Vergiss-mein-nicht-Freundschaft: „One Week Friends“ von Matcha Hazuki

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Heute stelle ich euch den ersten Band des Mangas One Week Friendsvor, der seit Ende Januar mit deutscher Übersetzung im Handel erhältlich ist. Die japanische Zeichnerin Matcha Hazuki setzt sich dabei, wie es der Name schon vermuten lässt, vor allem mit dem Thema Freundschaft auseinander.

Handlung

Ich sah sie und hatte nur noch einen Gedanken. Ich wäre so gerne mit ihr befreundet.

© Matcha Hazuki

Dieser Gedanke bringt Yuki Hase dazu, die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Als er mit der sehr zurückgezogenen Kaori die Mathehefte einsammeln und abgeben soll, stellt er ihr einfach die Frage: „Wollen wir Freunde werden? “

Obwohl sie sich über sein Angebot freut, lehnt Kaori ab. Denn sie will Yuki davor bewahren, vergessen zu werden. Aus einem noch unbekannten Grund vergisst sie nämlich ihre Freunde nach einer Woche wieder, weshalb bei ihr jeder Montag damit beginnt, dass sie sich an niemanden erinnern kann, den sie mag. Davon ausgenommen ist ihre Familie.

Deswegen hat Kaori beschlossen, sich mit niemandem anzufreunden, und ist in ihrer Klasse immer alleine. Doch Yuki gibt nicht auf und bringt Kaori dazu, es mit ihm als Freund zu versuchen. Nach einer Woche kommt ihm eine Idee: Sie soll Tagebuch führen und kann so montags nachlesen, was die beiden die vorherige Woche erlebt haben.

Aber Yuki bleibt nicht der einzige, der von Kaoris Geheimnis erfährt. Shogo, Yukis Freund, wird auch eingeweiht und ist für Kaori nach einer Woche kein Fremder mehr. Ist es, weil Shogo sehr ehrlich und dadurch manchmal auch verletzend sein kann, dass Kaori ihn eigentlich nicht mag? Oder steckt etwas anderes dahinter?

Zeichenstil

Schon das Cover lässt den Zeichenstil erahnen und führt diesen gekonnt auch im Manga weiter. Der gesamte Manga ist sehr weich und rund gezeichnet. Die Charaktere wirken teilweise sehr kindlich. Auf der anderen Seite sind die ernsten Szenen jedoch eindeutig erkennbar und heben sich vom Rest ab.

Mittendrin ist der Manga mit einzelnen Panels gespickt, die mit kleinen Überschriften die Story zügig vorantreiben und für einige Schmunzler sorgen.    

Perspektive

Zu Beginn erhält man einen Einblick in die Sichtweise von Yuki, also wie er seine Versuche startet, die Freundschaft zu beginnen und sie zu vertiefen, sowie auf welche Weise er sich mit Kaori auseinandersetzt. Er wirkt zu Beginn etwas blauäugig und macht sich wenige Gedanken im Voraus. Eines steht für ihn fest: Er will Kaori helfen, ihre Erinnerungen zu behalten, und er möchte aktiv mit ihr befreundet sein, um ihr die Bedeutung von Freundschaft zu zeigen.

An späterer Stelle wird dem Leser eine Szene präsentiert, in der Kaori auf sich alleine gestellt ist. Sie bekommt mit, wie Mitschülerinnen über sie reden, und versucht sich dem zu stellen, nachdem sie einen kleinen Schubs bekommt.

Fazit

Die Geschichte hat mit dem ersten Band einen guten Anfang genommen. Die Charaktere sind sympathisch, man kann mit den beiden mitfühlen und freut sich über jeden kleinen Schritt, den sie weiterkommen. Denn Karaokeerfahrungen müssen gemacht werden und bei vielen Kleinigkeiten dieser Art merkt man beim Lesen, wie Kaori langsam aufblüht.

Bei „One Week Friends“ handelt es sich um eine Freundschaftsgeschichte, die im ersten Band neugierig macht, wie es zwischen den drei Hauptfiguren weitergeht. Und die Frage, warum Kaori ihre Freunde am Ende der Woche immer vergisst, will natürlich auch noch geklärt werden.

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