Unseren neuesten Testkandidaten stellte uns freundlicherweise der Publisher Bandai Namco zur Verfügung.

Nachdem wir für euch schon das Remake des ersten Teils von God Eater im Test hatten, folgt nun natürlich auch noch der Nachfolger God Eater 2: Rage Burst. Handelt es sich hier um einen würdigen Nachfolger der Hunting-Reihe oder ist es sogar besser geworden? Antworten darauf findest du hier bei uns im Test.

Die Geschichte von God Eater 2 setzt 3 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers ein. Immer noch hat die Menschheit mit den Aragami zu kämpfen, aber neben dieser schon überaus großen Bedrohung spielt nun auch noch die Natur verrückt und erschwert das Überleben zusätzlich.

Dieser immer wiederkehrende rote Regen verstärkt die Aragami und tötet Menschen. Neben diesen Neuigkeiten dreht sich die Geschichte in God Eater 2 um die Elite-Einheit Blood. Man arbeitet Hand in Hand mit der Fenrir-Fernost-Zweigstelle zusammen und der Spieler selbst spielt wie immer einen Frischling, der gerade seine ersten Schritte in der Elite-Einheit macht.

Gameplay

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Im Grunde orientiert sich das Gameplay am Vorgänger. Auch bei God Eater 2: Rage Burst handelt es sich um einen Vertreter aus der Hunting-Game-Sparte. Entweder treibt man hier die Geschichte durch zahlreiche Dialoge mit den unterschiedlichen Charakteren voran oder aber man begibt sich auf zahlreiche Missionen, die das Ziel haben, die noch vorhandenen Aragami zu dezimieren und deren Ressourcen für bessere Waffen und Ausrüstung zu verwenden.

Wie schon im ersten Teil warten auf den Spieler erst einmal zwei Tutorials, die einem das Spielprinzip näherbringen sollen. Man wird also nicht ins kalte Wasser geschmissen und kann sich in aller Ruhe an die etwas hackelige Steuerung gewöhnen.

Beginnen dann die ersten richtigen Missionen, hat man jederzeit die Wahl, ob man sich direkt in das Gefecht stürzt oder seine Kollegen aus sicherer Entfernung unterstützt. Hier sollte man aber auf jeden Fall die unterschiedlichen Typen der Aragami und deren Schwachpunkte kennen, um die richtigen Taktiken umsetzen zu können.

Neben den bekannten Angriffen kann man auch in God Eater 2 wieder blocken oder ausweichen. Diese Techniken können ab und an euer virtuelles Leben verlängern und helfen oft sich aus brenzligen Situationen wieder zu befreien.

Auch der Burst-Modus ist wieder dabei und hat man seinen Hunger nach den Aragami-Kugeln gestillt, können diese entweder auf die Feinde verschossen werden, um diesen zu schaden, oder aber man versucht seine Freunde damit in den oben genannten Burst-Modus zu schießen. Ist man in diesem Modus, verstärken sich für kurze Zeit die Attacken des Ziels.

Neu hinzu gekommen sind die sogenannten Blood Arts, mit diesen ist es möglich zusätzliche Angriffe für den Charakter freizuschalten. Um diese aufzuleveln, muss man die Arts oft benutzen oder andere Vorausetzungen erfüllen. Neben den Blood Arts haben es auch die sogenannten Link-Support-Devices in den zweiten Teil geschafft. Dies sind besondere Fähigkeiten, die euch im Kampf einen Vorteil verschaffen und im letzten Moment noch das Blatt wenden können.

Einige Neuerungen bringen frischen Wind in das Spiel und Freunde von Hunting-Games werden sich auch schnell zuhause fühlen. Leider wirkt die Steuerung sehr überladen und auch die Abwechslung in den Missionen vermisst man hier und da etwas. Daher erhält der Bereich Gameplay von uns eine Wertung von 8,2.

Präsentation

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Leider sieht man dem Spiel an, dass es sich um eine PS-Vita Portierung handelt. Auch in God Eater 2 wäre gerade, was die grafische Präsentation angeht, um einiges mehr drin gewesen. Obwohl die Kanten glatter wirken und auch die einzelnen Szenen schärfer, fällt hier und da einfach die lieblose Umgebung auf. Gerade diese Problematik reißt den Spieler oft aus der Fantasy-Atmosphäre.

Natürlich sind die Areale weitläufig und auch die Aragami sehen eindrucksvoll aus, aber trotzdem fehlt uns hier die Liebe zum Detail. Kenner der Serie werden viele der vorkommenden Aragami bereits vertraut sein. Hier wurden einfach die Gegner aus Teil eins für den zweiten verwurstet.

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God Eater 2: Rage Burst liefert eine solide Präsentation, keine Ruckler oder Tearing. Trotzdem kann auch Teil zwei grafisch nicht überzeugen. Man merkt zwar, dass nachgearbeitet wurde, aber leider ist es noch zu offensichtlich, dass es sich hier um eine PS-Vita Portierung handelt. Auch bei den zahlreichen Gegnern hätten wir uns mehr Vielfalt erwartet. Der Bereich Präsentation erhält daher nur eine Wertung von 7,3.

Sound

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Der Sound von God Eater 2: Rage Burst lässt leider genauso wie die grafische Präsentation eher zu wünschen übrig.

Was einem Spieler sofort negativ auffällt ist, wenn die Synchronstimmen in den Zwischensequenzen viel zu leise im Vergleich zur Musik sind. Leider kann man auch hier nicht viel in den Einstellungen verändern, da man anscheinend nie die richtige Balance zwischen Musik und Stimmen trifft. Sowas dürfte in der heutigen Zeit eigentlich nicht mehr passieren, schade.

Alles in allem ist aber der Soundtrack wieder vom Feinsten und kann wie schon im ersten Teil vollends überzeugen. Auch der bekannte Stilmix ist wieder vorherrschend und verspricht sehr viel Abwechslung.

Was die allgemeine Synchronisation angeht, bewegt sich God Eater 2: Rage Burst auf einem soliden Mittelmaß. Leider bekommt man oft nicht viel von der Qualität der einzelnen Sprecher mit, da diese wie oben bereits erwähnt, durch die Hintergrundmusik übertönt werden.

Punkten kann ganz klar wieder der tolle Soundtrack aus der Feder von Go Shiina. Hier zeigt sich das Spiel von seiner besten Seite und packt die unterschiedlichsten Emotionen und Szenen in die zahlreichen Zwischensequenzen. Auch die Synchronisation ist okay und wäre die Musik nicht oftmals zu laut, könnte man diese auch öfter im Spiel genießen! Der Sound erhält von uns daher eine Wertung von 8,4.

Umfang

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Was den allgemeinen Umfang angeht, handelt es sich auch bei God Eater 2: Rage Burst um einen Brocken. Zur allgemeinen Spielzeit kann man sagen, dass man ca. 70–80 Stunden benötigt, bis die Credits über den Bildschirm flimmern werden.

Aber auch was das Arsenal angeht, braucht sich der zweite Teil der God Eater-Reihe nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Es gibt zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten von Waffen und Rüstungen und diese lassen sich bei Bedarf auch jederzeit aufrüsten oder mit Fähigkeiten bestücken.

Auch die Möglichkeit seine eigene Munition zu erstellen, bietet unendlich viele Möglichkeiten und daher wird God Eater 2: Rage Burst die Spieler lange an die Konsole fesseln.

Entscheidet man sich dann auch noch alle Missionen zu spielen und nicht nur der Haupthandlung zu folgen kann man locker noch ein paar Stunden auf die Gesamtspielzeit drauflegen. Und wenn es einem alleine mal zu langweilig wird, kann man auch jederzeit in den passenden Online-Modus wechseln.

Der Umfang von God Eater 2 kann uns im Test vollkommen überzeugen und zeigt was ein Hunting-Game in der heutigen Zeit alles bieten kann. Auch wenn die Missionen ab und an die Abwechslung vermissen lassen, macht es Spaß unterschiedliche Materialen zu besorgen und diese zu neuen Ausrüstungsgegenständen zusammenzustellen. Von uns bekommt der Bereich Umfang daher eine Wertung von 10,0.

Fazit

Fans von Hunting-Games erhalten einen soliden Nachfolger, der hier und da noch etwas verbesserungswürdig wäre. Trotzdem findet hier jeder Jäger und Sammler ein neues Zuhause und kann sich stundenlang mit dem vorhandenen Crafting beschäftigen.

Neulinge der Serie sollten sich gerade wegen der Geschichte, erst einmal den ersten Teil von God Eater (Review zum ersten Teil) anschauen. Da hier sonst zu viele Ereignisse auf der Strecke bleiben und im Hauptspiel die Geschichte aus Teil eins nur kurz umrissen wird.

 

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gameplay
8.2
Präsentation
7.3
Sound
8.4
Umfang
10.0
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