Seit dem 07.12.2016 ist The Last Guardian bereits im Handel erhältlich. Sony Computer Entertainment Europe hat uns eine Version davon für die nachfolgende Review zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. Viele haben diesen Titel als „das Spiel“ 2016 gefeiert, unsere Einschätzung erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

Es gilt, alle Rätsel und Abenteuer zusammen mit eurem gefiederten Freund Trico zu lösen, schafft auch ihr es bis ans Ende?

Gameplay

Die Begegnung mit Trico
© SIE Japan Studio, GenDesign / Sony Interactive Entertainment

Ihr erwacht in einer dunklen Höhle. Neben euch findet ihr ein unbekanntes Wesen vor, das angeblich Kinder isst. Benommen habt ihr tausend Fragen: Wo seid ihr? Warum leidet das Tier so? Wie seid ihr hierhergekommen?

Schnell wird klar, dass ihr zusammenarbeiten und dem Tier helfen müsst, um gemeinsam aus der Höhle zu entkommen. Das Tier gewöhnt sich mehr und mehr an euch und hört mit der Zeit auch immer besser auf euch. Nur will es, egal was passiert, nicht von eurer Seite weichen. Gemeinsam versucht ihr mit eurem gefiederten Freund namens Trico, aus „dem Nest“ zu entkommen. Auf eurem Weg gibt es einige Probleme zu überwinden und mehrere Rätsel zu lösen. Nicht fehlen dürfen auch brenzlige Situationen und Überlebenskämpfe. Mit dem Fund und dem Verschwinden eines mysteriösen Spiegels ändert sich auch noch einmal so einiges an eurer Situation.

Die Rätsel sorgen immer wieder für guten Nervenkitzel, da manche einfacher und manche etwas schwerer gestaltet sind. Es ist an sich zwar immer dieselbe Mischung aus Kletter-Action, Rätseln, Kämpfen und Zwischensequenzen, aber die gute Story lässt einen das einfach ausblenden. Man taucht völlig ein und fühlt sich, als ob man die Geschichte selbst aus der Sicht des Jungen erleben würde. Abgesehen davon, dass die Steuerung des Gefährten Trico ab und an etwas schwierig war und mehrere Anläufe für ein Weiterkommen benötigt wurden, hat das Gameplay keinerlei Lücken vorzuweisen. Spielzeit ist mit einem Minimum von ca. 15 Stunden, sofern man nicht versucht, es schnellstmöglich abzuschließen, auch genug vorhanden. Der Bereich Gameplay bekommt von uns daher eine Wertung von 9,8.

Präsentation

The Last Guardian Trico
© SIE Japan Studio, GenDesign / Sony Interactive Entertainment

Das Spiel wird auch grafiktechnisch seinem Ruf gerecht. Die Umgebung ist sehr detailreich und liebevoll gestaltet, sodass sie genauso gut echt sein könnte. Die zahlreichen Zwischensequenzen sind sowohl schön als auch spannend entworfen und erzählen nach und nach die Geschichte des Jungen und Trico. Schatten und Objekte, die es zu schieben, ziehen, tragen oder zu zerstören gilt, geben dem Ganzen den letzten, abrundenden Schliff.

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Auch Trico und der Junge wurden mit Liebe zum Detail designt. Man sieht sofort, wenn etwas nass wurde vom Schwimmen und sobald der Wind beginnt, durch die Federn zu streichen, oder diese sich vor Wut oder Angst aufstellen.

Passende Animationen, moderne Gestaltung und bestes Grafikdesign sorgen für ein ideales Spielerlebnis. Im Bereich Präsentation bekommt das Spiel von uns eine Wertung von 10,0.

Sound

Trico erklimmt einen Turm
© SIE Japan Studio, GenDesign / Sony Interactive Entertainment

Die Stimmen und Vertonung geben das Alterliche des Designs ebenfalls gut wieder. Die Passagen, in denen gesprochen wird, sind gut erkennbar und kaum zu überhören. Die Hintergrundmusik passt sich je nach Situation an das Spiel an und fördert das ideale Spielerlebnis noch weiter.

Auch beim Soundtrack merkt man, wie viel Zeit hineingesteckt wurde. Selbst die Geräusche des Tieres wirken sehr real. Eine alternative Sprachausgabe wäre allerdings ein nettes Extra gewesen im Vergleich zu den bereits vorhandenen Untertiteln. Der Sound bekommt von uns dafür die Wertung von 9,6.

Umfang

Trico rettet uns
© SIE Japan Studio, GenDesign / Sony Interactive Entertainment

The Last Guardian bietet zwar nur den Storymodus, aber dennoch mindestens gute 15 Stunden an Spielzeit. Die sich immer häufenden Rätsel und scheinbar aussichtslose Situationen bieten genug Umfang, um einem nicht langweilig werden zu lassen. Nach der Story ist das Spiel jedoch vorbei, beim Fortfahren bekommt man nur noch einmal eine Szene zu sehen, bevor das ganze Spiel von vorne beginnt.

Der Umfang ist also im Vergleich zum Preis-/Leistungsverhältnis etwas mager und könnte besser sein. Dennoch geben wir eine Wertung von 8,7.

Fazit

The Last Guardian
© SIE Japan Studio, GenDesign / Sony Interactive Entertainment

Das Spiel ist definitiv eine Empfehlung wert. Vor allem, da aktuell der Preis schon reduziert wurde. Man wird das emotionale Spielgeschehen einfach lieben und auch in die Freundschaft von Trico und dem Jungen hineinwachsen.

Sollte man die paar Anmerkungen, die das Spiel noch besser machen würden, nicht so entscheidend finden, ist es definitiv einen Kauf wert. Sollte man jedoch auf eine ausführlichere Story oder einen Zusatz dafür aus sein, ist es vermutlich nicht unbedingt für einen gemacht. Wir können den Erwerb jedoch jedem empfehlen, dem eine gute Story wichtig ist, der ihre Länge für nicht allzu bedeutsam hält und der es auch gern emotional mag. Dann seid ihr mit The Last Guardian bestens bedient.

 

 

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ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gameplay
9.8
Präsentation
10.0
Sound
9.6
Umfang
8.7
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