Review zu Made in Abyss Band 1

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Made in Abyss wurde zuletzt auch in Deutschland immer populärer. Dieses Jahr kommen der Autor Akihito Tsukushi und Verantwortliche der Anime-Umsetzung nach Deutschland. Wir haben die Mangavorlage für euch gelesen. Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken wir uns ganz besonders bei altraverse.

Der vielgewünschte Manga ist bereits seit dem 21. Juni 2018 im Großformat mit edler Klappenbroschur erhältlich. Der erste Band enthält zudem ein doppelseitig bedrucktes Poster in der ersten Auflage.

Handlung

Made In Abyss Band 1
MADE IN ABYSS © Akihito Tsukushi/TAKE SHOBO 2013 by TAKESHOBO Co. Ltd. © Altraverse GmbH – Hamburg 2018

Auf Beoluska, einer Insel im Süden, wurde vor 1900 Jahren eine Höhle entdeckt. Der Durchmesser soll rund 1.000 Meter betragen, doch die Tiefe ist unbekannt. Diese Höhle wird Abyss genannt und zieht die Menschen aus den verschiedensten Gründen geradezu magisch an.

Einige Menschen wagen sich zudem in die Höhle hinein, um neue Informationen oder Relikte hervorzubringen. Doch auch wenn der Abstieg vergleichsweise einfach ist, so wartet beim Aufstieg auf die sogenannten Höhlentaucher eine Art Kraftfeld. Dieses wird als Fluch des Abyss bezeichnet und bereitet dem Hinaufsteigenden je nach Tiefe körperliche Komplikationen, welche schnell lebensbedrohlich werden.

Daher dürfen nur erfahrene Höhlentaucher unbegrenzt in das Höhlensystem hinabtauchen. Identifiziert werden diese Abyss-Legenden durch eine weiße Pfeife. Eine ebensolche legendäre Weißpfeife war die Mutter der zwölfjährigen Protagonistin Riko.

Diese hat ihre Eltern an den Abyss verloren und wohnt seitdem im Waisenhaus Belchero. Dieses schickt die Kinder regelmäßig in geringe Tiefenlagen des Abgrunds, um somit das Waisenhaus finanziell zu unterstützen.

Als Riko auf einer Erforschungssmission von einem hochklassigen Monster attackiert wird, lernt sie den Roboterjungen Reg kennen und beschließt dieses Objekt unbekannter Herkunft mit in das Waisenhaus zu nehmen.

Die Zeit vergeht, aber nach zwei Monaten steigen Höhlentaucher mit neuen Informationen aus dem Abyss herauf. Darunter sind Schriften und die Pfeife von Rikos Mutter Lyra. Ein Brief offenbart Riko, dass ihre Mutter auf dem Grund des Abyss wartet. Zudem sind Berichte über verschiedene Relikte beigelegt, eines davon ähnelt dem Roboterjungen.

Aufgrund dessen beschließt Riko ebenfalls tief in den Abyss hinabzusteigen. Reg, welcher über einige übermenschliche Fähigkeiten verfügt, begleitet sie dabei auf ihrem Abenteuer.

Für die mitreißende Handlung vergeben wir 10,0 Punkte.

Zeichenstil

Der Zeichenstil wirkt in seiner Ausführung zunächst relativ kindlich. Jedoch harmonieren Tsukushis Zeichnungen durchweg mit dem beschriebenen Inhalt. Mit zunehmender Ernsthaftigkeit der Handlung werden auch die Zeichnungen zunehmend dunkler und unterstützen somit die geheimnisumwobene Atmosphäre um den Abgrund.

Zwar sind die Hintergründe überwiegend nicht mit auffälligen Zeichnungen gefüllt, wirken aber an keiner Stelle leer. Stattdessen fokussieren diese die Aufmerksamkeit des Lesers auf den zu erfassenden Inhalt.

Für den einzigartigen Zeichenstil von Made in Abyss vergeben wir 9,5 Punkte.

Perspektive

Riko ist hierbei als zentrale Figur konzipiert, weswegen die Handlung überwiegend aus ihrer Sicht erzählt wird. Gegen Ende des ersten Bandes gibt es kleinere Einblicke in Regs Gedankenwelt, welchen insbesondere seine Herkunft beschäftigt.

Die gewählte Perspektivendarstellung vermittelt den Charakter und die Wünsche der beiden Protagonisten bereits zu Beginn des Fantasy-Epos und ist somit sehr gut gewählt.

Die durchdachte Perspektivendarstellung erhält von uns ebenfalls 10,0 Punkte.

Fazit

Die Geschichte fesselt in ihrer Umsetzung und überrascht mit vielen neuen Ideen. Der Leser wird dazu ermutigt selbst einige Hypothesen aufzustellen. Zusätzlich bietet Autor Tsukushi mit eigens erfundenen Enzyklopädie-Einträgen einen tieferen Einblick in die Welt des Abyss.

Einen zusätzlichen Eindruck zu dem Manga bietet die kostenlose Leseprobe.

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