Die Manga-Adaption der Novelvorlage von Fuse hat es nach Deutschland geschafft. Der Isekai-Titel möchte dabei mit gängigen Klischees brechen. Wir bedanken uns herzlich bei altraverse für die Ausgabe eines Rezensionsexemplares.

Der Manga erschien zum 23. August, umfasst rund 240 Seiten und ist für sieben Euro zu erwerben. Der erste Band beinhaltet zudem sechs Farbseiten, je einen farbigen Druck auf der Cover-Innenseite und ein Bonuskapitel in Fließtext-Form.

Handlung

Meine Wiedergeburt Als Schleim In Einer Anderen Welt 01 Cover
TENSEI SHITARA SLIME DATTA KEN © 2015 Fuse, Taiki Kawakami by Kodansha Ltd., Tokyo. © Altraverse GmbH – Hamburg 2018

Der 37-jährige Satoru Mikami führte bisher ein eher unspektakuläres Leben. Nach seinem Universitätsabschluss fing er in einer Baufirma an, in welcher er bis heute arbeitet. Bei einem abendlichen Treffen mit einem Freund und dessen Verlobten kommt es jedoch zu einem tragischen Zwischenfall. Mikami wird ermordet.

Doch er bleibt nicht tot und erwacht stattdessen in einer Parallelwelt auf, in welcher Magie allgegenwärtig ist. Für so manchen Mensch mag dies wie ein herrlicher Traum klingen, doch Mikami wird nicht in seinem gewohnten Körper wiedergeboren.

Stattdessen befindet sich der Mann nun im Körper eines blinden und tauben Schleims – also ein Wesen, welches in klassischen RPG-Games als schwächste Art der Monster gilt. Mit dieser Problematik muss sich Mikami nun zurechtfinden.

Während er nun als Schleim umherwandert, trifft Mikami auf den Sturmdrachen Veldora. Dieser wurde bereits vor 300 Jahren von einer mächtigen Heldin versiegelt. Die beiden dämonischen Erscheinungen schließen sich zusammen und beginnen somit ihr Abenteuer in einer anderen Welt. Dabei treffen sie auf die verschiedensten Bewohner dieser Welt wie Goblins, Zwerge und Elfen.

Nach einem kurzen Einstieg beginnt der Manga eine überschaubare Handlung aufzuziehen und führt diese anständig durch den gesamten ersten Band der Reihe. Aufgrund dessen vergeben wir eine Wertung von 9,0 Punkten.

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Zeichenstil

Der Zeichenstil von Taiki Kawakami sticht zwar nicht unbedingt in seinem Stil hervor, ist jedoch sauber und strukturiert gehalten. Die aufkommende Dynamik der Zeichnungen wirkt sich positiv auf das Lesevergnügen aus.

Die Gestaltung der Hintergründe ist situationsbedingt passend gewählt und in ihrer Umsetzung nur wenig zu bemängeln. Stellenweise leere Hintergründe stechen hierbei nicht negativ hervor. Das Charakterdesign durch Mitz Vah ergänzt das Gesamtkonzept zudem stimmig.

Daher vergeben wir für den Zeichenstil eine Wertung von guten 9,0 Punkten.

Perspektive

Die Darstellung der Perspektive ist in diesem Manga überragend gut getroffen. So wird die Geschichte zwar zunächst einseitig aus der Sicht des Protagonisten Mikami dargestellt, jedoch wird diese durch ein 18-seitiges Bonuskapitel am Ende des Bandes ergänzt.

Durch diesen Fließtext bekommt der Leser einen sehr tiefen Eindruck in die Gedankenwelt von Mikamis Begleiter – dem Drachen Veldora – vermittelt. Eine sehr ansprechende Komposition.

Für diese geniale Aufbereitung vergeben wir eine Wertung von 10,0 Punkten.

Fazit

Der Manga weiß definitiv zu gefallen und ist für alle Fantasy-Liebhaber sehr empfehlenswert. Die Handlung vereint klassische Elemente des Isekai-Genres mit neuen, innovativen Einflüssen. Zudem wird nicht auf einen angemessenen Comedy-Anteil verzichtet.

Als weitere Entscheidungshilfe bietet der Verlag zudem eine kostenlose Leseprobe an. Der zweite Band der Mangaserie erscheint am 25. Oktober.

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ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Handlung
9
Zeichenstil
9
Perspektive
10
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Steffen Hübner
Gast
Steffen Hübner

Der Titel strotzt ja nur so vor „perversitäten“ 😂