Süßes aus Japan: 7 ungewöhnlich gute Desserts

In Deutschland hat sich in den letzten Jahren die japanische Küche immer mehr durchgesetzt. Den Weg dafür hat das Sushi geebnet, das sich zu einem wahren Trend entwickelt hat, da die kleinen Röllchen für leichte und vor allem gesunde Snacks stehen.

Auch die Ramen-Nudelsuppe ist kein verborgenes Geheimnis mehr, aber die Frage ist, wann finden endlich auch Wagashi, die japanischen Desserts und Backwaren ihre Verbreitung bei uns? Die folgenden Süßspeisen aus Japan sind viel zu schade, um weiterhin unentdeckt zu bleiben.

Yōkan

Yōkan ist eine geleeartige Süßigkeit, die aus Adzukibohnen, Zucker und Agar Agar hergestellt wird. Diese Zutaten werden mit Wasser vermischt und erhitzt. Anschließend wird die Masse in kleine ausgehöhlte meist rechteckige Formen gegossen, in denen sie während des Abkühlens geliert. Bei den Adzukibohnen handelt es sich um besonders proteinreiche Hülsenfrüchte, die in vielen asiatischen Ländern bei herzhaften Gerichten Verwendung finden. Aufgrund ihres natürlichen, leicht süßen Geschmacks eignen sie sich jedoch auch für Desserts. Mithilfe des pflanzlichen Geliermittels Agar Agar können sogar Vegetarier dieses süße Gelee genießen. 

Dorayaki

Dorayaki erinnert auf den ersten Blick an einen flachen einfachen Hamburger, doch bei den Brötchenhälften handelt es sich um zwei süße Pancakes, zwischen die Anko, eine süße Paste aus den beliebten Adzukibohnen geschmiert wird. Alternativ kann man auch Kastanienmus oder eine Matcha-Creme als Füllung verwenden.

Dorayaki
„どら焼き@うさぎや上野“ (CC BY-SA 2.0) by dreamcat115

 

Süßes Sushi

Sushi und süß passt eigentlich nicht zusammen, da Sushi bedeutet, dass man etwas Saures essen würde. Aber sowohl in Japan als auch in Deutschland kann man Sushi als Nachspeise immer öfter antreffen. Hierfür wird süßer Milchreis verwendet, der mit Kokosmilch zubereitet werden kann. Als Füllmaterial dienen hauptsächlich frische Früchte. Für Maki-Sushi ersetzt man die salzigen Algenblätter durch sehr dünne Eierkuchen bzw. Crepes. 

Shiruko

Es mag gewöhnungsbedürftig klingen, aber wer Shiruko bestellt, wird tatsächlich eine süße Bohnensuppe vorgesetzt bekommen, in der wieder einmal die Adzukibohnen entweder in ganzer Form oder püriert ihren Einsatz finden. Als Zugabe gelangen außerdem die kleinen Mochi-Kugeln aus Klebreis in den Topf. Diese süße Suppe wird warm serviert und ist daher besonders im Winter in Japan ein beliebter Nachtisch.

Castella

Die Japaner backen auch Kuchen und zwar den Castella (Kuchen aus Kastillien), der vor etwa 500 Jahren mit den Portugiesen an die japanische Küste gespült wurde. Das japanische Rezept des Kuchens sieht Mehl, Zucker, Eier und Reissirup als Zutaten vor und kann beispielsweise durch die Beigabe von Matcha-Pulver ergänzt werden. Nach dem Backen erhält man eine Art Rührkuchen, der relativ lange haltbar ist. 

Sponge Cake
„castella / カステラ“ (CC BY 2.0) by Kanko*

Monaka

Monaka ist ein süßes kleines Sandwich, das aus zwei Reiswaffeln besteht. Für die Herstellung der Reiswaffeln wird Klebreis-Pulver mit Wasser verknetet und gedämpft. Der daraus entstandene Teig wird im Anschluss zu gleichförmigen Waffeln ausgebacken. Gefüllt wird Monaka mit der typischen süßen Bohnenpaste, aber im Sommer wird diese gern auch durch Eiscreme ersetzt.

Kakigōri

In Japan kommt das Eis nicht als Kugel in eine Waffel, sondern als geschabte Eis-Flocken in einen Becher. Um Kakigōri zu produzieren, benötigt man spezielle Maschinen, die die Eis-Flocken von einem großen geeisten Wasserblock abschaben. Ihren Geschmack erhalten die Eis-Flocken durch fruchtigen Sirup oder cremig süße Flüssigkeiten. Anhand von Kakigōri sieht man, dass so langsam auch die japanischen Süßspeisen nach Deutschland importiert werden, zu denen hoffentlich in baldiger Zukunft immer mehr hinzukommen.

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„Strawberry Kakigori“ (CC BY 2.0) by City Foodsters
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Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!

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