Mit dem vierten Teil von One Piece – Pirate Warriors gehen die Massenkeilereien im Universum von Schöpfer Eiichiro Oda weiter. Wird es an den Erfolg der bisherigen drei Teile anknüpfen oder geht der Spielereihe so langsam die Puste aus?

Erhältlich ist One Piece – Pirate Warriors 4 seit dem 27. März 2020 und wurde von KOEI TECMO Games entwickelt. Publisher der One Piece-Massenschlacht ist Bandai Namco Entertainment.

Im Grunde besteht das Videospiel aus drei verschiedenen Modi. Der erste Modus ist der Story-Modus, in dem ihr die bis zum „Neue Welt“-Abschnitt die zwei wichtigsten Arcs nachspielen könnt: den „Alabasta“-Arc sowie den „Enies Lobby„-Arc. Nach diesen Arcs wird die Hauptstory von One Piece bis zum „Wano Kuni“-Arc ein bisschen detaillierter erzählt. Diese Aufteilung ist jedoch für einen Nicht-Fan schwer verständlich, da die Story vor der neuen Welt nur in Bruchstücken erzählt wird und man somit die Grundhandlung von Eiichiro Oda nicht sonderlich versteht.

Nachdem man die Story bis zu einem gewissen Punkt absolviert hat, werden die anderen zwei Modi freigeschalten. Hier bekommt ihr zum einen noch einen freien Modus, in dem ihr euch komplett frei in den Massenkeilereien austoben könnt. Zum anderen gibt es dann noch den Treasure Log, in dem ihr verschiedene Missionen mit den spielbaren Charaktere abschließen könnt. Falls man bei der Story oder den Missionen Hilfe benötigt, kann man sich jeder Zeit online nach Mitspielern umsehen.

Gameplay

One Piece Pirate Warriors 4
©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc. Developed by KOEI TECMO Games

Die Grundsteuerung ist eins zu eins aus den vorherigen Teilen übernommen, sodass sich eingefleischte Fans der Reihe schnell zurecht finden. Neulinge bekommen zusätzlich auch am Anfang der Story regelmäßig Tipps und Tricks zur Grundsteuerung. Im Grunde benötigt man lediglich die Tasten Dreieck und Viereck zum Kämpfen. Dazu kommen dann noch Spezialattacken, die mit R1 und einer Aktionstaste ausgelöst werden.

Die Charaktere sind hierbei, wie bei einem Kampfspiel üblich, in drei Kategorien eingeteilt: Nah-, Fernkämpfer und Techniker. Bei den 43 spielbaren Charakteren wurde darauf geachtet, dass alle drei Typen gleich viel vertreten sind. Somit ist für jeden Spieler genug Auswahl vorhanden. Man hat außerdem das Gefühl, dass sich jeder Charakter anders spielt, was sehr gut für eine Langzeitmotivation ist. Auch hier gilt eine typische Regel aus dem Kampfspiel-Genre: „Easy to learn, but hard to master“. Somit kommt ein Neuling schnell ins Game, während die Profis sich stetig verbessern können.

Das Menü ist an sich sehr schön und übersichtlich aufgebaut, sodass man schnell zu den Optionen und Infos kommt, die man haben möchte. Deshalb gibt es für das Gameplay von uns gute 9,0 Punkte.

Präsentation

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Die Spiele-Engine, die KOEI TECMO Games hier benutzt hat, ist auf einem sauberen Anime-Niveau. Alles wirk sehr plastisch und gut inszeniert. Ein besonderes Merkmal des Spiels ist außerdem die zerstörbare Umgebung. Von Kisten bis hin zu ganzen Häuser kann alles zerstört werden, was die Wucht des Videospiels und der Massenschlachten sehr gut unterstreicht.

Die Kampfareale sind alle sehr schön programmiert und zeigen, wie schön solche Kampfstätten aussehen können. Von Wüste bis zur schönen Inseln kann man alles innerhalb der Story und Missionen erkunden, wenn auch ein bisschen unter Zeitdruck.

Beim Thema Präsentation gibt es jedoch zwei negative Aspekte. Der Erste wären die Pre-Cut-Scenes. Neben den normalen Cut-Scenes gibt es viele Pre-Cut-Scenes, die die Story noch mehr voran treiben. Hier wirken die Charaktere jedoch zu unnatürlich und die Gestik teils übertrieben und oftmals zum eher falschen Zeitpunkt, da manchmal die Synchronisation etwas zu früh oder zu spät einsetzt. Somit geht der Flair teils verloren.

Das zweite Thema ist die Kamera. Die Kameraführung in den Kämpfen hätte man um einiges besser regeln können. Oftmals ist die Kamera trotz Fixierung auf den Gegner völlig verloren, sodass man sehr schnell den Überblick in den Schlachten verliert. Das nimmt unter Umständen sehr viel Spaß aus der ganzen Sache.

Aufgrund dieser Aspekte bekommt One Piece – Pirate Warriors 4 hier von uns sehr knappe 5,0 Punkte.

Sound

One Piece Pirate Warriors 4 Screenshot 2
©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc. Developed by KOEI TECMO Games

Der Sound in dem Videospiel ist, wie bei den meisten Anime-Games, ein sehr guter Mix aus sanfter, ruhiger als auch fröhlicher und adrenalinsteigender Musik. Sehr gut ist hier auch, dass man sich die verschiedenen Titel im Nachhinein noch einmal gesondert anhören kann. Der Stil der gesamten Musik ist hierbei sehr nah an dem Anime One Piece angelehnt, sodass es eine sehr stimmige Atomsphäre schafft.

Bei den Specialeffects hat der Entwickler ebenfalls nicht gespart. Diese kommen sehr wuchtig herüber und unterstreichen die Brutalität in den Massenkämpfen in einem sehr guten Ausmaß.

Die Synchronisation im Spiel ist auf Japanisch und beinhaltet die Stammsprecher aus der Serie, sodass dies ebenfalls sehr schön zur Gesamtatmosphäre beiträgt. Die Emotionen aus dem japanischen Original sind unvergleichlich und lassen richtig mitfühlen.

Soundtechnisch bietet sich bei One Piece – Pirate Warriors 4 ein sehr gutes Konstrukt. Es hat alles, was das Fan-Herz begehrt und höher schlagen lässt. Hier bekommt das Spiel von uns starke 9,0 Punkte!

Umfang

One Piece Pirate Warriors 4 2
©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc. Developed by KOEI TECMO Games

One Piece – Pirate Warriors 4 ist ein Vollpreis-Titel von Bandai Namco Entertainment und kostet dementsprechend bei Release 59,99 €. Hierbei gibt es das Spiel für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und den PC via Steam. Neben den drei oben genannten Spielmodi bekommt ihr sage und schreibe 43 spielbare Helden und Schurken aus dem One Piece-Universum aufgetischt.

Die Story ist an sich gut in Szene gesetzt. Jedoch wäre es besser gewesen, entweder die Story vor der neuen Welt gänzlich zu streichen und mit dem „Sabaody Archipel“-Arc zu beginnen oder die Story ein bisschen detaillierter zu beschreiben und spielbar zu machen.

Neben den eben genannten Punkten bekommt ihr, wie schon erwähnt, die Möglichkeit, die Musikstücke gesondert anzuhören. Außerdem ist es zusätzlich noch möglich, sich die Cut-Scenes aus der Story noch einmal anzusehen.

Die Story ist der originalen Geschichte aus der Feder von Oda nachempfunden und soll den Spieler in die Welt der Piraten entführen. Die Kämpfe sind interessant und durch die Einstellungsmöglichkeit des Schwierigkeitsgrads für jeden Spieler fordernd. Der Preis ist im Grunde genommen völlig in Ordnung, jedoch hätte man noch mehr herausholen können. An dieser Stelle gibt es 8,0 Punkte.

Fazit

One Piece Pirate Warriors 4 Screenshot 1
©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc. Developed by KOEI TECMO Games

Zusammenfassend ist One Piece – Pirate Warriors 4 ein ganz solides Game. Es hat die ein oder andere Schwachstelle, die man hätte durchaus besser regeln können. Dazu zählt einerseits die Story. Man hat versucht einen Mittelweg zu finden, der sowohl Neueinsteiger als auch Fans zufrieden stellt. Jedoch ist dies in vielen Aspekten kläglich gescheitert. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

Die Kämpfe in den Massenschlachten sind dafür für jeden Spieler fordernd und machen durchaus viel Spaß. Auch die Areale sind sehr schön und lassen Platz zum Auskundschaften. Neben den zerstörbaren Gegenständen hat man auch Platz, um sich einen neue Strategie einfallen zu lassen.

Vielen Dank an Bandai Namco Entertainment für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

Hier könnt ihr euch One Piece – Pirate Warriors 4 für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und den PC zulegen.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gameplay
9
Präsentation
5
Sound
9
Umfang
8
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2000

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