Maybe Someday Rezension

Die Light Novel Maybe someday bildet das Prequel zur beliebten Mangareihe In these words. Die gesamte Novel umfasst etwa 80 Seiten der Hauptgeschichte sowie einige weitere Bonusseiten. Wir bedanken uns herzlich bei altraverse für die Unterstützung und Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Diese Rezension enthält Spoiler zum zweiten Band der Manga-Hauptreihe!

Handlung

Maybe Someday Cover
MAYBE SOMEDAY © GUILT|PLEASURE 2014 by GUILT|PLEASURE © Altraverse GmbH – Hamburg 2018

Der aus In these words bekannte Protagonist Kenji Shinohara ist in dieser Prequel-Novel die zentrale Figur. Dieser steht erst kurz vor seinem Abschluss an der Polizeiakademie, doch soll bereits davor einem gefährlichen Auftrag nachgehen.

Asakawa von der Tokioter Polizei vertraut den Empfehlungen von Shinoharas Ausbildern und stattet diesen mit allen nötigen Papieren aus. Zusätzlich erhält Shinohara die grobe Information, dass es sich um einen Befreiungsauftrag handelt.

Er soll auf Bitte der Führungsschicht den Sohn eines Parlamentsmitglieds, welcher in Fänge eines Kriminellen geraten ist, diskret befreien. Rei, so der Name des vermissten Sohnes,  wurde vermutlich nach Hong Kong in ein Hotel verschleppt.

Zwei Tage später tritt der verdeckt ermittelnde Shinohara seinen Job als Barkeeper in besagtem Hotel an und befindet sich damit mitten in einem Ring von Menschenhändlern. Die Kundschaft ist ebenso pervers wie einflussreich und gefährlich. Das Zeitfenster für die Aufspürung und Befreiung von Rei durch Shinohara wird zudem immer knapper.

Im düsteren Hong Kong muss der clevere Ermittler nun versuchen den Erwartungen Asakawas gerecht zu werden. Dabei hat er den Eigentümer des Hotels, einen Mann namens Teraoka jedoch unterschätzt, welcher ihn urplötzlich enttarnt.

Die Novel gibt Aufschluss über die Vergangenheit des später als Serienmörder verdächtigten Kenji Shinohara und beantwortet zudem die Frage nach dem Schicksal des Jungen Rei.

Über das Buch

Die Novel ist für alle Leser von In these words bestens geeignet, um einen tieferen Einblick in das Wesen der Person Kenji Shinohara zu gewinnen, welche ein Mysterium in der Mangaserie darstellt.

Der gesamte Text ist in kurze Abschnitte gegliedert und sehr angenehm zu lesen. Einige großflächige Illustrationen ergänzen den Text und visualisieren das Gelesene zusätzlich. Die Novel und deren Zeichnungen wenden sich definitiv an ein erwachsenes Publikum, weswegen der Verlag hierbei den Inhalt ab 18 Jahren empfiehlt.

Für Fans von spannenden Kriminalgeschichten mit starken Boys Love-Einflüssen ist dieser Titel genau das Richtige. Entsprechend explizite Szenen werden über mehrere Seiten beschrieben und nicht beschönigt dargestellt.

Es ist wirklich schade, dass die Novel so kurz geraten ist. Gleichzeitig lädt sie damit zu einem durchgehend spannenden Lesevernügen von etwa einer Stunde ein und verzichtet auf etwaige Füllinhalte.

Somit verdient die Light Novel eine Gesamtwertung von 9,0 Punkten.

Über Guilt|Pleasure

Das Künstlerinnen-Duo besteht aus der Autorin Kichiku Neko und der Illustratorin TogaQ (Jo Chen), welche beide zudem an der Manga-Hauptreihe In these words arbeiten. Diese entstand zunächst als Doujinshi und wurde schließlich von dem japanischen Verlag Libre Publisher aufgenommen.

Jo Chen ist seit mehr als zwanzig Jahren amerikanische Staatsbürgerin. Dort hat sie beispielsweise einige Artworks zu Microsoft-Videospielen erstellt. Weiterhin hat sie für das Playstation Magazine bereits ein Cover zu Final Fantasy gestaltet.

Die Werke der beiden Frauen erschienen zudem neben Deutsch bereits auf Englisch, Französisch, Chinesisch, Thailändisch und Koreanisch.

Fazit

Die Light Novel wird mit einem matten Cover und zwei quadratischen Prints ausgeliefert. Die Übersetzung liest sich sehr flüssig. Wie auch bereits die Mangaserie, liefert die Novel ein deutliches Gefühl von Bedrängnis mit und zieht den Leser damit in ihren eigenen Bann.

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Hallo, ich bin der Neuling im Team und möchte euch in Zukunft mit vielen Artikeln rund um Japan versorgen. Ich bin vor allem an Manga und Anime allen Genres sowie an koreansicher Popmusik interessiert. Seit kurzer Zeit befasse ich mit zudem mit Drama-Serien aus China und Taiwan.

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