Grün, gelb und rot. Das sind die bei uns benutzten Farben bei Ampeln. In den meisten Ländern dieser Welt ist es so. Doch in Japan findet sich in diesem Falle etwas Kurioses.

Tatsächlich sind die Lichter bei einer Ampel dort blau, gelb und rot. Der Grund, warum es blaue Lichter bei den Ampeln gibt, hat jedoch nichts mit der Technik oder Verschaltung dort zu tun.

Ampel Titel
© Flickr/ Martin Abegglen

Stattdessen hat es etwas mit der japanischen Linguistik zu tun. Früher gab es nur ein Wort für blau und grün. Dieses lautete „aoi“. Auch wenn es inzwischen verschiedene Worte für blaue und grüne Farben gibt, so wird das unterste Licht einer Ampel umgangssprachlich als „aoi“ beschrieben. Dies war auch eine lange Zeit so, bis urplötzlich das Wort „midori“ auftauchte, welches mehr oder weniger grün ist.

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Gesetzlich gesehen muss das Los-Zeichen bei einer Ampel „aoi“ sein, aber das Los-Zeichen einer Ampel wird umgangssprachlich als „midori“ bezeichnet. Zudem bestimmen internationale Verkehrsregeln, dass Ampeln grün sein sollten. Viele japanische Linguistiker beschwerten sich bei der Regierung. Das Los-Zeichen einer Ampel sollte laut ihnen „midori“ genannt werden. Die japanische Regierung entschied sich für einen anderen Weg.

Anstatt die Bezeichnung von „aoi“ zu „midori“ zu ändern, bestanden sie drauf, dass dem grünen Licht ein blauer Ton hinzugefügt wird. Das ist der Grund, warum es in Japan Ampeln mit blauem Licht gibt.

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Malefor Kagamine
Gast
Malefor Kagamine

ich seh bloß grün in den bildern.🤔🤔