Erst kürzlich berichteten wir, dass der Publisher Reprodukt weitere japanische Werke verlegt und mit Hitler und Auf in den Heldentod! zwei Klassiker nach Deutschland bringt. Kürzlich kündigte man an, dass mehr Werke des Manga-Meisters folgen werden.

Nach Angaben des Newsletters lizenzierte man demnach mindestens zwei weitere Titel des 2015 verstorbenen Japaners. Die Formulierung unter anderem lässt jedoch darauf schließen, dass uns in Zukunft möglicherweise noch andere Graphic Novels von Mizuki erwarten.

Verlagsleiter Dirk Rehm gab zudem an, dass man voraussichtlich weiterhin im Softcover mit hochwertiger Klappenbroschur veröffentlichen möchte. Details zum Preis sowie einem möglichen Veröffentlichungsdatum sind aktuell allerdings noch unbekannt.

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Ebenso wenig liegt aktuell eine offizielle Inhaltszusammenfassung vor. Jedoch ist bekannt, dass es sich bei Leben von Mizuki um einen autobiographischen Manga in drei Bänden (Neuauflage, original sechs Bände) handelt.

Über den Autoren Shigeru Mizuki

Shigeru Mizuki gilt als einer der ersten japanischen Zeichner, der Manga für eine erwachsene Leserschaft geschrieben und gezeichnet hat. Geboren 1922, haben ihn vor allem die Kriegsjahre geprägt, in denen er im Dienst der Kaiserlichen Japanischen Armee in Papua-Neuguinea kämpfte und bei einem Luftangriff der Alliierten seinen linken Arm verlor.

Zurück in Japan zeichnete er ab 1959 die ersten Geschichten um die Figur des einäugigen Waisenjungen Kitarō, der sich in der Welt der Yōkai – Monster und Geister aus japanischen Legenden – bewegt und der zu seiner populärsten Schöpfung wurde. Über die Jahrzehnte wurde er wieder und wieder in Zeichentrickserien und Realfilmen zum Leben erweckt.

Neben seiner Faszination für die Welt des Übernatürlichen hat Shigeru Mizuki – nach seinen Erlebnissen von 1943 bis 1945 – zeitlebens auch an historischen Stoffen gearbeitet. So erzählt er auf 2.000 Seiten die Geschichte der Shōwa-Zeit, legt eine Biografie von Adolf Hitler vor und beschreibt in „Auf in den Heldentod!“, basierend auf eigenen Erfahrungen, von japanischen Soldaten, die in Neubritannien zum Selbstmord genötigt werden.

In „Non Non Ba“ berichtet er von der eigenen Kindheit an der Seite einer alten Frau aus seinem Dorf, die ihm die Geschichten der Yōkai erzählt, die Shigeru Mizuki bis an sein Lebensende an seine LeserInnen weiterreicht und somit dazu beiträgt, eine japanische Tradition aufrechtzuerhalten.

Vielfach ausgezeichnet ist Shigeru Mizuki am 30. November 2015 im Alter von 93 Jahren in Tokio verstorben. (© Reprodukt)

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