„Tokyo Ghoul Jack“ und „Tokyo Ghoul Pinto“ sind zwei halbstündige OVAs, die zwei Charaktere der Hauptstory ein bisschen aufgreifen und eine Nebengeschichte zu diesen Personen erzählen. Beide OVAs sind getrennt in dem Jahr 2015 in Japan erschienen, während Kazé Anime diese hierzulande nun als Bundle veröffentlicht hat. Sind die beiden OVAs allerdings der Serie würdig und ist die Synchronisation genauso gut wie bei der Serie? Dies und vieles mehr werde ich in meiner Review klären!

Bevor wir mit der Review beginnen, hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also fangen wir an!

© Sui Ishida / Studio Pierrot / Kazé Anime

Daten

Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017
Medium: DVD/BD
Länge: 55 Minuten
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (DVD), 1920x1080p (Blu-ray)
Ton:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 (DVD)
Japanisch: Dolby Digital 2.0 (DVD)
FSK: 16

Handlung

© Sui Ishida / Studio Pierrot / Kazé Anime

JACK: Oberschüler Taishi Fura hat keinen Bock mehr auf die Schule und hängt lieber mit seiner Freundin Aki rum. Nach einer grausamen Begegnung mit dem Ghul „Laterne“ scheint er jedoch seine neue Berufung gefunden zu haben: Zusammen mit dem verdeckten Ermittler Kisho Arima will er sich rächen und die Laterne jagen!

PINTO: Als Shu Tsukiyama gerade einen Jogger anknabbert, wird die junge Chie Hori nicht nur Zeugin des Vorfalls, die Hobbyfotografin schießt auch jede Menge Beweisbilder. Zur Überraschung des Ghuls findet Chie durchaus Gefallen an den blutigen Motiven. Doch wird Shu sie damit so einfach davonkommen lassen? (Quelle: amazon.de)

Unterhaltungsfaktor

Sowohl die OVA „Jack“ als auch „Pinto“ sind storytechnisch eine sehr gute Überbrückung zur bald erscheinenden und vor allem heiß ersehnende dritte Staffel. Es sind jetzt keine Meisterwerke wie die Serie, jedoch gut um die zwei Charaktere Kisho Arima („Jack“, kam am Ende der zweiten Staffel zum Vorschein) und Shu Tsukiyama („Pinto“, bekannt als Fanatiker und Verbündeter von Ken Kaneki) näher kennen zulernen. „Jack“ ist außerdem im Gesamten sehr ernst und kampflastig, währende man bei „Pinto“ die Lachmuskeln trainiert und mehr Dialoge zu hören bekommt.

Verpackung & Inhalt

Kazé Anime hat sich bei der Verpackung der Blu-ray-Version sehr angestrengt, was sich zu Einhundertprozent auszahlt. Das Mediabook, in der es Kazé Anime verpackt hat, ist der Wahnsinn. Durch das mit eingearbeitete Booklet verleiht es dem Mediabook den einzigartigen Manga-Charakter. Beide Covers auf dem Mediabook sind sehr schön und detailliert aufgedruckt und beinhaltet alle wichtigen Charaktere von „Jack“ sowie „Pinto“.

Auch der Inhalt, den man in der Verkaufsversion findet, ist wie auch schon bei der Serienveröffentlichung in Relation zum Preis umfangreich. Das Booklet ist sehr schön informativ, sodass es sich lohnt einen Blick hinein zu werfen. Zusätzlich bekommt man drei hauseigene Trailer von Kazé Anime mitgeliefert, die so gut wie bei jeder Veröffentlichung mit dabei ist.

Zusammenfassend bekommt „Tokyo Ghoul – OVAs Jack/Pinto“ aufgrund der sehr schön gestaltenden Verpackung und der angemessenen Menge an Extras in dieser Kategorie von mir die Wertung 10,0.

Bild- & Tonqualität

„Jack“ und „Pinto“ sind beide in einer Bildauflösung von 1920x1080p wie auch schon die Serie zuvor in dem Animationsstudio Studio Pierrot (bekannt für Animes wie „Naruto“ oder dessen Nachfolgeserie) produziert worden. Ich finde die Bildqualität der zwei OVAs einfach atemberaubend schön. Die Hintergründe sind farbenfroh, detailreich und auch sehr realitätsnah gezeichnet worden. Beispielhaft ist die erste Szene in der OVA „Jack“, bei dem man Tokyo in der Vogelperspektive bei Nacht zu sehen bekommt. Die Gebäude sind so realitätsnah gezeichnet worden, dass man denkt, dass Fotokopien in den Anime eingefügt worden sind. Auch die Licht- & Spezialeffekte wurden sehr schön und vor allem passend eingesetzt und verleihen den zwei OVAs Leben.

Auch bei den Charakteren merkt man wie viel Detailliebe drin steckt und jeder Charakter individualisiert gezeichnet worden ist. Natürlich haben die beiden OVAs wie auch schon die Serie und generell Animes das Problem, dass wenn die Kamera die Totale einnimmt, die Details flöten gehen. Sowohl bei „Jack“ als auch „Pinto“ sind diese Fehler allerdings so minimal, dass man da ein Auge zu drücken kann.

© Sui Ishida / Studio Pierrot / Kazé Anime

Die Tonqualität bei „Tokyo Ghoul – OVAs Jack/Pinto“ ist wie auch schon in der Serie auf einem der höchsten Niveaus in der Branche. Der Soundtrack ist wie schon in der Serie passend und ein wahrer Ohrenschmaus, der jede Situation perfekt unterstreicht. Außerdem kann man sich den Soundtrack genauso gut auch ohne den Anime anhören, was man bei nicht so vielen Animes machen kann. Die Abmischung zwischen der Synchronisation, der Hintergrundmusik und den Soundeffekten ist den Machern der OVAs und Kazé Anime sehr gut gelungen.

Aufgrund der atemberaubenden Hintergründen, der so gut wie immer gut gezeichneten Charaktere, des grandiosen Soundtracks und der nahezu perfekten Abstimmung zwischen der Hintergrundmusik und der Synchronisation bekommt die Box von mir in dieser Kategorie die Wertung 10,0.

Synchronisation (Dub & Sub)

© Sui Ishida / Studio Pierrot / Kazé Anime

Die Synchronisation wurde wie auch schon bei den ersten zwei Staffeln der Serie in dem Synchronstudio VSI Synchro in Berlin angefertigt. Diese sehr gute Qualität merkt man auch wieder bei den zwei OVAs. Alle Charaktere wurden super und vor allem passend zur Figur besetzt. Sogar die bekannten Synchronsprecher von verschiedenen Charakteren aus der Serie sind für OVAs nochmal ans Mikro geholt worden. So spricht beispielsweise Dirk Stollberg wieder den verrückten Shu Tsukiyama oder Fabian Oscar Wien wieder den kühnen Kishou Arima.

Die Lippensynchronität ist eigentlich so gut wie immer vorhanden. Die Untertitel sind gelb mit einer dünnen schwarzen Umrandung und deshalb immer sehr gut zu lesen. Sie wurden immer passend eingefügt und unterscheiden sich aufgrund der Lippensynchronität leicht von der Synchronisation.

Zusammenfassend bekommt die Box aufgrund der sehr positiven Synchronisation, der meistens vorhandenen Lippensynchronität sowie der immer gut gesetzten Untertitel eine Wertung von 10,0.

Fazit

Die zwei OVAs sind sehr gut umgesetzt worden. Sie teilen sich gut auf, sodass bei „Jack“ eher die Action im Vordergrund steht und bei „Pinto“ eher der Humor. Der Inhalt des Mediabooks ist für den Preis mehr als angemessen. Dabei ist das Mediabook selbst das Highlight des Inhalts. Die Bild- und Tonqualität ist dank Studio Pierrot wie auch schon in der Serie zuvor einsame Spitze. Bei Bild & Ton können nur wenige Animes Tokyo Ghoul das Wasser reichen. Die Synchronisation (Dub & Sub) ist bei beiden OVAs mit neuen, passenden & altbekannten Sprechern sehr schön geworden.

Hier könnt ihr euch „Tokyo Ghoul – OVAs Jack/Pinto“ zulegen: 

Tokyo Ghoul - OVAs Jack/Pinto
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Überblick der Kriterien
Verpackung & Inhalt
10,0
Bild- & Tonqualität
10,0
Synchronisation ( Dub & Sub)
10,0
Team-& Personalmanager, seit 25. September 2016 für jegliche News rund um Anime-& Mangabereich sowohl in Japan als auch in Deutschland sowie rund Gamingnews zuständig. Allerdings auch für Reviews von Animes & Games zuständig mit dem Ziel Hilfe bei der Kaufentscheidung zu sein. In der Freizeit: Zocken & 24/7 EDM-Musik hören!
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Denis Ahrens
Gast
Denis Ahrens

die ovas finde ich besser als die gesamten 2 staffeln der serie, für mich persönlich funktionert es soviel besser als den blödsinn den sie im2 staffel anime gemacht haben.