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Die Wilde Schafsjagd von Haruki Murakami, ein etwa 300 Seiten langer Roman erschien erstmalig im Jahre 1982. Warum dieser Roman trotzdem zeitlos ist, zeigen wir euch hier!

Handlung

Der namenlose, Ende zwanzig Jahre alte Protagonist ist soeben geschieden, und arbeitet in einer Werbeagentur in Tokyo. Plötzlich erscheint ein mysteriöser Mann, welcher unglaublich interessiert an einem Schafsfoto zu sein scheint, welches aus jener Werbeagentur stammt. Er beauftragt den Protagonisten damit ein ganz bestimmtes, ein ganz besonderes Schaf zu finden. Scheitert er, würde er dafür sorgen, dass die Agentur und sein ganzes Leben bergab gehen.

Bei dem Schaf auf dem Foto, welches es zu finden gilt, handelt es sich allen Anschein nach um ein Schaf mit besonderen Kräften. Dieses hat unterschiedlichen Berichten nach schon so manche Person den Verstand gekostet. Eine Reise beginnt. Eher eine Suche. Mit 3 Monaten Zeitlimit. Wird der namenlose Protagonist dieses mysteriöse Schaf finden? Und was will dieses Schaf?

Die Handlung klingt zuerst sehr einfach. Ein Mann versucht ein Schaf zu finden, und reist dafür durch halb Japan. Doch wichtiger dabei bleibt zu klären warum dies alles geschieht. Und welche Bedeutung hier jede kleine Handlung am Ende des Romans hat.

Haruki Murakami schafft es aus einer scheinbar simplen Handlung einen Roman zu erschaffen, welcher sowohl Spannung bringt, aber auch das Bewusstsein für die reale Wahrnehmung erweitert. Es geht hierbei um Liebe, die einfachen Dinge des Lebens und Fragen, sowie Gedanken, welcher keiner ausspricht, aber Realität sind.

Die Handlung erhält deshalb eine Wertung von 10,0.

Wer ist Haruki Murakami?

Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto geboren. Bekannt ist er international als Autor, seine Werke wurden in rund 40 Sprachen übersetzt und 2014 erhielt er den Welt-Literaturpreis! In seinem Leben reiste er viel, besonders durch Europa und die USA, arbeitete als Übersetzer für amerikanische Literatur und wurde von der Zeitung TIME zu einer der einflussreichsten 100 Persönlichkeiten der Welt ernannt. Seine Werke erscheinen beim Verlag DuMont.

Schreibstil

Murakamis Stil Geschichten zu erzählen erinnert an eine Fahrt mit dem Zug, bei welcher man über alles Mögliche nachdenkt. Teils wirr, komplex aber sinngemäß. Während der Handlung erfährt der Leser durch scheinbar belanglose Gedankenflüsse mehr über seinen eigentlichen Charakter. Trotzdem bringt der Schreibstil der Erzählung durch seine gewählte Ausdrucksweise auch etwas sehr anspruchsvolles mit sich. Beinahe trifft die Beschreibung „Kunst zum Lesen“ zu.

Fazit

Wilde Schafsjagd ist ohne Zweifel ein unglaublich unterhaltsames Werk. Die Handlung, welche erst simpel erscheint wandelt sich mit jeder Seite zu einem Ergebnis mit größeren Erkenntnissen über das Leben, als es anfangs den Anschein hat.

Der Roman lässt viel Raum für Interpretationen offen: Sogar stellt sich mir als Leser nun die Vermutung, ob das Schaf nicht einfach ein Sinnbild für die böse Seite des menschlichen Seins darstellt, oder tatsächlich nur ein gewöhnliches Schaf ist. Kurz formuliert ist dieser Roman auf jeden Fall eine geistige Bereicherung, und ein Leseabenteuer wert.

Falls ihr nun neugierig seid, und Wilde Schafsjagd lesen wollt, dann könnt ihr euch das Buch unter anderem hier kaufen.

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Überblick der Kriterien
Handlung
10
Schreibstil
9
Mein Name ist Katharina, und ich schreibe für gewöhnlich Manga-Rezensionen oder führe mal das eine oder andere Interview. Derzeit mache ich eine Ausbildung in einer Stadtbibliothek. Mangas haben mich immer fasziniert, in meiner Kindheit bis hin zu meinem Beruf. Sie brachten mir immer Magie, Faszination und großen Diskussionsstoff mit meiner besten Freundin. Neben den Mangas bin ich Instantnudel- und Espressovernichter mit Leidenschaft, ich zeichne gerne aber verbringe auch mal gern einen Nachmittag nur mit Serien.
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