© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Groß, rund und flauschig. All das macht den beliebten Charakter Totoro aus. Doch kaum jemand weiß, dass es zu dem beliebten Animefilm ein Sequel gibt.

Seit auf Twitter Bilder von Hayao Miyazakis Animewerken die Runden machen, mussten erstaunlich viele Fans feststellen, dass sie einige davon gar nicht kennen. So auch das Sequel zu „Mein Nachbar Totoro“. Mit dem Namen „Mei and the Kittenbus“ geht der Kurzfilm im November erneut an den Start.

Als Mitbegründer von Studio Ghibli hat Hayao Miyazaki die japanische Film- und Animeindustrie revolutioniert. Seine Werke werden in Japan als nationalen Schatz angesehen. Deshalb ist es umso überraschender, dass es einen solch bedeutsamen Film gibt, von dem viele Fans noch nicht einmal gehört haben.

© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Üblicherweise gibt es bei Miyazakis Werken keine Fortsetzungen. Alsbald die Credits am Ende eines Filmes den Bildschirm zieren, wird es einem traurigerweise bewusst, dass seine Filme als Einzelwerke dienen. Nichtsdestotrotz gibt es eine große Ausnahme, bei der die Charaktere erneut ihre Rolle spielen. Zudem handelt es sich ausgerechnet um ein Sequel des äußerst beliebten Klassikers „Mein Nachbar Totoro“ aus dem Jahr 1988.

Kaum ein Fan weiß von der Existenz des Films. Doch es ist nicht so, als wäre keine Zeit gewesen um Wort über den Kurzfilm zu verbreiten, da er bereits 2003 seine Prämiere feierte. Hierbei geht es um das Mädchen Mei, die ein seltsames Wesen trifft. Ferner handelt es sich bei dem Wesen um einen sogenannten Katzenbus, wie er bereits aus „Mein Nachbar Totoro“ bekannt ist. Die Beiden freunden sich schnell an und eines Nachts wird sie vom Katzenbus zu einem ganz besonderen Abenteuer eingeladen. Zudem ist das Werk auch Hayao Miyazakis Feder entsprungen und er fungiert sogar höchstpersönlich als Synchronstimme für Totoro.

Wieso hatte den Film also nie jemand auf dem Radar?

© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Ganz einfach, das 14-minütige Sequel wird ausschließlich im Ghibli Museum in Tokyo präsentiert und das auch nur zu bestimmten Zeiten. Der Kurzfilm wurde nie über die Leinwand des Museums hinaus veröffentlicht.

Jedoch gibt es keine Gewährleistung die Nebengeschichte zu sehen, selbst wenn man das Museum besucht. Dort wird für einen Monat lang nur einer von neun Kurzfilmen Ghiblis gezeigt, bis er durch einen anderen ausgetauscht wird. Folglich bringt es nichts einfach dort aufzukreuzen ohne vorher zu planen, zumindest wenn man unbedingt „Mei and the Kittenbus“ sehen möchte.

Deshalb ist es lohnenswert sich im Vorhinein einen Plan zu machen. Das Gute dabei ist jedoch, dass auf der Webseite des Ghibli Museums eine Liste der Filme für die kommenden drei Monate veröffentlicht wird. Wer den Kurzfilm nun gerne sehen möchte, hat vom 1. bis 30. November erneut die Chance! Als Fans des flauschigen Gefährten Totoro, wird das Sequel nostalgische Erinnerungen wachrufen.

Weitere unbekannte Werke

© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Kujiratori erzählt die Geschichte von Schulkindern, die vorgeben ein Boot zu bauen. Ihre Fantasie nimmt freien Lauf und sie finden sich kurzerhand auf dem Meer wieder, wo sie versuchen einen Wal zu jagen. Einer dieser großen Riesen erscheint und begleitet die Kinder zurück zum Festland. Sie spielen eine Weile zusammen, bis die Fantasie der Realität weicht und sie sich wieder in ihrem Klassenraum befinden.


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Yadosagashi handelt von dem Mädchen Fuki, die mit einem großen Rucksack in die Welt zieht und fest entschlossen nach einem neuen Haus sucht. Auf ihrem Weg befreundet sie sich mit unzähligen Manifestationen der Natur. Vom kleinsten Insekt, über Fische, bis hin zu einem Gott, welcher Totoro ähnelt.


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Koro no Daisanpo ist ebenfalls ein Kurzfilm von Hayao Miyazaki aus dem Jahr 2002. Hierbei geht es um den Welpen Koro, der von zu Hause und seiner Besitzerin weg läuft. Er erlebt einige Abenteuer rund um die Stadt, bis er glücklich wieder nach Hause zurückkehrt.

 


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Mizugumo Monmon dreht sich um eine Wasserspinne, welche sich scheinbar in einen Wasserläufer verliebt. Obwohl sie anfangs Angst vor der Spinne hat, gewöhnt sie sich zunehmend an die Präsenz des Acht-Beiners.

 


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

In Pandane to Tamago Hime gibt es ein Schloss im finsteren Wald, in dem die Hexe Yaga lebt. Wie der Titel bereits aussagt, handelt der Kurzfilm von einer Ei-Prinzessin. Diese ist Dienerin der Hexe und verrichtet täglich harte Arbeit. Eines Nachts trifft sie auf Mister Teig und aus Angst vor der Hexe verlassen Beide das Schloss.


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Hoshi o Katta Hi handelt von einem Jungen, der sein Leben auf dem Land verbringen möchte. Als er Gemüse auf dem Markt verkaufen will, wird ihm ein komischer Samen angeboten. Nachdem er diesen einpflanzt und aufzieht, wächst daraus ein Miniaturplanet.


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Chuuzumou erzählt die Geschichte des Märchens „Nezumi no Sumo“. Der Film handelt von einem alten Ehepaar, welches allein in den Bergen lebt. Dem Mann fällt eines Abends auf wie Mäuse in Scharren ein Sumoturnier besuchen. Die Mäuse, die im Haus des Ehepaars leben, verlieren dieses Turnier jedoch immer. Nachdem das Ehepaar dies herausfindet, versorgen sie die Mäuse mit Essen.


© Hayao Miyazaki / Studio Ghibli

Takara-sagashi handelt von einem Jungen namens Yuuji und einem Hasen mit dem Namen Gikku. Darüberhinaus finden Beide zum gleichen Zeitpunkt einen Stock und entscheiden Spiele zu bestreiten, um herauszufinden wer den Stock behalten darf. Aber egal welches Spiel sie austragen, am Ende endet es immer in einem Unentschieden.

QUELLESora News 24

Seit 16 Jahren begleiten mich Manga und Anime auf meinem täglichen Lebensweg. Nicht zu selten ist es schon passiert, dass ich deshalb neuen Platz in meiner Wohnung schaffen musste. Derzeit studiere ich Anglistik und Germanistik. Eine meiner größten Leidenschaften gilt dem Verfassen von Texten, hauptsächlich Fanfiction, die natürlich auch auf Anime basieren.