Drei Männer wurden wegen des Uploads eines Kapitels des populären Manga One Piece verhaftet. Im Nachhinein wird auch ein vierter Komplize vermutet.

Der japanischen Regierung ist ein weiterer Schlag gegen illegale Machenschaften sogenannter Scanlation-Gruppen gelungen. In Japan wurden drei Chinesen verhaftet, die ein Kapitel des Eiichiro Oda-Manga One Piece auf eine englische Website hochgeladen haben. Von Seiten des Wall Street Journal handelt es sich hierbei um die berüchtigte Website Mangapanda, die laut Behörden über 4.000 ins Englische übersetzte Manga illegal anbietet.

Ein weiterer Verdächtiger wurde kurze Zeit später verhaftet. Dieser soll als Lieferant mitgewirkt haben. Der 69-Jährige Japaner aus der Saitama-Präfektur arbeitet in einer Lieferfirma, über die der Manga bestellt wurde. Auf Anfrage meinte dieser nur: „Ich habe nur die Bücher geliefert“. Ob dieser tatsächlich Mitschuld trägt, muss noch erforscht werden. Die Chinesen haben ebenfall eine Schuld verneint.

Beim Buch handelt es sich um die 49. Ausgabe des Shueisha’s Weekly Shonen Jump. Diese soll der Mitarbeiter bei einer Lieferung von der Druckerei zu diversen Buchhandlungen entwendet und an die drei Chinesen weitergeleitet haben. Daraufhin haben diese den Manga, der in der Ausgabe enthalten ist, auf die besagte Website hochgeladen.

Das Kapitel war dadurch am 29. Oktober bereits online verfügbar. Vier Tage bevor es in Japans Buchhandlungen verkauft werden dürfte. Dies sorgt jede Woche für enorme Umsatzeinbußen. Online-Leser dürften somit nicht mehr Tage vor eigentlicher Veröffentlichung des neueste Kapitel lesen können. Ob sich andere Täter trauen, die Kapitel nun stattdessen hochzuladen, bleibt abzuwarten. Die japanischen Behörden wollen dies jedoch verhindern.

Dahinter könnte auch die bekannte M.A.G. stehen, die bereits einige Urheberrechtsverstöße im Online-Raum angegangen ist. Genauere Informationen hierzu sind jedoch noch nicht bekannt.

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Wer sind die M.A.Gs?

Die Manga-Anime Guardians ist ein Bündnis der vor Kurzem ausgerufenen Anti-Piraterie-Kampagne der japanischen Regierung. Dieses Bündnis besteht aus dem jap. Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), der Content Overseas Distribution Association (CODA) und einigen bekannten Publishern und Animationsstudios. Zusammen besitzen Sie die Rechte und Reichweite, um weltweit gegen Lizenzverstöße vorzugehen.

 

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QUELLEyaraon-blog
Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!

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