, baden die Affen oft stundenlang in heißen Quellen, um nicht auszukühlen.

Innerhalb einer Gruppe von Japanmakaken herrscht eine streng hierarchische Rangordnung. Die in dieser Rangordnung höhergestellten Tiere dürfen als erstes in das warme Wasser, während die rangniedrigeren Affen draußen in der Kälte warten müssen.

Beobachtet man die Schneeaffen in den Onsen, dann fällt einem sofort auf, dass sie sich dabei entspannen, die Augen schließen und in einen fast meditativen Zustand verfallen. Die Affen, die schon länger in der heißen Quelle baden, haben ein knallrotes Gesicht, da das Wasser oft um die 40°C heiß ist.

Die Japanmakaken baden aber nicht nur gerne, sie sind auch gute Schwimmer. Bis zu einem halben Kilometer am Stück können sie zurücklegen — ziemlich viel für einen Affen.

Um die Schneeaffen besonders gut beobachten zu können, wurde 1964 ein Schneeaffen-Park in Nagano in Japan gegründet, der besonders bei Touristen sehr beliebt ist. Dort leben die Affen in naturbelassenen Wäldern, die durch heiße Quellen durchbrochen werden. Man kann die Affen aus nächster Nähe betrachten und Fotos machen.

Hier der offizielle Link, falls demnächst ein Japan-Urlaub ansteht:

Offizielle Website des Schneeaffenparks

QUELLESchneeaffen-Park
QUELLEWikipedia

Moin, moin aus Hamburg. Ich lese Korrektur für Japaniac und trete deshalb eher im Hintergrund auf!