Parasyte -the Maxim- ist die Anime-Adaption des Sci-Fi Manga aus der Feder von Schöpfer Hitoshi Iwaaki. Dieser Manga wurde schon 1988 publiziert und wurde 2014 als Anime noch einmal aufgefasst. Im Juni diesen Jahres kam nun der Anime zu uns nach Deutschland.

Bevor wir mit der Review beginnen hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also fangen wir an!

Parasyte The Maxim Volume 1 Sammelschuber
Based on the manga „Parasyte“ by Hitoshi Iwaaki, originally serialized in the monthly Afternoon published by KODANSHA Ltd. ©Hitoshi Iwaaki / KODANSHA Ltd. ©VAP/NTV/4cast

Daten

Veröffentlichungsdatum: 01.06.2018
Medium: BD
Episoden: 01-06
Extras: Clean OP, Schuber, Brillenputztuch
Länge: 150 Minuten
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (1920x1080p)
Ton:
Deutsch: DTS-HD 2.0
Japanisch: DTS-HD 2.0
FSK: 16

Handlung

Parasitäre Aliens infiltrieren die Menschheit. Sie graben sich tief in das Gehirn und erlangen so die Kontrolle über ihren Wirt. Zudem können sie unterschiedliche Formen annehmen, um sich von ihrer nichtsahnenden Beute zu ernähren. Auch der 17-jährige Shinichi Izumi wird eines Abends zum Opfer eines dieser unersättlichen Wesen. Er kann den Übergriff auf sein Gehirn gerade noch abwehren, aber der Parasit, den er Migi nennt, nistet sich in seiner rechten Hand ein. Für Shinichi der Beginn eines Alptraums. Doch um zu überleben, müssen sich beide miteinander arrangieren, denn immer mehr Menschen werden von den blutrünstigen Lebewesen befallen. Niemand weiß, wer bereits ein willenloser Handlanger des Grauens geworden ist, außer Migi… (© KAZÉ Anime)

Unterhaltungsfaktor

Parasyte -the Maxim- bringt mit dem ersten Volume frischen Wind in den Anime-Bereich. Es ist weder ein Fantasy-Anime wie beispielsweise Fairy Tail oder Sword Art Online, sondern eher ein düsterer Anime wie Tokyo Ghoul. Mit den Parasiten, die die menschlichen Körper einnehmen und dessen Eigenarten wird sofort von der ersten Minute Spannung erzeugt.

Man weiß nie was als nächstes von den Parasiten ausgeht. Humor ist bei den ersten sechs Episoden nur an manchen Stellen vorgekommen. Das ist jedoch nicht schlimm, da dieser Anime nicht von Comedy lebt. Es passiert der ein oder andere Plottwist, den man nicht so erwartet hätte.

Aufmachung & Extras

Das erste Volume des Anime kommt in einem sehr schicken Sammelschuber zu euch nach Hause. Dieser Schuber ist sehr stabil und besitzt ein angemessenes Design dem Anime entsprechend. Auf dem Cover ist ein mensch gewordener Parasit zu sehen, während darunter das Logo der Serie über einem roten Schleier abgebildet ist. Das Volume selber ist ein Digipack, auf dem der Protagonist Shinichi abgebildet ist.

Der Inhalt ist für den Preis von 43,95 € ganz in Ordnung ausgefallen. Zu dem ersten Volume gibt es einen Sammelschuber, ein Brillenputztuch, eine Clear-Version des Openings, hauseigene Trailer sowie ein hauseigenes Booklet mit den KAZÉ-Veröffentlichungen. Vor allem das Brillenputztuch ist ein gutes Gimmick für Brillenträger oder für Leute mit Sonnenbrillen.

Zusammenfassend bekommt Parasyte -the Maxim- aufgrund des schönen Designs und der ganz praktischen Extras in dieser Kategorie die Wertung 9,0.

Qualität (Bild & Ton)

Die ersten sechs Episoden des Anime kommen auf einer Disc mit einer mittlerweile Standard-Auflösung von 1920x1080p. Die Hintergründe sind leider nur mittlerer Durchschnitt. Sie sind nicht sonderlich detailliert und zeigen auch nicht die Kunst der Anime von der besten Seite. Lediglich wenn es in die Innenräume der verschiedenen Häusern geht, kommt es zu guten Ergebnissen. Beispielsweise ist das Zimmer von Shinichi sehr schön gezeichnet und weist sehr viele Details auf. Die Lichteffekte sind im Generellen jedoch sehr gut gelungen und passen perfekt ins Bild.

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Die Charaktere sind im Einzelnen sehr schön, detailliert und auch farbenfroh gezeichnet. Jedoch wurde sehr viel CGI verwendet, sodass auch Charaktere in Massenscharen mit CGI animiert wurden. Hierbei wirkt alles ein bisschen unnatürlich und nimmt dementsprechend die Stimmung aus dem ganzen Konzept heraus. So sieht man schon in Episode 1 wie Roboter herumstolzieren.

Parasyte The Maxim Volume 1 Screenshot3
Based on the manga „Parasyte“ by Hitoshi Iwaaki, originally serialized in the monthly Afternoon published by KODANSHA Ltd. ©Hitoshi Iwaaki / KODANSHA Ltd. ©VAP/NTV/4cast

Die Tonqualität ist bei Parasyte bisher sehr gut. Alle Soundeffekte sind perfekt getimt und wirken natürlich. Jedoch sind beispielsweise die Bewegungsgeräusche von Migi ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Der Soundtrack ist allererste Sahne. Euch geht nur elektronische Hintergrundmusik in die Ohren. Der perfekte Mix aus Dubstep, Trap, Electro oder Drum&Bass passt wie die Faust aufs Auge im Bezug auf den Plot der Serie. Die Abstimmung zwischen Synchronisation, Soundeffekten und Hintergrundmusik ist perfekt abgemischt und somit on Point.

Aufgrund der genannten Punkte bekommt die Box in dieser Kategorie die Wertung 7,0.

Synchronisation (Dub & Sub)

Parasyte The Maxim Volume 1 Screenshot1
Based on the manga „Parasyte“ by Hitoshi Iwaaki, originally serialized in the monthly Afternoon published by KODANSHA Ltd. ©Hitoshi Iwaaki / KODANSHA Ltd. ©VAP/NTV/4cast

Die Synchronisation entstand unter der Leitung von René Dawn-Claude im Oxygen Sound Studio in Berlin und ist bisher sehr gut. Alle, wirklich alle, Charaktere wurden passend besetzt und wirken somit natürlich. Vor allem bei Migi hat die Besetzung super funktioniert.

Die hohe und etwas ungewöhnliche Stimmfarbe von Cathlen Gawlich, bekannt als Sandy Cheeks aus Spongebob Schwammkopf, verkörpert sehr gut den Parasit Migi. Jedoch hat auch Julian Tennstedt, bekannt als Max Alors aus Fairy Tail, als Shinichi einen echt guten Job gemacht und wurde perfekt ausgesucht. Die Lippensynchronität ist zu 100 % gelungen.

Die Untertitel sind weiß mit einer dünnen schwarzen Umrandung und deshalb sehr gut zu lesen. Sie wurden immer passend eingefügt und unterscheiden sich aufgrund der Lippensynchronität leicht von der Synchronisation.

Zusammenfassend bekommt diese Box aufgrund der sehr guten Synchronisation eine Wertung von 10,0 Punkten.

Fazit

Parasyte -the Maxim- ist bisher ein Anime, der einen düsteren, jedoch frischen Wind in den Anime-Markt bringt. Die Verpackung erinnert an die Veröffentlichung von Tokyo Ghoul, jedoch ist das nichts schlechtes.

Der Inhalt des ersten Volumes wird dem Preis in etwas gerecht. Vor allem das Brillenputztuch ist etwas besonderes, das es davor noch nie so gab. Die Bildqualität ist etwas mau. Die Hintergründe sind meist Mittelmaß und die Charaktere sind leider mit viel CGI unterstützt worden. Der Soundtrack und die Abstimmung in Sachen Ton ist sehr gut geworden und passen zum Anime-Plot.

Die Synchronisation (Dub und Sub) ist einwandfrei. Alle Charaktere, auch alle Nebencharaktere wurden sehr gut besetzt und die Sprecher passen 1:1 auf die Charaktere.

Hier könnt ihr euch das erste Volume von Parasyte -the Maxim- zulegen:

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Aufmachung & Extras
9
Qualität (Bild & Ton)
7
Synchronisation ( Dub & Sub)
10
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