Seit Wochen arbeiten die Mitarbeiter vom Studio Ghibli an der Verwirklichung ihrer ersten TV-Serie. Geplant ist eine Anime-Adaption des schwedischen Kinderbuchs „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren (1907-2002/Pipi Langstrumpf).

Dafür begaben sich die Mitarbeiter von Ghibli am 02. Februar für mehrere Tage nach Stockholm und trafen auf die Firma Saltkråkan, welche Rechte des begehrten Werks besitzt, um das weitere Vorgehen zu klären.

Die Anime-Serie soll in 3D CG in Zusammenarbeit mit Polygon Pictures, Dwango und NHK Enterprises produziert werden. Bisher hat Ghibli nur vereinzelt in seinen Filmen 3D-Elemente für Autos, Züge und ähnliches eingebaut. Wie eine Serie ausschließlich in 3D-Animation im Ghibli-Stil aussehen soll, bleibt abzuwarten, da es bisher kein Bildmaterial gibt.

Als Besetzung sind bisher Goro Miyazaki, der Sohn von Hayao Miyazaki, als Regisseur und Hiroyuki Kawasaki (After War Gundam X) als Autor bekannt. Somit wird Goro Miyazaki immer stärker in die Firmenstrukturen Ghiblis integriert, um die baldige Abwesenheit seines Vaters auszufüllen.

Die Serie wird ab Herbst auf den japanischen Sendern NHK und BS Premium ausgestrahlt.

„Ronja Räubertochter“ erschien 1981 als Buch und erzählt im mittelalterlichen Europa von der Tochter des Räuberhauptmanns Mattis. Sie leben auf der Mattisburg im Mattiswald, die sie sich mit den Borkaräubern teilen. Der Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns, Birk Borkasohn, freundet sich schnell mit Ronja an, was den beiden Räuberhauptmännern gar nicht gefällt. Mattis nimmt Birk gefangen, woraufhin Ronja sich freiwillig als Gefangene den Borkas stellt. Daraufhin eskaliert der Konflikt und die beiden Kinder verschwinden in einer Bärenhöhle. Mattis’ Sehnsucht nach seiner Tochter bewegt ihn schließlich dazu, mit Borka in Dialog zu treten, um den Konflikt zu lösen.

Mattis will, dass Ronja auch Räuberin wird, aber Ronja hält, genauso wie Birk, vom Räuberhandwerk nur sehr wenig und entscheidet sich letztendlich gegen diesen Lebensweg.

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QUELLEANN
Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!

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