Unsere Redaktion las kürzlich, wie zugesichert, auch die Fortsetzung zum soften Boys Love-Titel An jenem sonnigen Tag von Techno Samata. Der Auftakt überzeugte kaum, nun präsentieren wir unser finales Urteil!

Erfreulich ist zunächst drauf hinzuweisen, dass der Abschlussband insgesamt 244 Seiten umfasst – ohne Aufpreis, aber mit einer Farbseite. Der Kosten-Nutzen-Faktor hinsichtlich der Ausstattung ist somit bereits gegeben.

Es handelt sich im Folgenden um eine Review zu einem zweiten Band:

Spoiler-Warnung!

Handlung

Nachdem die Prämisse um den Sonnenschirm aufgeklärt ist, stellt sich ein neuer Alltag für die beiden Protagonisten – Seth und Minato – ein. Nach dem Kuss auf die Wange ist Minato sich seiner Gefühle unsicher. Er hinterfragt, ob er für Seth möglicherweise mehr als nur Bewunderung empfindet.

Das anstehende Fest soll Minato Möglichkeit bieten, Seth näherzukommen. Zugleich holt den schüchternen Protagonisten auch seine eigene Vergangenheit ein. Die Sportverletzung sowie die folgende Flucht von der Stadt aufs Land, die im ersten Band nur äußerst oberflächlich thematisiert wurden, finden Vertiefung.

Ob Seth und Minato zueinander finden werden? Schließlich ist auch der Altersunterschied von immerhin zwölf Jahren eine große Hürde…

Der Abschlussband verlieh der Geschichte eine umfassende Tiefe und erfüllt zugleich die Erwartungen an einen zarten Boys Love-Titel. Somit vergibt unsere Redaktion für die Handlung 8,0 Punkte.

Zeichenstil

Weiterhin ruhig erscheint der Zeichenstil, doch trägt die angezogene Dynamik der Handlung zu einer abflachenden Monotonie der Illustrationen bei. Die vormals als eher langweilig kategorisierten Zeichnungen, wirken nun deutlich stimmiger.

Die spärlich gefüllten Hintergründe werden im zweiten Band ebenfalls durch die angezogene Geschwindigkeit der Erzählung weniger auffällig, wenngleich diese Schwäche weiterhin besteht.

Somit erhöht unsere Redaktion die Bepunktung auf 7,5 Punkte.

Perspektive

Positiv zu erwähnen ist vor allem der nachgelegte Tiefgang hinsichtlich Minatos Vergangenheit. Dieser trifft im Abschlussband auf zwei Mitglieder seines ehemaligen Schulclubs. Zugleich gewährt Autorin Techno Samata Einblick in den beruflichen Hintergrund Seths.

Neben Ortswechsel erfahren die Leser nun auch Einblicke in Seths Gedankenwelt, während zuvor lediglich Minato abgedeckt wurde. Insofern zeigte der Abschlussband ebenso eine positive Entwicklung, verglichen mit dem ersten Band der Reihe.

Japaniac vergibt 8,0 Punkte für die Perspektive. Trotz erhöhter Seitenzahl erscheinen einige Verläufe zu übereilt, zu oberflächlich behandelt.

Fazit

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HIGASA CHAN © TECHNO SAMATA, GENTOSHA COMICS. 2018 by GENTOSHA COMICS Inc., Tokyo. © TOKYOPOP GmbH, Hamburg 2019

Der Manga legt im zweiten Band, und damit bereits dem Abschlussband, deutlich zu. Die anfangs gemächliche Handlung entwickelt sich zu der versprochenen soften Geschichte. Wer einen Kuss sehen möchte ist mit diesem Titel jedoch schlecht beraten. So sind Boys Love-Elemente wirklich nur sehr moderat gesät.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des finalen Bandes sei darüberhinaus positiv zu bemerken: insgesamt 244 Seiten, aber mit einer Farbseite zu einem Standard-Preis von 6,99 Euro (D).

Neben An jenem sonnigen Tag, hält TOKYOPOP zahlreiche weitere Boys Love-Manga lieferbar. Trotz diverser Neuerscheinungen sollten diese nicht vergessen werden. So verstecken sich unter diesen mögliche Perlen, die es nicht zu vernachlässigen gilt!

Abschließend bedanken wir uns bei der Redaktion von TOKYOPOP für die Bereitstellung des Abschlussbandes.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Handlung
8
Zeichenstil
7.5
Perspektive
8
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2000

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Cindy Wendrock
Gast
Cindy Wendrock

Vielen Dank für die tolle Review. Ich mag die Story von „An jenem sonnigen Tag“. Besonders mochte ich die Erzählweise bzw. die Kapitel. Die Idee in jedem Kapitel einen kleinen Blick in das Leben von Seth und Minato zu werfen hat mich sehr angesprochen.
Ein bisschen gewundert habe ich mich über die Übersetzung. Im ersten Band war Seth der Sonnenschirm-König. Im zweiten plötzlich der Sonnenschirm-Prinz. Das hat mich ein kleines bisschen verwirrt und auch etwas gestört.