Unseren neusten Testkandidaten stellte uns freundlicherweise der Publisher Square Enix zur Verfügung.

Neben zahlreichen Rubriken, die bei einem Spieletest wichtig sind, gibt es auch hier Rubriken die wir nicht bewerten können. Der Punkt Inhalt wird bei uns immer neutral betrachtet und ist daher von der Wertung ausgeschlossen. Auch das Fazit am Ende enthält keine Bewertung und hier handelt sich immer um eine Momentaufnahme einer einzelnen Person. Bedeutet, dass persönliche Geschmäcker immer unterschiedlich sind und ihr vielleicht manchmal mit uns nicht einer Meinung sein werdet, was die Reviews angeht.

Die vier übrigen Kategorien (Charaktere, Gameplay, Grafik/Sound & Schwierigkeitsgrad/Spielzeit) erhalten je eine Punktzahl zwischen 1-10. Und nun starten wir mit unsere Review zu Life is Strange Episode 1-4 für die PS4.

Inhalt

Max Garden_1407851741In Life is Strange geht es um Max. Nach fünf Jahren kehrt diese zurück in ihre Heimatstadt Arcadia Bay, um auf der Blackwell Academy Fotografie zu studieren. Um die typische amerikanische Geschichte perfekt zu machen, handelt es sich bei Max nicht um die typisch beliebte Mitschülerin, sondern eher um das unauffällige graue Mäuschen.

In der ersten Episode des Adventures werden die unterschiedlichen Charaktere eingefügt und deren Verbindungen erklärt. Max erfährt im Laufe der ersten Episode, dass eine gewisse Rachel Amber verschwunden ist und die ganze Schule ist wegen dieses Vorfalls in heller Aufregung. Zusätzlich stellt sich raus, dass Rachel Amber die neue beste Freundin von Cloe ist. Cloe war damals die beste Freundin von Max und nachdem sie ihrer Heimatstadt den Rücken gekehrt hat, brach zwischen ihnen auch der Kontakt ab.

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Das Hauptthema der ersten Episode war Rachel und deren Verschwinden. In der zweiten Episode entfernen sich die Entwickler etwas von diesem Ereignis und konzentrieren sich auf den Charakter Kate, den man auch schon in der ersten Episode kennenlernt.

Kate ist verzweifelt und Max versucht ihr beizustehen. Ein unbekannter hat ein erniedrigendes Video von ihr hochgeladen und zusammen versuchen sie Licht in das Dunkel zu bringen. Neben diesem Ereignis trifft Max in der zweiten Episode auch die Mutter von Cloe und langsam nimmt die Geschichte um das Verschwinden von Rachel Fahrt auf.

Gerade in Episode drei merkt der Spieler wie seine Entscheidungen die Handlung beeinflusst haben. Das unglaublich intensive Staffelfinale der zweiten Episode wird fortgesetzt und zusammen mit ihrer ehemaligen besten Freundin Cloe versucht Max das Verschwinden von Rachel Amber aufzuklären. Es stellen sich viele Fragen und die dritte Episode ist intensiver als alle vorherigen. Auf einmal spielt die Natur verrückt und der Cliffhanger der dritten Episode lässt viele Spieler fragend und angespannt zurück.

Die vierte Episode wirkt erstaunlich erwachsenen und düster. Hier sind kaum noch die Probleme der Teenies vorherrschend, sondern es geht in der Realität um Leben oder Tod. Das Verschwinden von Rachel steht im Vordergrund und Max und Cloe sind endlich wieder richtig gute Freunde geworden. Der Spannungsbogen wird intensiver und das Ende der vierten Episode lässt wieder zu viele Fragen offen und macht Lust auch noch die letzte Episode von Life is Strange zu verschlingen.

Charaktere

LifeisStrange_screenshot_chloegun_11_1407765874.08.2014_01Wie in einem amerikanischen Teenie-Film gibt es auch in Life ist Strange zahlreiche unterschiedliche Charaktere.

Zum einen wäre hier die Hauptprotagonistin Max. Sie ist das graue Mäuschen oder eher gesagt der typische Geek. Ihr Hobby ist das Fotografieren und was ihren Freundeskreis angeht, lebt sie eher zurückgezogen und unauffällig.

Dann wäre da noch Cloe. Diese lernen wir im Laufe der ersten Episode kennen und Cloe passt in keine bestimmte Kategorie. Sie lebt gerne, wie es ihr gefällt und hält sich ungern an Regeln. Blaue Haare und Skater-Look sind ihre wichtigsten Merkmale. Zusätzlich war Cloe früher einmal die beste Freundin von Max.

Neben diesen beiden Protagonisten gibt es noch zahlreiche andere Charaktere in Life is Strange. Auf der einen Seite haben wir die Sportler, dann die beliebte Mädchen-Clique und die typischen Außenseiter. Die Entwickler von Life is Strange spielen mit den verschiedenen Archetypen und es macht Spaß die unterschiedlichsten Charaktere kennenzulernen.

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Gerade bei Charakteren ist eine bestimmte Glaubwürdigkeit wichtig und die liefert Life ist Strange. Man kann sich mit den unterschiedlichsten Charakteren identifizieren und leidet, wenn diese leiden. Durch die interessanten Charaktere und deren Vielschichtigkeit erhält diese Kategorie eine Wertung von 9,7.

Gameplay

Max_Tools_1407851741Das wichtigste Element in Life is Strange ist die Möglichkeit die Zeit zurückzudrehen. Wenn man sich an bestimmten Punkten im Spiel für eine Option entschieden hat, hat man fast immer die Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen und sich nochmals anders zu entscheiden. Gerade hier wird es deutlich, welch großen Einfluss Entscheidungen im Spiel haben.

Im Vergleich zu anderen Episoden-Adventures hat man in Life is Strange ungewohnt viel Zeit sich mit den unterschiedlichsten Charakteren zu unterhalten und deren Geschichte zu erfahren. Keine Hektik ist vorhanden und kein Zeitlimit läuft ab, um sich für eine bestimmte Gesprächsoption zu entscheiden.

Max fotografiert gerne und auch das wurde als Gameplay-Element übernommen. Überall in der Spielewelt hat man die Möglichkeit Fotos zu schießen. Hält man die Augen offen und untersucht jedes Gebiet genau, bekommt man sehr oft die Möglichkeit wunderschöne Aufnahmen zu schießen.

Durch die eingeschränkte Interaktion in der Umgebung erzählt Max ihre Geschichte. Man kann zahlreiche Gegenstände anklicken oder benutzen. In vielen Situationen hat Max einen Kommentar übrig und erzählt Geschichten aus der Vergangenheit.

Das Gameplay ist flüssig und dadurch erhält man ein gutes Spielgefühl. Auch die vielen verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten laden zum Ausprobieren ein. Es macht Spaß die Welt zu entdecken und die Vergangenheit aufzudecken. Die Kategorie Gameplay erhält eine Wertung von 9,3.

Grafik & Sound

Chloes_bedroom_1407851738Bei der Grafik scheiden sich die Geister. Manchen wird der Comic-hafte Stil gefallen und anderen wäre bei so einer Art Geschichte mehr Realismus lieber gewesen. Alles in allem passt der Grafikstil unserer Meinung nach gut in das Gesamtkonzept.

Leider merkt man hier und da Schwächen und gerade auf der PlayStation 4 wäre sicherlich mehr drin gewesen. Aber das Spiel lebt von der dichten Atmosphäre der Geschichte und da fallen die manchmal unscharfen oder verwaschenen Grafiken kaum auf.

Der Soundtrack ist wirklich stimmig und in jeder Situation bekommt man unterhaltsame und mitreißende Titel auf die Ohren. Gerade die typisch amerikanische Campusstimmung ist passend eingefangen und die Musik passt zu jeder Situation. Auch die Synchronisation ist gut gelungen und die jeweiligen Emotionen werden von den Sprechern gut getragen.

Der eigenwillige Grafikstil kann überzeugen, wird aber nicht jedem gefallen. Beim Soundtrack sieht die Sache schon anders aus. Alles passt zusammen und die Musik erhöht in vielen Momenten zusätzlich die Spannung. Die Kategorie Grafik & Sound erhält eine Wertung von 8,6.

Schwierigkeitsgrad & Spielzeit

screenshot7_1437986708Ein wirklicher Schwierigkeitsgrad ist nicht vorhanden und durch das Feature jederzeit die Zeit zurückzudrehen, kann man sich immer wieder aufs Neue an bestimmte Aufgaben wagen. Auch die Rätseleinlagen sind keine Kopfnüsse und so muss man in vielen Situationen nur die Umgebung beobachten und erhält dadurch schon zahlreiche Hinweise.

Die Spielzeit an sich ist variabel und hängt davon ab, inwieweit man als Spieler in die Welt von Life is Strange abtauchen möchte. Schaut man sich wirklich alles an oder ist einem die Geschichte wichtiger? Je nachdem, wie man sich entscheidet, kann man pro Episode ca. von einer Spielzeit von 3-4 Stunden ausgehen.

Veteranen werden sich bei dem kaum vorhandenen Schwierigkeitsgrad unterfordert fühlen und ziemlich schnell zum Ziel kommen. Hier hätte der Entwickler Dontnod ruhig tiefer in die Trickkiste greifen können. Die Spielzeit pro Staffel ist akzeptabel und typisch für Episodenspiele. Daher erhält diese Kategorie eine Wertung von 8,3.

Fazit

Life ist Strange ist ein wirklich interessantes Abenteuer. Die vielen unterschiedlichen Charaktere tragen die Stimmung und durch die vielen Cliffhanger möchte man immer weiterspielen. Auch die Story der verschwundenen Rachel ist sehr interessant und wird hoffentlich im bald erscheinenden Finale würdig zu Ende gebracht. Wer auch mal abseits von Telltale spannende Episoden-Adventure erleben will, kann beruhigt bei Life is Strange zuschlagen.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Charaktere
9.7
Gameplay
9.3
Grafik & Sound
8.6
Schwierigkeitsgrad & Spielzeit
8.3
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