Peppermint Anime hat uns für eine Rezension mit der Standard-Version zu Black Bullet Vol. 1 als Blu-ray ausgestattet. Vielen Dank dafür. Ob sich ein Kauf der Volume lohnt, erfahrt ihr weiter unten.

Bevor wir mit dem Review beginnen, noch ein paar kurze Infos zum Aufbau des Reviews: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also, fangen wir an!

Inhalt

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Die Blu-ray beeinhaltet 7 von 13 Episoden, wodurch Fans hier nur zwei Volumes für eine komplette Staffel kaufen müssen. Jedoch sind hier keine Extras, wie Booklets usw. zu erwarten. Die Limited Edition enthält jedoch noch eine CD mit den Soundtracks der Serie, die wir für die Rezension nicht erhalten haben und somit nicht bewerten können.

Auch das Menü enthält keine spannenden Extras. Fans der Serie bekommen also zu einem günstigen Preis eben nur das Nötigste und Trailer. Bei 45€ für 7 Episoden ist dies aber verkraftbar. Aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses bekommt der Inhalt deshalb eine Wertung von 9,3.

Die Handlung

2021 fegte ein Virus über die Welt, und die Menschheit stand kurz vor dem Aussterben. Der sogenannte Gastrea-Virus verwandelt befallene Menschen in riesige Insekten, die sogenannten Gastrea. Sie sind schnell, stark, aggressiv und haben eine erhöhte Regenerationsfähigkeit. Die Menschheit überlebt in kleinen, speziell gesicherten Bezirken, die über ganz Japan verteilt sind, immer in der verzweifelten Angst vor eine Gastrea-Pandemie

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Ihre letze Hoffnung im Kampf gegen die Gastrea sind Agenten. Sie kämpfen in Zweierteams aus einem Agenten und einem sogenannten Initiator. Der Schüler Rentaro ist ein solcher Agent und arbeitet in einer privaten Sicherheitsfirma. Sein Initiator ist das kleine Mädchen Enju. Eines Tages erhalten sie von der Regierung einen Auftrag: Sie sollen Tokio vor seiner totalen Zerstörung bewahren.

Die Qualität

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Bei der Qualität merkt man scheinbar die Grenzen von 7 Episoden auf einer Disc. Es sind Stufen bei den Farbverläufen erkennbar (Banding), und das auch bei nicht so kontrastreichen Szenen. Hier muss man abwägen, ob die Qualität daran gelitten hat. Der Ton jedoch ist sehr gut gelungen und scheint durch die eng befüllte Disc keinen Schaden genommen zu haben. Eine Wertung von 9,2 hier ist wohl angemessen.

Die Synchronisation (Dub)

Bei der Synchronisation zeigt sich peppermint anime mutig und lässt die Honorative wie -san, -kun und -chan stehen. Für einige Fans dürfte das aufgrund der ansonsten sehr deutschen Übersetzung befremdlich wirken. Auch Sensei bleibt erhalten, was beim nächsten Punkt leider eher seltsam wirkt, denn Onii-chan wurde seltsamerweise übersetzt. Eine klare Linie ist also nicht zu erkennen.

Die Stimmen dagegen sind großteils gut gewählt worden. Rentaro hat ein passendes Pendant zum japanischen Sprecher erhalten. Jedoch wirkt Enju eher nervig und somit im Gegensatz zur japanischen Besetzung überspitzt. Manche Fans könnte das durchaus auf die Palme bringen, wenn sie anfängt zu reden.

Die Dialoge sind recht gut übersetzt worden. An manchen Stellen finden sich hölzerne Sätze, die ohne Emotionen rüberkommen, aber im Großen und Ganzen ist die Synchronisation recht gelungen. Deshalb hier eine Wertung von 8,8.

Der Untertitel (Sub)

Bei den Untertiteln sind Rechtschreibfehler schwierig zu finden. Dadurch ist schon mal der Lesefluss gut geworden. Allerdings gibt es ein paar Stellen, wo die Übersetzer schlampig waren. Z. B. heißt es im Dub „Enju und ich“, aber im Sub steht „Ich und Enju“. Wie jeder weiß, nennt sich der Esel immer zuerst …

Auch wurde manchmal oder eher selten der Dativ mit dem Akkusativ getauscht. Ob da jemand geschlafen oder nicht in Deutsch aufgepasst hat, kann ich leider nicht sagen. Auch das Timing weißt einige Fehler auf. Der Lead-in und Lead-out setzen oft verzögert oder zu früh ein, Keyframes wurden nicht eingehalten und generell wirkt es eher lieblos. Der Untertitel wirkt deshalb auch anfangs irritierend und zieht sich so durch alle Episoden.

Aufgrund dieser Mängel erhält der Sub eine Wertung von 7,6.

Unterhaltungsfaktor

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Auch wenn ein paar Schwachstellen im Dub und Sub zu finden sind, stört das den Unterhaltungswert überhaupt nicht. Black Bullet ist eine Serie voller Emotionen. Man kann lachen, mitfühlen und Charaktere förmlich mithassen. Bei 13 Episoden eine solche Charakterbindung hinzubekommen, ist gar nicht so einfach.

Fazit

Die Vol.1 von Black Bullet ist zwar kein Meisterwerk geworden, aber sie gibt Fans das, was sie auch wollen. Anime-Episoden zu einem recht fairen Preis. Dabei muss man auch ein paar Schwächen in Kauf nehmen. Dennoch würde ich die Blu-ray allen, die sich mit dem Anime identifizieren können, ans Herz legen. Alle anderen sollten sich erstmal den Trailer anschauen und dann entscheiden.

Bilder: ©Kinema Citrus, Orange/©Shiden Kanzaki, Saki Ukai

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Überblick der Kriterien
Inhalt
9.3
Qualität
9.2
Synchronisation (Dub)
8.8
Untertitel (Sub)
7.6
QUELLEpeppermint anime
Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!