Düster, spannend und zweifellos einmalig. Zumindest ist es das, was The Promised Neverland zu erreichen versucht. Doch welche Wahrheit steckt wirklich hinter dem ersten Volume des Anime? 

Bevor wir mit der Review beginnen, hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen drei Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also, fangen wir an!

Daten

The Promised Neverland Bd
©KAIU SHIRAI,POSUKA DEMIZU/SHUEISHA,THE PROMISED NEVERLAND COMMITTEE

Veröffentlichungsdatum: 16.01.2020
Medium: BD
Folgen: 01-06
Länge: ca. 150 Minuten
Bonus: Clean Opening, Clean Ending, Trailer
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1920x1080p / 16:9
Tonformat:
Deutsch: DTS HD MA 2.0
Japanisch: DTS HD MA 2.0
FSK: 12
Preis: 39,90 €

Handlung

The Promised Neverland 2
©KAIU SHIRAI,POSUKA DEMIZU/SHUEISHA,THE PROMISED NEVERLAND COMMITTEE

Emma, Norman und Ray, die im Grace Field Haus aufwachsen, führen ein glückliches und erfülltes Leben. Alle sind Freude und der Alltag sorgt täglich für wunderbare Erinnerungen. Die strengen Regeln im Unterricht gehören dazu, doch ihre Ziehmutter kümmert sich sehr liebevoll um jeden einzelnen. Doch die wichtigste Regel: Das Gelände des Waisenhauses darf nicht verlassen werden. Emma und ihr bester Freund Norman schleichen sich eines Nachts zum Tor, das nach draußen führt. Hier erfahren sie die schreckliche Wahrheit hinter ihrem idyllischen Leben und nichts sollte mehr so sein wie zuvor! Nun planen die Kinder ihre Flucht, doch unter ihnen gibt es einen Verräter… (© peppermint anime)

Unterhaltungsfaktor

The Promised Neverland 4
©KAIU SHIRAI,POSUKA DEMIZU/SHUEISHA,THE PROMISED NEVERLAND COMMITTEE

Jeden Tag das Gleiche zum Anziehen, dieselbe Umgebung, dieselben Leute, und doch gibt es nichts daran auszusetzen. Zumindest nicht, bis man hinter das Tor und die damit einhergehende grausame Welt erspäht. Doch was tun, wenn die eigene Vorstellung der heilen Welt plötzlich den Bach runtergeht und jeder ein potentieller Feind ist?

Zuerst einmal sollte man wohl einen kühlen Kopf bewahren und genauer über seine Lage nachdenken. Rational zu denken fällt jedoch in einer solchen Extremsituation nicht gerade leicht. Obwohl sich Emma und Norman genau in solch einer Situation befinden, versuchen sie sich von niemandem etwas anmerken zu lassen. Da sie jedoch gerade einmal elf Jahre alt sind, ist das relativ unmöglich.

Schon bald wissen noch mehr Kinder im Waisenhaus über die wahre Natur dessen Bescheid und fassen einen einfachen und wichtigen Plan ins Auge: Flucht. Aber auch das ist nicht sonderlich leicht mit einer Gruppe von vielen Kindern in verschiedenem Alter in Angriff zu nehmen. Zum Glück sind Emma, Norman und Ray recht intelligent, um eine mögliche Chance ausfindig zu machen. Doch wie gut wird das gelingen?

Der Anime verzichtet auf eine lange Einleitung und es geht bereits in der ersten Episode zur Sache. Der Spannungsbogen wird sofort gespannt und man rutscht danach auch ständig auf seinem Stuhl hin und her, in der Hoffnung, dass bald wieder etwas passiert. Schließlich möchte man seine eigenen Fragen beantwortet haben.

Ein bisschen schade ist es, dass das Pacing in der ersten Hälfte der Staffel recht langsam vorangeht. So baut der Anime zwar bereits ab Episode 1 Spannung auf, kann sie aber danach nicht konstant halten. Es passiert zu wenig, dass die Spannung komplett aufrecht erhalten werden kann. Zumindest empfindet man so, wenn man sich die Episoden am Stück ansieht.

Abgesehen davon bleibt die Serie stets mysteriös, wirkt aber ab und an nicht sehr realistisch. Vor allem wenn sich die Kinder zusammen finden und Pläne schmieden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie von niemand anderem belauscht oder ausspioniert werden.

Aufmachung & Extras

The Promised Neverland 3
©KAIU SHIRAI,POSUKA DEMIZU/SHUEISHA,THE PROMISED NEVERLAND COMMITTEE

Volume 1 von The Promised Neverland präsentiert sich in einem papierenem Digipack, welches in einen Papierschuber gehüllt ist. Auf der Vorderseite des Schubers sind ein paar der Kinder aus dem Waisenhaus abgebildet. Immer fröhlich lächelnd geht die liebe und gutgläubige Emma voran. Die Rückseite gibt Informationen zum Inhalt preis.

Zieht man das Digipack heraus, so sieht man dessen simple Aufmache. Hier wurde lediglich noch einmal ein Teil des Artworks des Covers des Schubers verwendet und einmal der Schriftzug von The Promised Neverland. Dabei ist auch die FSK-Kennzeichnung aufgedruckt.

Physische Extras gibt es keine. Wer jedoch gerne eine Ausgabe mit Extras kaufen möchte, der kann sich die Collector’s Edition zum Anime im AKIBAPASS Shop bestellen. Dabei erhaltet ihr eine Fülle an Extras. Als digitale Extras gibt es das Clean Opening, Clean Ending und Trailer auf der Disc zu finden.

Der Preis für Volume 1 beläuft sich auf einen Preis von 39,90 € (UVP). Für sechs Episoden geht das soweit in Ordnung, auch wenn das eine oder andere Extra nett gewesen wäre. Auch eine etwas schönere und weniger simple Aufmachung würden den Preis etwas mehr rechtfertigen. Da dies nicht der Fall ist, bekommt diese Kategorie eine Wertung von 8,5 Punkten.

Qualität (Bild & Ton)

The Promised Neverland 5
©KAIU SHIRAI,POSUKA DEMIZU/SHUEISHA,THE PROMISED NEVERLAND COMMITTEE

Der Anime wartet im Gesamten mit einer recht düsteren Stimmung auf, welche durch die genutzten Farben, meist Schwarz und Weiß, perfekt untermalt wird. Zum Teil werden auch fast reine Schwarz-Weiß-Szenen eingebaut, damit die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Farbton in jener Szene gelenkt werden kann.

Auch die Kleidung der Figuren hält sich meist in einfachen Tönen, nur Emma sticht mit ihrer Haarpracht heraus und man könnte sie somit als Hoffnungsschimmer im Dunklen beschreiben. Trotz dessen ist der Farbkontrast recht gering, da sich die negativ auf die gewollte Stimmung ausüben würde.

Der Hauptfokus liegt klar in der Gestaltung der einzelnen Charaktere, auf deren Aussehen wie auch auf deren Charakterzüge. Die Charaktere sind stets sauber gezeichnet, auch wenn sie nur im Hintergrund zu sehen sind. Abgesehen davon läuft das Bild an sich manchmal leider nicht ganz flüssig, was das Erlebnis etwas schmälert.

Der Ton liegt im Deutschen und im Japanischen als DTS HD MA 2.0 vor. Dieser ist während der Episoden stets klar und deutlich zu vernehmen. Beim Opening wird dadurch leider der Gesang etwas in den Hintergrund gestellt, sobald mehrere Instrumente einsetzen.

Ansonsten ist auch die Hintergrundmusik überaus passend für den Anime. Diese wird genau in den richtigen Momenten eingesetzt, um beispielsweise die Dringlichkeit oder die Spannung aufrecht zu erhalten. Gerade wenn mehr Geheimnisse ans Licht geraten, untermalt die Musik die Situation mit der nötigen Dramatik.

Sowohl das Bild als auch der Ton unterstützen die düstere Stimmung der Handlung meist perfekt. Dafür vergeben wir eine Wertung von 8,5 Punkten.

Synchronisation (Dub & Sub)

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Die Synchronisation sticht bei The Promised Neverland als überaus herausragend hervor. Alle Charaktere haben ausnahmslos eine mehr als passende Synchronstimme verpasst bekommen. Es fällt absolut kein Charakter aus dem Rahmen. Vor allem die Synchronsprecher der drei Protagonisten und der Ziehmutter müssen hier sehr gelobt werden.

Die Kinder haben eine Stimme, die ihrem Alter angemessen erscheinen, bringen aber auch den Horror und Schock in deren Stimmen überzeugend rüber. Insbesondere Normans und Rays Tonlage und Wortwahl drücken bereits deren Überlegenheit und Intelligenz aus. Bei „Mama“ Isbabellas Stimme wurde ebenfalls gut differenziert. Einerseits klingt sie liebenswürdig und fürsorglich, und im nächsten Moment jagt sie einem mit einem einzigen Wort und Blick einen Schauer über den Rücken.

Dem geschulten Ohr fallen ab und an ein paar Unregelmäßigkeiten in der Wortwahl auf. Hier wurden manchmal Worte falsch verwendet bzw. Worte benutzt, die es im Deutschen so nicht gibt. Dies fällt aber wirklich nur dann auf, wenn man besonders drauf achtet.

Die Untertitel sind standardmäßig in weißer Farbe mit schwarzer Umrandung vorzufinden. Diese haben immer ein passendes Timing und sind nie zu lang oder zu komplex. Man hat immer genügend Zeit sie zu lesen und zu verstehen. Fehler kamen soweit auch keine vor.

Für eine fast perfekte deutsche Synchronisation und die Subtitles gibt es eine Wertung von 9,5 Punkten.

Fazit

The Promised Neverland 1
©KAIU SHIRAI,POSUKA DEMIZU/SHUEISHA,THE PROMISED NEVERLAND COMMITTEE

The Promised Neverland Vol. 1 wartet mit einer genialen Handlung in einem einzigartigen Setting auf. Die Spannung leidet zwar in den ersten sechs Episoden ein klein wenig, da nicht allzu viel passiert, aber dies hebelt sich durch den Ideenreichtum der Charaktere aus.

Auch wenn die Aufmachung und Extras etwas zu wünschen übrig lassen, lassen das Bild und der Ton den Anime so richtig aufblühen und unterstützen die düstere Handlung in jeder Situation. Am meisten muss man aber die Synchronisation im Deutschen und Japanischen loben. Diese hätte man nicht besser gestalten können.

An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei peppermint anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Kaufen könnt ihr euch den Anime im AKIBAPASS Shop oder direkt hier:

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ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Aufmachung & Extras
8.5
Qualität (Bild & Ton)
8.5
Synchronisation (Dub & Sub)
9.5
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