Unseren Testkandidaten stellte uns freundlicherweise der Publisher Bandai Namco zur Verfügung.

Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum der Serie erscheint Tales of Zestiria, der neuste Ableger der bekannten JRPG Reihe. Die Entwickler wollen frischen Wind in das Gameplay bringen und bieten neben dem überarbeiteten Kampfsystem zahlreiche neue Features. Wird das auch die Fans zufriedenstellen oder eher verschrecken? Genau das und mehr erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Der Hauptcharakter der Geschichte trägt den Namen Sorey und sein bester Freund Mikleo ist so etwas wie sein Schatten. Das Spiel beginnt in einer Ruine mit vielen Monstern. Die Freunde finden in den Tiefen der Ruine ein Mädchen und natürlich macht man was als Held der Geschichte? Genau, man rettet es.

Nachdem man mit der fremden Frau im Heimatdorf angekommen ist, werden Sorey und Mikleo von den Dorfbewohnern nur schief angeschaut. Eine wirkliche Begeisterung scheint niemand für die Rettungsaktion übrig zu haben. Sie beschließen die Frau, sobald diese erwacht ist, wieder in ihr Zuhause zu bringen.

Als das Mädchen erwacht, ist Sorey sehr überrascht von ihrer Reaktion und der Aussage, dass sie keine Dorfbewohner sehen kann. Kurz nach diesem mysteriösen Ereignis beginnt eine unglaubliche Geschichte in Tales of Zestiria.

Gameplay

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Die erste große Änderung im Gameplay ist das überarbeitete Kampfsystem. Hier handelt es sich um ein Echtzeit-Kampfsystem und zusätzlich hat man im Kampf jederzeit die Möglichkeit, mit einem von vielen unterschiedlichen Seraphim zu verschmelzen, um noch mächtigere Attacken vom Stapel zu lassen.

Seraphim sind mächtige Kreaturen, die in der Welt von Tales of Zestiria existieren. Von normalen Menschen können diese auch nicht gesehen werden und nur der Hauptcharakter Sorey hat die Möglichkeit, diese Wesen überhaupt zu entdecken.

Um das Kämpfen und die Verschmelzung noch etwas abwechslungsreicher zu gestalten, gehören die Seraphim alle einem anderen Element an. So kann man beispielsweise Windattacken auf dem Schlachtfeld loswerden und sobald man merkt, dass der Gegner immun dagegen ist, wechselt man einfach zu Erde, Wasser oder Feuer.

Auch auf dem Schlachtfeld kann man sich frei bewegen und gerade bei den großen Brocken ist das auch bitter nötig. Hier muss man mal wieder den Grips anstrengen und bestimmte Taktiken herausfinden, um den Schwachpunkt der zahlreichen Bossmonster zu finden.

Aufgeteilt ist das Kampfsystem in Nahkampfangriffe und Zauberangriffe und diese können unterschiedlich miteinander kombiniert werden. Hier heißt es probieren geht über Studieren!

Auch das Ausrüstungssystem würde für Tales of Zestiria überarbeitet. Jede Ausrüstung ist nun einem bestimmten Element untergeordnet und bietet zudem vier Slots, die mit Fähigkeiten bestückt werden können. Hier hat man die Möglichkeit, seinen Status dauerhaft zu verbessern oder allgemein ganz neue Fähigkeiten in sein Repertoire aufzunehmen.

Durch die neue Ausrüstung ist es daher möglich, sich Vorteile im Kampf zu verschaffen und zusätzlich neue Fähigkeiten zu erlernen, die ihr sonst nicht bekommen würdet.

Interessante Neuerungen am Gameplay lassen den neusten Teil sehr aktuell wirken. Das angestaubte Gameplay wurde über Bord geworfen und durch neue Features ersetzt, die das Spielgefühl enorm verbessern und noch eine Prise Taktik hinzufügen. Tolle Verbesserungen, die Spaß machen und ein neues Spielgefühl bieten! Das Gameplay erhält von uns eine Wertung von 9,5.

Präsentation

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Die grafische Präsentation wirkt passend, aber nicht herausragend. Manchmal hat man leider auch das Gefühl, man würde ein PS3 Spiel zocken. Trotzdem muss man dazu sagen, dass Tales of Zerstiria in sich stimmig wirkt und trotz der etwas veralteten Grafik die Spieler bezaubern wird.

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Alles passt zusammen und auch wenn die Kantenglättung hier nicht überzeugen kann oder die Details an manchen Stellen ausgespart wurden, passt die Grafik in das Gesamtkonzept. Grafikfetischisten kann man damit natürlich nicht überzeugen!

Auch die Animationen der Gesichter wirkt glaubhaft und kann in den meisten Fällen überzeugen.

Überall wurde gearbeitet, nur nicht an der Optik. Man hat das Gefühl, dass bei der Entwicklung von Tales of Zestiria nur bestimmte Bereiche einen Neuanstrich bekommen haben. Trotzdem macht es Spaß, sich in der Welt von Tales of Zestiria zu bewegen und die Zwischensequenzen können überzeugen. Die Kampfanimationen wirken ziemlich flüssig und die Grafikeffekte, die auf den Bildschirm gezaubert werden, bieten den ein oder anderen Aha-Effekt. In Sachen Präsentation erhält der Titel von uns eine Wertung von 8,3.

Sound

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Musikalisch bewegt man sich auf bekanntem Terrain. Die Atmosphäre wird durch die verschiedenen Musikstücke getragen und nie hat man als Spieler das Gefühl, etwas wäre hier unpassend. Anscheinend wurde der Soundtrack mit Bedacht ausgewählt und das hilft dem Titel sehr.

Auch die Stimmen der japanischen und englischen Sprecher tun ihr Übriges. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail eingesprochen und auch das lässt den Spieler in eine wirklich magische Welt entfliehen und kann über mehrere Stunden hinweg begeistern.

Soundtechnisch macht Tales of Zestiria nicht viel falsch. Die Musik passt zur jeweiligen Situation und auch in den weitläufigen Arealen bieten die unterschiedlichen Titel eine gewohnte Abwechslung. Die Sprecher machen auch einen sehr guten Job und so kann man nur Kleinigkeiten beim Sound bemängeln. Die Kategorie Sound erhält daher eine Wertung von 9,4.

Umfang

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Tales of Zestiria bietet die größte Welt, die es jemals in einem Tales-Spiel gegeben hat. Viele Dungeons laden zum Erkunden ein und auch die Chance, an jeder Ecke neue Ausrüstungsgegenstände zu finden, treibt einen als Spieler an. Manchmal hat man das Gefühl, dass sich die unterschiedlichen Orte nicht viel voneinander unterscheiden, aber das wäre meckern auf hohem Niveau.

Auch die Vielzahl an Gegenständen und deren Kombinationsmöglichkeiten lädt zum Ausprobieren ein und wird viele Stunden fressen! Allein die Möglichkeit, neue Fähigkeiten mit der Ausrüstung freizuschalten, bietet ungeahnte Möglichkeiten und macht sehr viel Spaß.

Es gilt, viele Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände zu finden und zu kombinieren. Zum Glück ist die Spielwelt so groß und es kann sich hinter jeder Ecke etwas verstecken. Hier macht Tales of Zestiria alles richtig und bietet dem Spieler viel Umfang für zahlreiche Stunden an der heimischen Konsole. Der Umfang erhält von uns eine Wertung von 10,0.

Fazit

Tales of Zestiria ist ein typisches JRPG und bietet zusätzlich viel Umfang. Die Neuerungen am Kampfsystem und an den Ausrüstungen hat dem Spiel gut getan und auch für alteingesessene Fans bietet es viel Abwechslung. An der Grafik hätte man noch etwas arbeiten können, trotzdem kann die Geschichte und deren liebenswerte Charaktere überzeugen.

 

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gameplay
9.5
Präsentation
8.3
Sound
9.4
Umfang
10
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2000

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