Eine öffentliche Grundschule in Tokio führt für ihre Schüler Armani-Uniformen ein. Das Vorhaben stößt allerdings auf breite Kritik und das Internet debattiert über den Sinn des Vorgehens.

Die Taimei-Schule im Luxus-Einkaufsviertel Ginza, will im April die Uniformen der italienischen Modemarke Armani einführen. Die Schule verteidigte ihre Entscheidung mit dem Argument, dass sie künftig stärker dem Image des Viertels entsprechen wollen.

Außerdem gab Schuldirektor Toshitsugu Wada bekannt, er wolle die Schule bekannter machen. Das hat er eindeutig geschafft, denn die Diskussion erreichte inzwischen auch das japanische Parlament.

© AP

Der japanische Finanzminister, Taro Aso, kritisierte die Entscheidung der Schulleitung. Auch der Bildungsminister Yoshimasa Hayashi wies darauf hin, dass das Schulkomitee die neue Uniform mit den Eltern besprechen hätte sollen, bevor sie die Forderung verschickten.

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Auch viele Eltern zeigten sich wenig begeistert, denn eine komplette Uniform soll 80.000 Yen kosten (knapp 600,- Euro). Obwohl die Schule das Tragen nicht vorschreibe, fühlen sich viele Eltern zum Kauf gezwungen, damit ihre Kinder nicht ausgeschlossen würden.

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