Heute möchten wir euch die ersten beiden Volumes von Tokyo Ghoul als Blu-ray vorstellen. Diese wurden uns netterweise vom deutschen Publisher Kazé bereitgestellt.

Bevor wir mit dem Review beginnen, noch ein paar kurze Infos zum Aufbau des Reviews: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also, fangen wir an!

Inhalt

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Volume 1 mit Sammelschuber (l.) und Volume 2 (r.)

Insgesamt bestehen die beiden Volumes aus sechs Episoden der ersten Staffel von Tokyo Ghoul. Weiterhin besitzt das Pack zur ersten Vol. einem Sammelschuber für die weiteren Volumes und ein kleines Heft mit weiteren Produkten von Kazé. Preise stehen natürlich nicht drin … natürlich.

Ein Goodie, was mir sehr gefallen hat, waren die Booklets in jeder Volume, in der mit Skizzen und Renders die einzelnen Charaktere und Episoden vorgestellt wurden. Ich weiß nicht wieso, aber diese Art Beilage gefällt mir einfach.

Ein weiterer Pluspunkt des Inhalts sind die enthaltenen Codes, mit denen man die Online-Versionen auf Anime-on-demand freischalten kann. So hat man die Episoden als physische und digitalisierte Fassung, falls die Blu-ray mal zerbricht oder einfach nicht mehr lesbar ist.

Für die Goodies und Online-Codes (und den ganzen Rest) verdienen die Volumes eine Wertung von 9,7.

Die Handlung

Alles dreht sich um eine Welt, in der menschenfressende Ghoule im Verborgenen leben. Der Fokus liegt auf dem Protagonisten Ken Kaneki, der frisch verliebt ist. Als sein Schwarm Liz mit ihm redet und einem Date zustimmt, ist er einfach nur glücklich. Das Date verläuft gut und er bringt Liz nachhause.

Doch Ghoule lauern überall und Ken muss erfahren, dass sein Schwarm in Wirklichkeit ein Ghoul ist und ihn essen will. Durch einen Unfall stirbt Liz glücklicherweise, doch auch Ken ist schwer verletzt. Durch eine Organtransplantation erhält Ken das Organ eines Ghouls und wird dadurch selbst zur Hälfte zu einem. Nun beginnt er zwischen der Welt der Menschen und der der Ghouls zu leben.

Die Qualität

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Nachdem ich alle sechs Episoden durchgeschaut habe, fand ich ehrlich gesagt nicht viel zum Beanstanden. Einzig das Banding (Farbabstufungen s. Bild) war an manchen Stellen zu finden. Diese sind natürlich ärgerlich, aber nur in wirklich schwierigen Farbumgebungen zu finden, die nicht allzu häufig auftauchen. Die meisten Zuschauer wird das wohl auch nicht stören. Deshalb bekommt der Punkt „Die Qualität“ eine Wertung von 9,6.

Die Synchronisation (Dub)

Ja, ich weiß. Das Thema macht vielen Anime-Fans Angst. Aber keine Sorge. Tatsächlich sind gefühlte 90 % der Synchronsprecher passend gewählt worden. Das erinnert glatt an die Zeiten von Dragon Ball Z und One Piece. Natürlich ist dies Geschmackssache.

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Auch die Sprachstile der einzelnen Charaktere wirkt passend. Natürlich passiert hier und da mal ein kleiner Ausrutscher, aber das ist zu verkraften. Es sei jedoch zu sagen, dass es manchmal hölzern wirkt. Doch der Wahnsinn der einzelnen Charaktere kommt gut zur Geltung.

Auch wird das Café „Anteiku“ in „Antik“ geändert. Ich gebe zu, dass das die tatsächliche Übersetzung ist, aber man hätte es eventuell einfach als Eigenname lassen können. Auch ohne diesen Fakt ist eine Wertung von 9,2 hier angesagt.

Der Untertitel (Sub)

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Herr Mado hat während einer Polizeikonferenz einen kurzen Geduldsfaden. Er will lieber Ghoule abschlachten. Immerhin ist das sein Job.

Mein Lieblingsthema. Natürlich hat Kazé seinen charakteristischen gelben Untertitel-Farbton genutzt. Das ist einfach nur Geschmackssache und manche werden ihn hassen und andere wiederum lieben.

Passend dazu: KAZÉ und die gelben Untertitel (╯°□°)╯︵ ┻━┻

Was mich etwas überrascht hat, war die geringe Fehlerquote bei den Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Das hat den Lesefluss erheblich verbessert. Dafür ein Pluspunkt! Diesen muss ich jedoch gleich wieder abziehen, weil sinnlose Abweichungen von Dub und Sub vorhanden sind.

Zwar muss ein Sub kurz gehalten werden, damit er in eine Szene passt, jedoch erklärt das nicht, warum aus „Wieso“ ein „Warum“ wird. Da gibt es keine Einsparung, also hätte man es wie im Dub lassen können. Manchmal sind die Subs sogar länger als die Dubs, was nun wirklich absurd ist.

Ein weiterer Abzug für die Wertung ist dem Grund geschuldet, dass das Timing der Untertitel nicht perfekt ist. Man kann sich natürlich über Perfektion streiten, aber das könnte man doch verbessern. Vor allem Fans, die lieber die Originalstimmen hören, müssen sich auf die Untertitel verlassen.

Deshalb bekommt dieser Punkt eine Wertung von 8,1. 

Unterhaltungsfaktor

Ken kann die dunklen Ghoul-Instinkte nicht mehr unterdrücken. Er will Menschenfleisch.
Ken kann die dunklen Ghoul-Instinkte nicht mehr unterdrücken. Er will Menschenfleisch.

Eines muss man Tokyo Ghoul lassen. Man bekommt genug Blut für ein ganzes Jahr zu sehen. Den Wahnsinn der Charaktere spürt man förmlich und auch die Charakterdynamik ist gut ausbalanciert. Auch der Zeichenstil passt nahezu perfekt zu der Handlung und zeigt geniale Kontraste. Mehr muss man eigentlich nicht sagen.

Fazit

Wer auf Splatter und Psychos steht, dem würde ich Tokyo Ghoul glatt hinterherwerfen. Nein, ehrlich. Es lohnt sich einfach.

Wer sich nicht sicher ist, kann sich auch auf Anime-on-Demand erst einmal die 1. Folge kostenlos anschauen. Hierfür ist jedoch ein Account notwendig!

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ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Der Inhalt
9.7
Die Qualität
9.6
Die Synchronisation (Dub)
9.2
Der Untertitel (Sub)
8.1
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