Mit Tokyo Ghoul:re geht die Geschichte der Ghoule nach dem Tod von Ken Kaneki in der dritten Staffel weiter. In Japan wurde die Staffel letztes Jahr in der Spring-Season das erste Mal ausgestrahlt. Ist die Geschichte jedoch trotz dem Tod von Hauptcharakter Ken noch spannend und interessant genug?

Bevor wir mit der Review beginnen hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also fangen wir an!

Tokyo Ghoul Re Cover
© Sui Ishida/Shueisha, Tokyo Ghoul:re Production Committee

Daten

Veröffentlichungsdatum: 29.03.2019
Medium: BD
Extras: Booklet, Clear Opening & Ending
Länge: 75 Minuten
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (1920x1080p)
Ton:
Deutsch: DTS-HD MA 2.0
Japanisch: DTS-HD MA 2.0
FSK: 16

Handlung

Tokyo Ghoul Re Screenshot1
© Sui Ishida/Shueisha, Tokyo Ghoul:re Production Committee

Noch immer halten die Ghule Tokyo in Atem – denn sie leben unter den Menschen und ernähren sich von deren Fleisch. Ungefähr zwei Jahre nach der großen Schlacht gegen die Eule hat das CCG, die Behörde zum Kampf gegen Ghule, aufgerüstet und eine neue Spezialeinheit ins Leben gerufen: die Quinks. Durch eine experimentelle Operation besitzen sie Krallen sowie die Stärke und Eigenschaften ihrer Gegner. Unter der Leitung von Mentor und Halbghul Haise Sasaki sollen die jungen Ermittler die Ghule von nun an also mit ihren eigenen Waffen schlagen. Bisher hat das ungleiche Team jedoch kaum Ergebnisse gebracht und muss seinen Wert erst noch unter Beweis stellen. Eine Gelegenheit dazu bietet sich bei der Suche nach Torso, der Jagd auf Frauen macht und ausschließlich ihren Rumpf verspeist… (© KAZÉ Anime)

Unterhaltungsfaktor

Tokyo Ghoul Re Screenshot2
© Sui Ishida/Shueisha, Tokyo Ghoul:re Production Committee

Die ersten drei Episoden der 24-teiligen dritten Staffel des Tokyo Ghoul-Franchise sind alle ziemlich durchwachsen. Die erzählerische Tiefe in der jeweiligen Folge fehlt ein bisschen, wenn man diese Staffel mit dem bisherigen Anime vergleicht. Auch bei den Kämpfen ist wenig Spannung mit dabei, wobei der ein oder andere Kampf durchaus Potenzial hatte. Beispielsweise wäre bei dem Kampf zwischen Haise Sasaki und Nishiki Nishio sehr viel Luft nach oben gewesen.

Einzig positive Punkt war hierbei, dass man schon in den ersten drei Episoden bekannte Charaktere wieder trifft. So kamen schon neben Nishiki auch unter anderem Touka, Ayato, Shuu oder auch Juuzou vor.

Aufmachung & Extras

Tokyo Ghoul:re kommt mit dessen ersten Volume in einem mittlerweile schon standardisierten Sammelschuber zu euch in die Regale. Vom Cover passt es sehr gut zur Stimmung der darin enthaltenden Episoden. Zusätzlich sind alle wichtige Charaktere der Episoden 1-3 auf dem Cover vertreten.

Die Extras sind zwar überschaubar, haben es jedoch schon ganz schön in sich. Das Booklet bietet euch sehr viele Hintergrundinformationen zu Tokyo Ghoul:re und gibt Einblicke in die Arbeit an dem Anime. Für Opening/Ending-Fans haben die Kollegen von KAZÉ die Clear-Version des Opening & Ending mit reingepackt. Somit ist der Preis von knapp 25 € für die heutige Anime-Szene durchaus vertretbar.

Zusammenfassend bekommt Tokyo Ghoul:re aufgrund des schicken und teils hochwertigen Designs und der sehr interessanten und nützlichen Extras in dieser Kategorie die Wertung von 8,0.

Qualität (Bild & Ton)

Auch die dritten Staffel des Tokyo Ghoul-Epos kommt, wie auch schon die vorherigen zwei Staffeln, mit einer Auflösung von 1920x1080p auf die heimischen Bildschirme. Das Animationsstudio Pierrot hat hier wieder bewiesen, wozu Anime im Stande sind. Die Hintergründe der ersten drei Folgen sind sehr detailreich und sehr realitätsnah gezeichnet.

Staffel 3 fängt, wie die erste Staffel, mit einer Tokyo Skyline-Szene an. Hierbei bemerkt man schon die Realitätsnähe. Bei dieser Szene könnte man meinen, dass sie im realen Leben abgedreht und dann in den Anime eingefügt wurde. Bei den Autos wurde CGI verwendet, jedoch passen sie perfekt in das Bildgeschehen und sind deshalb nicht störend. Die Lichteffekte sind on point eingesetzt und bringen somit auch die letzten Bilder zum Leben.

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Die Charaktere wurden allesamt sehr gut animiert. Alle Bewegungen der Charaktere wurden nachvollziehbar sowie natürlich animiert. Auch bei schnelle Kampfszenen bekommt man noch mit wie genau gekämpft wird. Die typische Anime-Krankheit ab der Halbtotalen ist bei den Episoden 1-3 kaum zu erkennen. Auch bei totalen Kameraeinstellungen sind sehr viele Details an den Charakteren oder Hintergründen noch zu erkennen.

Tokyo Ghoul Re Screenshot3
© Sui Ishida/Shueisha, Tokyo Ghoul:re Production Committee

KAZÉ Anime hat bei der Tonqualität alles richtig gemacht. Die Spezialeffekte sind sowohl passend eingesetzt worden als hören sie sich auch natürlich an. Die Abmischung zwischen Synchronisation, Hintergrundmusik und Spezialeffekte hat auch perfekt harmoniert. Niemals wurde das eine mit dem anderen unnatürlich verdeckt.

Der Soundtrack passt zu dem etwas düsteren Setting von Tokyo Ghoul. Jedoch ist dieser etwas schwächer gegenüber der Soundtracks der letzten beiden Staffeln.

Aufgrund der genannten Punkte bekommt das Volume in dieser Kategorie die Wertung von 9,0.

Synchronisation (Dub & Sub)

KAZÉ konnte bisher für das komplette Tokyo Ghoul-Franchise das Synchrostudio VSI Synchro aus Berlin gewinnen. Dies passierte auch zum Glück bei Tokyo Ghoul:re. Unter der Leitung von Frank Preissler leisteten die Synchronsprecher eine super Arbeit und hauchten der Staffel bisher sehr viel Leben ein. Zusätzlich konnte das Studio die Stammsprecher der vorherigen Staffeln für die aktuelle Serie wieder ins Boot holen. So können wir uns auf die Stimmen von René Dawn-Claude als Ayato Kirishima, Sarah Alles als Touka Kirishima oder Dirk Stollberg als Shuu Tsukiyama freuen.

Jedoch machen auch die neuen Sprecher alles richtig. Sie passen sehr gut auf die jeweiligen Charaktere und wirken nicht fehlbesetzt. Davon hervorzuheben ist Felix Spieß (bekannt als Piccolo aus Dragon Ball Super) als Sprecher von Kuki Urie. Er passt zu seinem Charakter wie die Faust aufs Auge und vertont ihn mit seinen immer wiederkehrenden Selbstgesprächen sehr gut. Die Lippensynchronität ist zu 100 % gegeben.

Die Untertitel sind weiß mit einer dünnen schwarzen Umrandung und deshalb sehr gut zu lesen. Sie wurden immer passend eingefügt und unterscheiden sich aufgrund der Lippensynchronität leicht von der Synchronisation.

Zusammenfassend bekommt dieses Volume aufgrund der perfekten Synchronisation eine Wertung von 10,0 Punkten.

Fazit

Das erste Volume von Tokyo Ghoul:re ist mit seinen ersten drei Episoden noch sehr schleppend, was Spannung und Interesse angeht. Das Design des Sammelschubers ist sehr gut gelungen und hübscht eure Sammlung sehr gut auf.

Der Inhalt des Sammlerstücks ist durchaus überschaubar. Jedoch ist dieser ganz schön interessant und passt somit zu dem angebotenen Preis. Die Bild- und Tonqualität ist bei Tokyo Ghoul immer wieder von einem anderen Stern. Top realistische Hintergründe sowie immer gut animierte Charaktere. Die Abmischung des Tons ist ebenfalls sehr gut gelungen. Lediglich der Soundtrack ist noch nicht so ganz der vorherigen Staffeln würdig.

Die Synchronisation (Dub und Sub) ist auf einem sehr guten Niveau. Stammsprecher der alten Staffeln sind wieder dabei, neue Sprecher sind passend und bringen viel Sprecherfahrung mit. Was will man mehr?

Hier könnt ihr euch Volume 1 von Tokyo Ghoul:re zulegen:

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Aufmachung & Extras
8
Qualität (Bild & Ton)
9
Synchronisation ( Dub & Sub)
10
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2000

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