Unseren neuen Testkandidaten stellte uns freundlicherweise der Publisher Bandai Namco zur Verfügung. 

Auch bei den Games könnt ihr euch auf wahrheitsgemäße Tests von uns verlassen. Wir reden nichts schön, sagen euch unsere ehrliche Meinung und lassen uns auch nicht bei großen Games durch den Namen einschüchtern.

Neben zahlreichen Rubriken die bei einem Spieletest wichtig sind, gibt es auch hier Rubriken die wir nicht bewerten können. Die Story eines Games wird bei uns immer neutral betrachtet und ist daher von der Wertung ausgeschlossen. Auch das Fazit am Ende enthält keine Bewertung und hier handelt sich immer um eine Momentaufnahme einer einzelnen Person. Bedeutet, dass persönliche Geschmäcker immer unterschiedlich sind und ihr vielleicht manchmal mit uns nicht einer Meinung sein werdet, was die Reviews angeht.

Die vier übrigen Kategorien (Charaktere, Gameplay, Grafik/Sound & Schwierigkeitsgrad/Spielzeit) erhalten je eine Punktzahl zwischen 1–10. Und nun starten wir mit unsere Review zu J-Stars Victory Vs. +.

Story

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Nach einem Jahr Wartezeit kommen nun auch endlich europäische Manga- und Anime-Fans in den Genuss von J-Stars Victory Vs. + für die PS4. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Helden aus bekannten Mangas und Animes warten auf die ungeduldigen Fans und hier kann man mit Fug und Recht behaupten, dass für jeden was dabei sein wird.

J-Stars Victory Vs. + bietet eine Menge unterschiedlicher Modi. Darunter auch der sogenannte J-Abenteuer Modus. Hier kann man entweder die Geschichte von Toriko, Ichigo aus Bleach, Naruto oder Luffy aus One Piece nacherleben. Leider ist man hier, was die Charakterauswahl angeht, mehr als eingeschränkt, was aber den Spielspaß keinesfalls trübt.

Je nachdem welchen Charakter man wählt, erlebt der Spieler auch unterschiedliche  Geschichten. Hat man sich für einen der oben genannten Helden entschieden, beginnt die Reise. Ziel des Trips ist es, das J-Battle Festival zu gewinnen und klarzustellen, dass man der stärkste Charakter im Jump-Universum ist.

Man erledigt unterschiedliche Aufgaben und trifft oft auf zahlreiche Gegner, die es zu bekämpfen gilt. Gerade die Dialoge vor und nach den Kämpfen bringen einen oft zum Schmunzeln, da sie unglaublich witzig sind und den Charme der jeweiligen Serie gut einfangen.

Charaktere

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Insgesamt hat der Spieler 52 unterschiedliche Kämpfer zur Auswahl. Dies ist schon eine enorme Leistung für ein Beat em up. J-Stars Victory Vs. + umfasst daher über 30 verschiedene Serien. Neben bekannten Charakteren wie Luffy, Son-Goku, Naruto oder auch Vegeta bietet das Spiel gerade für Neulinge viele unbekannte Charaktere. Dies ist aber keineswegs schlecht und sorgt gerade im Gameplay für viel Abwechslung, da jeder Charakter unterschiedliche Attacken besitzt.

Gerade Fans der vielen unterschiedlichen Serien freuen sich über die gewaltige Auswahl und können nun endlich selbst herausfinden was passiert, wenn beispielsweise Son-Goku auf Naruto trifft und wer aus diesem Treffen siegreich hervorgeht. Allein die Auswahl ist schon gigantisch und übertrumpft viele Genrekollegen. Daher erhält die Kategorie Charaktere eine Wertung von 10,0.

Gameplay

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Wie oben bereits erwähnt, unterscheiden sich die vielen Charaktere durch ihre Angriffe und zaubern mit wenigen Tasten ein unglaubliches Effektfeuerwerk auf den Bildschirm. Jeder Charakter steuert sich aber dahingehend gleich und hat man einmal das Gameplay verinnerlicht, kommt man mit fast jedem Charakter zurecht. Natürlich haben alle bekannten Charaktere auch ihre Signature-Moves parat und dadurch haben alle Helden einen Wiedererkennungswert und gerade für Fans ist es ein großer Pluspunkt, wenn man als Son-Goku seine Feinde mit dem Kamehameha besiegen kann.

Auch die Schlachtfelder lassen sich in gewohnter Anime-Manier in alle Einzelteile zerlegen und so kommt es vor, dass mein seinen Gegner durch ein ganzes Dorf schleudert. Hier stürzen dann die unterschiedlichen Bauten ein und hinterlassen ein passendes Szenario, welches das ganze Kampfgetümmel noch authentischer wirken lässt.

Grundsätzlich trägt man die Kämpfe im 2 vs. 2 aus. Bei der Charakterauswahl hat man die Möglichkeit sich von einer K.I. begleiten zu lassen oder man zieht zusammen mit einem Freund in die Schlacht, was natürlich um einiges spaßiger ist. Zusätzlich bekommt jedes Team einen weiteren Support-Charakter, der in bestimmten Situationen hinzugezogen werden kann und bei Gefahr dem Team möglicherweise aus der Patsche helfen kann.

Gerade die unterschiedlichen Kombinationen laden zum Ausprobieren ein und bis man die richtige Mischung gefunden hat vergehen etliche Spielstunden. Um die typische Anime– und Mangastimmung noch besser einzufangen, hat man die Möglichkeit, mit den drei ausgewählten Charakteren einen sogenannten „Siegtaumel“ auszuführen. Hier vereinen sich die Helden, um eine ultimative Attacke gegen den Gegner zu starten. Und so, wie aus den Serien gewohnt, ist diese Attacke bildschirmfüllend und wirklich sehr beeindruckend.

Durch die intuitive Steuerung und die Abwechslung im Kampfsystem macht jedes Match Spaß und das Gameplay wirkt nie langweilig. Auch die Möglichkeit sein Team selber zu bestimmen sorgt für Langzeitmotivation, da es etwas Zeit in Anspruch nehmen wird die passende Kombination zu finden. Zusammenfassend kann in der Kategorie Gameplay eine Wertung von 9,0 erzielt werden.

Grafik & Sound

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Alle Helden sind gut animiert und passen hervorragend in das Setting. Auch die Grafikengine wurde passend gewählt und erinnert sehr stark an die Serien. Auch die unterschiedlichen Attacken sind gut umgesetzt und zahlreiche Lichteffekte und bildschirmfüllende Spezialattacken lassen die Herzen von den Fans höherschlagen. Leider wirken die unterschiedlichen Stages nicht mehr aktuell und sehen an manchen Stellen zu altbacken aus. Dies fällt aber in den wirklich schnellen Kämpfen eher wenig auf und verschlechtert somit den positiven Gesamteindruck nicht wirklich.

Zusätzlich zu der passenden Grafikengine hat der Entwickler auch eine wirklich stimmige Soundkulisse in das Spiel eingefügt. Gerade die mitreißenden Tracks treiben die Spieler zu Höchstleistungen an und tragen die komplette Atmosphäre. Auch die Kampfsounds und die japanische Sprachausgabe verdichten die Stimmung und entführen den Spieler in futuristische Welten. Hier hat der Entwickler alles richtig gemacht und kann über die kleinen Mängel bei der Umgebungsgrafik hinwegtrösten. Daher erhält die Kategorie Grafik & Sound eine Wertung von 8,0.

Schwierigkeitsgrad & Spielzeit

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Gerade Neueinsteiger werden sich bei dem schnellen Gameplay schnell überfordert fühlen und in manchen Situationen vielleicht lieber das Gamepad in die Ecke schmeißen als noch mal eine Niederlage über sich ergehen zu lassen. Daher werden gerade Veteranen gefordert und fühlen sich schnell heimisch.

Aber mit viel Übung schaffen Neulinge auch den Einstieg in J-Stars Victory Vs. + und werden mit einem wirklich soliden Beat em up belohnt. Gerade wenn man es nach mehreren Versuchen endlich geschafft hat eine Spezialattacke auf den Bildschirm zu zaubern, wird der Spieler durch die tolle Sequenz belohnt und möchte noch mehr solcher Erfolgserlebnisse erleben. Achtung, Suchtgefahr!

Neben dem bereits erwähnten J-Abenteuer Modus bietet das J-Stars Victory Vs. + noch einige andere Spielmodi. Auf der Siegstraße kämpft man gegen die schwierigsten Teams des Jump-Universums und versucht hier zahlreiche Punkte zu ergattern. Weiterhin ist ein Arcade-Modus mit an Bord und dieser ist Genretypisch aufgebaut. Auch ein Online-Modus wird geboten und neben Ranglistenkämpfen stehen hier auch Freundschaftskämpfe zur Auswahl.

Ihr seht, für den geneigten Spieler wird viel geboten und wenn das noch nicht reicht, kann man mit erspielten Punkten Charaktere freischalten und das alleine sollte schon Ansporn genug sein, sich lange in der Welt von J-Stars Victory Vs. + aufzuhalten. Langzeitmotivation garantiert! Daher erhält die Kategorie Schwierigkeitsgrad & Spielzeit eine Wertung von 8,0.

Fazit

Am Ende kann man dieses Spiel ohne schlechtes Gewissen allen Anime– und Manga-Fans ans Herz legen. Gerade die Vielzahl der Charaktere weiß zu begeistern und wird für viele Stunden an den Bildschirm fesseln. Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte an der eher unausgereiften Optik, aber die trüben nur teilweise den positiven Gesamteindruck. Fans des Beat em up-Genres sollten trotzdem mal einen Blick riskieren, auch wenn sie nicht viel mit dem Jump-Universum anfangen können.

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Überblick der Kriterien
Charaktere
10
Gameplay
9
Grafik & Sound
8
Schwierigkeitsgrad & Spielzeit
8

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