Unseren neusten Testkandidaten stellte uns freundlicherweise der Publisher EA zur Verfügung.

Neben zahlreichen Rubriken die bei einem Spieletest wichtig sind, gibt es auch hier Rubriken die wir nicht bewerten können. Der Punkt Inhalt wird bei uns immer neutral betrachtet und ist daher von der Wertung ausgeschlossen. Auch das Fazit am Ende enthält keine Bewertung und hier handelt sich immer um eine Momentaufnahme einer einzelnen Person. Bedeutet, dass persönliche Geschmäcker immer unterschiedlich sind und ihr vielleicht manchmal mit uns nicht einer Meinung sein werdet, was die Reviews angeht.

Die vier übrigen Kategorien (Charaktere, Gameplay, Grafik/Sound & Schwierigkeitsgrad/Spielzeit) erhalten je eine Punktzahl zwischen 1-10. Und nun starten wir mit unsere Review zu Rory McIlroy PGA Tour für die PS4.

Inhalt

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Zwei Jahre mussten Fans nun auf einen neuen Ableger der bekannten Sportspielreihe aus dem Hause EA warten. Neben zahlreichen Gameplay-Neuerungen ist wohl die offensichtlichste Neuerung das neue Cover Modell Rory McIlroy. EA hat sich von Tiger Woods verabschiedet und läutet somit einen Neustart der Serie ein. Ob dadurch wirklich alles besser wird, erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Zunächst enthält das Spiel den bekannten Pro Tour-Modus. Hier hat man die Möglichkeit mit einem selbsterstellten Spieler eine Karriere zu starten. Man startet als kleiner unbekannter Golfer und kann sich bis ganz nach oben spielen.

Natürlich bietet Rory McIlroy nicht nur einen Singleplayer Modus, sondern neben der Pro Tour bekommt der Spieler auch noch einen passenden Multiplayer-Modus spendiert. Man kann sich mit Freunden verabreden und Lokal oder über das Internet zahlreiche Matches bestreiten.

Auch ein neuer Modus hat es ins Spiel geschafft und dieser nennt sich Night Club Challenge-Modus. Wie der Name vermuten lässt, muss man hier in der Nacht zahlreiche Kurse spielen und allerhand unterschiedliche Aufgaben absolvieren.

Charaktere

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Natürlich hat ein Sportspiel wie Rory McIlroy PGA Tour auch einige bekannte Golfer zu bieten, die man selber über das virtuelle Grün steuern kann. Neben dem namensgebenden Rory McIlroy findet man auch bekannte Namen wie Jordan Spieth, Keegan Bradley oder auch Rickie Fowler.

Vergleicht man nun den Roster mit dem letzten Teil, hat EA hier zahlreiche Spieler eingespart und die Auswahl wurde radikal reduziert. Waren im Vorgänger noch über 20 unterschiedliche Charaktere vertreten, bietet Rory McIlroy PGA Tour nur noch mickrige 12 Golfer zur Auswahl.

Leider werden die weiblichen Golfer von EA überhaupt nicht berücksichtigt und so sind nur männliche Spieler in der Auswahl verfügbar. Vielleicht schafft es EA ja nächstes Jahr, auch die weiblichen Spielerinnen zu berücksichtigen, denn vor zwei Jahren waren in der Auswahl noch männliche und weibliche Spieler vorhanden.

Durch die eher überschaubare Auswahl an bekannten Golfern und das Fehlen der weiblichen Gegenstücke erhält das Spiel in der Kategorie Charaktere eine Wertung von 6,5.

Gameplay

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Die wirklich intuitive Steuerung war immer eine der großen Stärken der Reihe und auch dieses Jahr kann diese in jedem Punkt überzeugen. Auch für Einsteiger und Neulinge wird einiges geboten und so werden die unterschiedlichen Steuerungsmöglichkeiten im Tutorial näher gebracht.

Man hat die Auswahl zwischen Arcade, Classic und Tour. Einsteiger sollten den Arcade-Modus wählen, denn hier ist die Steuerung wirklich einfach zu erlernen und nach den ersten Minuten feiern Anfänger bereits erste Erfolge auf dem virtuellen Grün.

Die Classic Variante erinnert an die gute alte Zeit, als Golf Spiele noch Neuland auf den Konsolen gewesen sind. Wer mit dieser Steuerung angefangen hat und seit Jahren nichts anderes gewohnt ist wird hier fündig. Im Tour-Modus finden sich Profis schnell zurecht. Hier ist die präzise Schwungsteuerung zu Hause und dort haben erfahrene Golfer viele Möglichkeiten den virtuellen Schlag in allen Belangen zu beeinflussen.

Neben der Steuerung bietet das Spiel auch die Möglichkeit im Karriere-Modus seinen eigenen Golfer zu erstellen. Leider müssen erfahrene Spieler auch hier wieder einige Abstriche in Kauf nehmen und wirkliche individuelle Looks sucht man vergeblich. Auch die Möglichkeit sein Gesicht auf den virtuellen Golfer zu packen, ist in Rory McIlroy PGA Tour nicht mehr vorhanden. Leider kann man diese Streichungen keineswegs nachvollziehen und so bleiben die Spieler mit einem großen Fragezeichen im Gesicht zurück.

Wirklich überzeugen konnte im Test der neue Night Club Challenge-Modus. Hier spielen wir in der Nacht auf unterschiedlichen Kursen und versuchen zahlreiche Aufgaben, wie beispielsweise Zielschießen zu erfüllen. Gerade im Multiplayer macht dieser Modus sehr viel Spaß und fesselt für zahlreiche Stunden an den Bildschirm.

Rory McIlroy PGA Tour bietet eine Einsteigerfreundliche Steuerung, kann spielerisch im Karrieremodus aber leider nicht überzeugen. Durch den neuen Night Club Challenge-Modus kann der Titel aber einige Punkte gut machen und erhält in der Kategorie Gameplay eine Wertung von 7,3.

Grafik & Sound

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Grafisch bietet Rory McIlroy PGA Tour wirklich eine wahnsinnig tolle Kulisse und sehr real wirkende Golfer. Durch die Frostbite 3-Engine, die das erste Mal in einer Golf-Simulation verwendet wird, bekommt der Spieler eine wirklich beeindruckende Grafikkulisse zu sehen und hier kann das Spiel im Test komplett überzeugen.

Die Plätze wirken realistischer als je zuvor und Lichteffekte und animiertes Gras runden das positive Gesamtbild ab. Hier fällt es gar nicht auf, dass es in Rory McIlroy PGA Tour kein schlechtes Wetter gibt. Immer und überall strahlt die Sonne und Witterungsbedingungen die das Spiel beeinflussen würden, werden einfach ausgeblendet.

Noch nie sahen die Charaktermodelle so plastisch aus und auch hier kann der Titel punkten. Die Stars der Szene wirken sehr real und manchmal hat man das Gefühl man würde eine Live-Übertragung im Fernsehen beobachten. Was die Grafik angeht, gibt es bei Rory McIlroy PGA Tour kaum Kritikpunkte.

Auch die Soundkulisse weiß zu überzeugen und so ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, welches von einigen Fehlern im Gameplay kurzzeitig ablenken kann.

Durch die wunderbare Grafik und die realistischen Charaktermodelle erhält das Spiel in der Kategorie Grafik & Sound eine Wertung von 9,1.

Schwierigkeitsgrad & Spielzeit

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Durch die anpassbare Steuerung bietet das Spiel für Einsteiger und Fortgeschrittene genügend Hürden die es zu überwinden gilt. Nie wird es langweilig und auch Veteranen werden hier und da noch gefordert.

Auch die zahlreichen Modi laden zum Verweilen ein und der neue Night Club Challenge-Modus bietet mit seinen 170 Herausforderungen viel Abwechslung für den Spieler. Und sollte doch einmal Langeweile aufkommen, kann man sich mit einem Freund verabreden und zusammen das virtuelle Grün unsicher machen. Gerade der Multiplayer-Modus weiß zu begeistern und wenn man gegen einen Kollegen aus Fleisch und Blut spielt, ist dies gleich ein anderes Spielgefühl.

Wer sich auf den Titel einlässt und mit den Schnitten in diesem Jahr leben kann erhält die aktuell beste Golf-Simulation auf dem Markt. Durch den variablen Schwierigkeitsgrad bietet es genügend Herausforderungen für Anfänger und Fortgeschrittene und daher erhält die Kategorie Schwierigkeitsgrad & Spielzeit eine Wertung von 8,7.

Fazit

Zusammenfassend bietet Rory McIlroy PGA Tour zwar weniger als sein Vorgänger aber immer noch genug um die aktuell beste Golf-Simulation auf dem Markt zu sein. Auf den neuen Konsolen macht das Spiel einen wirklich guten Eindruck und Grafik sowie Sound können im Test überzeugen. Fans des Golfsports können bedenkenlos zugreifen und die die es werden wollen sollten sich vor einem Kauf einfach mal ein paar Gameplays ansehen oder sich das Spiel in der Videothek ihres Vertrauens ausleihen.

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Überblick der Kriterien
Charaktere
6.5
Gameplay
7.3
Grafik & Sound
9.1
Schwierigkeitsgrad & Spielzeit
8.7

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