Review zu Kleine Schätze (Short Story Collection)

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TOKYOPOP startete vor wenigen Monaten die I LOVE SHOJO – SHORT STORY COLLECTION. Unter diesem Label erschienen seitdem einige Bände namhafter Autorinnen. Unter jener Sammlung sind Kurzgeschichten mit Fokus auf das Romance-Genre zu verstehen.

In diesem Artikel behandeln wir hierbei Kleine Schätze, den ersten Band einer Geschichtensammlung von Nana Haruta. Diese veröffentlichte zuletzt Sommer der Glühwürmchen und Stardust Wink bei TOKYOPOP auf Deutsch.

Handlung

Wie eingangs bereits erwähnt, handelt es sich bei Kleine Schätze um eine Anthologie der Autorin Nana Haruta. Diese debütierte bereits in der Mittelschule, weswegen diverse ältere Geschichten bisher unveröffentlicht blieben oder mittlerweile in Vergessenheit geraten sind.

Daher fasste man insgesamt neun verschiedene Geschichten in zwei Bänden zusammen. Kleine Schätze bildet hierbei den Auftakt und umfasst insgesamt vier Kurzgeschichten. Diese umfassen zwischen 50 und 190 Seiten; rund 300 Seiten hat das gesamte Buch.

Die erste Story handelt von einem sehr leidenschaftlichen Mädchen namens Konomi. Diese ist unsterblich in ihren Freund Hiro verliebt. Doch erscheint dieser eher abweisend, weswegen niemand so recht glauben kann, dass die beiden tatsächlich zusammen sind.

Konomi beginnt an den Gefühlen Hiros zu zweifeln und wird durch einen anderen Jungen dabei bestärkt. Dessen Beziehung zu einer ebenso barschen Person erinnert Konomi an ihre eigene Situation. Zusammen möchten die Beiden die Gefühle ihrer Partner auf die Probe stellen…

Ob Konomis Plan aufgeht, ist in Kleine Schätze nachzulesen. Diese, wie auch die drei übrigen Geschichten, bedienen sich zwar bekannter Elemente, gefallen aber sicherlich Fans von kurzweiligen Romance-Geschichten. Somit vergeben wir 7,0 Punkte für die Zusammenstellung.

Zeichenstil

Große Augen, rundliche Gesichter und viele Haarsträhnen sind markante Merkmale des klassischen Shoujo-Stils. Diesem Beispiel folgt die beliebte Ribon-Zeichnerin Nana Haruta seit ihrem Debüt zur Mittelschulzeit.

Zudem ist der Gebrauch von reichlich Rasterfolie ein effektives Mittel ansonsten weiße Stellen zu befüllen. Im Vergleich zu neuen Werken, wie erwähntes Sommer der Glühwürmchen, sind natürlich noch einige Schwächen des Stils zu identifizieren.

Oftmals erscheint die Seitenaufteilung zu unstrukturiert, die einzelnen Panels zu überladen. Dennoch bricht der Lesefluss nicht stetig ab, sodass ein reibungsloses Weiterlesen jederzeit gewährleistet ist.

Die vorliegende Kurzgeschichten-Sammlung offeriert einen Rückblick auf vergangene Illustrationen einer mittlerweile erfolgreichen Künstlerin. Entsprechend ordnen wir diesen ein und empfinden mindestens 7,5 Punkte für den Zeichenstil angemessen.

Perspektive

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NANA HARUTA RENAI MONOGATARISHU © 2015 by Nana Haruta by SHUEISHA Inc., Tokyo. © TOKYOPOP GmbH, Hamburg 2019

Die Perspektive ist stets auf die weiblichen Akteure der Handlung beschränkt. Den männlichen Parts ist lediglich der Ausdruck durch Worte gestattet, jedoch werden keine Gedanken dieser unmittelbar an das Publikum weitergeleitet.

Aufgrund dessen, sowie der limitierenden Gegebenheiten von Oneshots, bleibt diese Darstellung daher oftmals relativ oberflächlich. So auch hier. Sowohl die Handlungen als auch deren Verlauf sind allerdings recht selbsterklärend, weswegen komplizierte Erklärungen als obsolet zu betrachten sind.

Trotz mangelnder Innovationen sind vorhandene Elemente zumindest zweckdienlich genutzt. Wir berücksichtigen darüber hinaus den Umstand des Formats der Anthologie. Daher bepunkten wir die perspektivische Präsentation mit 7,0 Punkten.

Fazit

Die Geschichten sind durchaus den gesetzten Erwartungen gerecht geworden. Insbesondere für Liebhaber von Anthologien oder Fans der Autorin Nana Haruta ist der Band zu empfehlen. Jedoch sind einige Mängel hinsichtlich der Lokalisierung zu vermerken.

So erscheint diese wenig zielgruppengerecht. Im ersten Kapitel wird beispielsweise auf den „Kentucky schreit ficken“-Sketch der RTL Samstag Nacht Bezug genommen. Weder ist dieser jüngeren Lesern bekannt, noch deckt sich dies mit erwähnter Zielgruppe.

Ebenso schade ist, dass die ursprünglich existierenden Kommentare der Mangaka nicht enthalten sind. Ob dies auch in der japanischen Ausgabe der Fall ist, war leider im Zuge unserer Recherchen nicht zu ermitteln. Der abschließende durch die TOKYOPOP-Redaktion verfasste Absatz zur Autorin Nana Haruta ist darüber hinaus veraltet.

Dennoch möchten wir uns bei jener Redaktion herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionexemplares bedanken.

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