Review zu „Die letzte Reise der Schmetterlinge“

©Kan Takahama / Carlsen

Bei „Die letzte Reise der Schmetterlinge” handelt es sich um eine mitreißende Graphic Novel aus dem Hause Carlsen. Vielen Dank an Carlsen für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Handlung

©Kan Takahama / Carlsen

In der Graphic Novel geht es um Kicho, einer Kurtisane des Freudenviertels in der Edo-Periode. Man lernt dabei sehr viel über das Freudenviertel und die Abläufe in der damaligen Periode. Doch was hat es mit den vielen Gästen auf sich und dem kranken Mann, den die Kurtisane offenbar kennt?

Es ist eine fesselnde Geschichte von Liebe, Tod, Krankheit und der traurigen Realität. Anfangs kann man der Geschichte etwas schlecht folgen, aber nach nicht mal der Hälfte hat man einen guten Überblick über die Geschehnisse.

Eine recht kurze Graphic Novel, die jedoch mit fesselnder Handlung überzeugt. Man erweitert beim Lesen der Graphic Novel auch zunehmend seinen Horizont. Die Handlung verdient eine Wertung von 10,0.

Zeichenstil

Die Zeichnungen sind groß, dennoch detailreich. Man erkennt die Charaktere und auch ihre Kleidung bestens. Das Verstehen und Nachvollziehen ihrer Emotionen sind durch die Zeichnungen begünstigt. Auch die Umgebung ist meist zur Zufriedenheit gezeichnet. So kann man sich gut vorstellen, wie es zur damaligen Zeit ausgesehen haben mag.

Der Zeichenstil unterscheidet sich hier zwar von einem normalen Manga, macht aber die Geschichte und die Umsetzung keinesfalls schlechter. Im Gegenteil, er passt perfekt zur Geschichte.

In der Graphic Novel findet man wieder einige Vermerke, die Begriffe erklären. Diese stehen gern mal unter oder seitlich des Textes. Die seitlich angebrachten Bemerkungen können den Lesefluss stören, da man sich verleitet fühlt, diese sofort zu lesen.

Da wir die Umsetzung dennoch als gelungen befinden, außer die manchmal ungünstige Platzierung der Vermerke, verdient die Graphic Novel in dieser Kategorie eine Wertung von 9,0 Punkten. 

Perspektive

Die Perspektive wechselt meistens zwischen Kicho, ihren Leuten, die sie liebt, als auch zu den Leuten in ihrer Umgebung. So lernt man die Gefühle der verschiedenen Personen kennen und welche Gründe sie haben so zu fühlen.

Vieles der Sicht ist auch auf Vorurteile und Behauptungen zurückzuführen, denen Glauben geschenkt wird. Dennoch lässt sich davon keiner beirren und vergewissert sich selbst von dem Ergebnis.

Die Perspektive ist wie immer gut gewählt und gibt Einblicke darauf, wie Kicho auf unterschiedliche Leute wirkt. Wohlverdient gibt es hier eine Wertung von 10,0 Punkten.

Fazit

Eine super mitreißende Graphic Novel, mit der man auch noch etwas über die japanische Kultur lernt. Empfehlen wir für jeden, der Graphic Novels mag und nebenbei etwas über die Geschichte Japans lernen möchte.

Kaufen könnt ihr euch die Graphic Novel hier:

Überblick der Kriterien
Handlung
10
Zeichenstil
9
Perspektive
10

Stellvertretender Chefredakteur bei Japaniac. Zuständig für Gewinnspiele oder andere Specials. In meiner Freizeit habe ich nichts gegen eine entspannte Runde an der Konsole. Leidenschaftlicher Anime-Fan und nerdiger Otaku seit mehreren Jahren.