Review zu Made in Abyss Band 2

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Nachdem wir bereits den ersten Band von Made in Abyss rezensierten, möchten wir prüfen, ob das hohe Niveau auch im zweiten Band des Fantasytitels gehalten wird. Hierfür bedanken wir uns herzlich beim Verlag altraverse, welcher uns das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Seit dem 23. August 2018 ist der zweite Band offiziell im Großformat mit edler Klappenbroschur erhältlich. Der Manga diente zudem als unmittelbare Vorlage für die Anime-Adaption.

Handlung

Made In Abyss Band 2 Cover
MADE IN ABYSS © Akihito Tsukushi/TAKE SHOBO 2014 by TAKESHOBO Co. Ltd. © Altraverse GmbH – Hamburg 2018

Nachdem Riko und Reg im letzten Band in den Abyss hinabgestiegen sind, erreichen sie nun zunächst die erste Tiefenlage. Durch die Sonnenstrahlen des anbrechenden Tages werden die beiden Abenteurer geweckt und müssen feststellen, dass sie verfolgt werden.

Bevor sich die eigentlichen Gefahren des Abyss einstellen, müssen die Beiden nun ihren Verfolgern von der Oberfläche entkommen. Zu diesem Zweck möchten sich Riko und Reg direkt in die nächsttiefere Höhenlage begeben, welche von gefährlichen Bestien nur so wimmeln soll.

Diese erreichen die Beiden schließlich durch das Betreten des umgedrehten Waldes – einem Abschnitt der Abyss-Welt, welcher durch seinen Namen ausreichend erklärt wird. In diesem beginnen sich die neuen Wirkungen der Tiefenebene bei Riko zu zeigen.

Riko, welche auf der Suche nach ihrer Mutter Lyza den Abyss hinabsteigt und Reg, welcher die junge Protagonistin begleitet, begeben sich dort zunächst in Richtung des Camps der Suchenden. Dort lebt die legendäre Weißpfeife Ozen, die Lyzas Lehrmeisterin war.

Von dieser erhofft sich Riko neue Erkenntnisse über den Aufenthaltsort ihrer Mutter zu erfahren. Doch Ozen die Unerschütterliche wird ihrem Titel gerecht und weiht Riko über die Umstände ihrer schauerlichen Geburt ein, welche ihr bisher vorenthalten wurden.

Die Handlung setzt sich zunächst etwas schleppend fort. Die aufgezeigten Wesen des Abyss sind zwar sehr exemplarisch, werden jedoch zu oberflächlich behandelt. Erst mit Auftreten der Campleiterin Ozen, zur Mitte des Bandes, kehrt das gewohnte Lesegefühl des Fantasytitels zurück.

Für die diskutable Fortsetzung der Geschichte vergeben wir 8,5 Punkte.

Zeichenstil

Die Zeichnungen von Akihito Tsukushi sind gewohnt märchenhaft und kindlich gehalten. Mit fortschreitender Handlung machen sich zudem die dunkler werdenden Kontraste bemerkbar. Diese sind stimmig in ihrer Atmosphäre und dem Inhalt angeglichen.

Auch die Gestaltung der Hintergründe ist unverändert. Diese sind häufig nicht ausgearbeitet, aber gliedern sich harmonisch in das Gesamtbild des Werks ein.

Der originelle Zeichenstil Tsukushis erhält daher eine Wertung von 9,5 Punkten.

Perspektive

Wie auch im ersten Band, steht Riko als zentrale Figur im Fokus. Weitere Einblicke erhält der Leser durch zwischenzeitliche Perspektivwechsel zu Reg.

Die gewählte Perspektive ist durchaus zweckdienlich und stellenweise sehr dynamisch dargestellt. Die Beziehung der beiden Protagonisten zueinander wird sehr gut eingefangen.

Die zweckmäßige Darstellung der Perspektive erhält daher eine Wertung von 9,0 Punkten.

Fazit

Der zweite Band setzt die Geschichte um Riko und Reg weiter fort. Insgesamt macht die Fortsetzung einen soliden, positiven Eindruck und ist grundsätzlich empfehlenswert, auch wenn sich der Beginn als holprig erweist.

Vollends überzeugend bleibt der Manga dagegen in seinem einzigartigen Zeichenstil und Setting, welches zunehmend ausgebaut wird. Die kostenlose Leseprobe des ersten Bandes bietet darüber hinaus einen weiteren Einblick in das Mangainnere.

Der dritte Band folgt voraussichtlich zum 25. Oktober diesen Jahres.

Kaufen könnt ihr euch den Manga von Made in Abyss hier:

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