Nachdem der Auftakt jener Romance-Reihe unsererseits äußerst kritisch betrachtet wurde, möchten wir im Folgenden diesen Eindruck erneut prüfen. Das Ergebnis fassen wir in einer Review zum zweiten Band von soras Shoujo-Manga zusammen.

Der zweite von bereits drei erhältlichen Bänden erschien ebenfalls bei altraverse auf Deutsch. Bei deren Redaktion wir uns vorangestellt für die Zusendung eines Lese-Exemplars bedanken möchten.

Achtung! Es handelt sich um die Review eines zweiten Bandes, weswegen im Folgenden einige Spoiler zur Geschichte enthalten sind!

Handlung

Mikoto beginnt sich ihrer Gefühle für den saloppen Physiklehrer Jin bewusst zu werden nachdem dieser sie vor dem Sprung in die Tiefe bewahrt hat. Ihr Lehrer gestand in diesem Zuge seine Liebe für die Elftklässerin. Nun macht dieser Mikoto weitere Avancen.

Sowohl ein Sportfest als auch der Valentinstag sind Events, die der zweite Band behandelt. Dabei tritt zudem gleich in Kohai, ein jüngerer Mitschüler, Mikotos in die Geschichte ein. Dieser bemerkt zugleich die ungewöhnliche Beziehung zu ihrem stellvertretenden Klassenlehrer. Währenddessen entwickeln sich Mikotos Gefühle weiter.

Doch kann sie sich seiner aufrichtigen Gefühle für sie wirklich sicher sein? Wie wird sich die Beziehung der beiden Figuren weiterentwickeln? Antworten auf diese Fragen sollen die folgenden Kapitel wie Bände bieten.

Der zweite Band bietet episodische Einblicke in das weitere Leben der beiden Protagonisten. Dabei scheint die Handlung eine stringentere Struktur als der erste Band zu verfolgen. Somit vergeben wir eine Wertung von 8,0 Punkten.

Zeichenstil

Während die Handlung deutlich zulegte, erscheint der Zeichenstil weiterhin ohne einen Höhepunkt. Sicherlich sind die Zeichnungen ausreichend, um der Geschichte zu folgen – doch stellt sich ein Bedarf nach ausgeprägter Visualisierung ein.

Einstweilen ist darüber hinwegzusehen, jedoch mit der Hoffnung verbunden, dass sich der Stil in den folgenden Bänden weiterentwickelt. Denn eine gute Visualisierung ist bei einem Manga ebenso wichtig wie die Handlung.

Somit vergeben wir erneut 6,5 Punkte für den Zeichenstil.

Perspektive

Erneut beweist Autorin und Zeichnerin sora Gefühl für einen gelungenen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Unterhaltung. So ist die ausgelassene Art des Physiklehrers Jin erfrischend, doch seine Vergangenheit wohl erschreckend betrübt.

Der zweite Band vertieft die zuvor angedeuteten Prämissen ohne signifikante Details für die weiteren Fortsetzungen vorwegnehmen. Es bleibt also in zweierlei Hinsicht spannend: Was geschah in der Vergangenheit Jins und wie wird sein heutiges Ich mit der Beziehung zu einer Schülerin, seiner Schülerin Mikoto, umgehen?

10 Punkte für die gelungene Umsetzung der Perspektive aus unserer Redaktion!

Lieb Mich Noch Bevor Du Stirbst 02 Cover
TSUIRAKU JK TO HAIJINKYOSHI by sora © sora 2018 by HAKUSENSHA, Inc. Tokyo. © Altraverse GmbH – Hamburg 2020

Fazit

Während die Handlung sicherlich qualitativ expandierte, blieb der Zeichenstil unverändert ohne Highlights. Hingegen überzeugte die Perspektive erneut durch ernste wie auch unterhaltende Elemente. Insbesondere die erneute Referenz auf ein Werk der japanischen Popkultur stößt auf Gefallen, wenngleich dies nur ein marginales Detail ist.

Bisher sind drei Bände auf Deutsch erschienen. Der vierte Band ist für kommenden Juli terminiert. Im September soll der fünfte Band sowohl als reguläre als auch als – vermutlich limitierte – Collectors Edition erscheinen.

Abschließend bedanken wir uns zudem bei altraverse für das Bereitstellen eines Prüfexemplars und die damit einhergehende Unterstützung!

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