© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Nach den beiden Naruto Shippuden Filmen „The Last” und „Boruto” ist nun auch endlich seit dem 19. Juni der fünfte Naruto Shippuden Film mit dem Titel „Naruto Shippuden – The Movie 5: Blood Prison” im deutschsprachigen Raum im Handel erhältlich. Doch ist der Film genauso gut wie die zwei letzten veröffentlichten Filme oder eher schlechter? Wie ist außerdem die Synchronisation? Das und vieles mehr werde ich in meiner nachfolgenden Review beantworten!

Bevor wir mit der Review beginnen, hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also, fangen wir an!

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Daten

Veröffentlichungsdatum: 16.06.2017
Medium: DVD/BD
Länge: 103 Minuten
Bonus: OVA „Flammende Chunin-Prüfung:…Naruto gegen Konohamaru”
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (DVD), 1920x1080p (Blu-ray)
Ton:
Deutsch: Dolby Digital 5.1 (DVD) / DTS-HD 5.1 (BD)
Japanisch: Dolby Digital 2.0 (DVD) / DTS-HD 2.0 (BD)
FSK: 12

Handlung

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Wieder vom bekannten japanischen Animeentwickler Studio Pierrot („Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“, „Saber Rider und die Starsheriffs“) produziert, geht es in „Blood Prison“ um nicht weniger als Narutos Ehre. Ihm wird nämlich Schreckliches vorgeworfen: Angeblich habe er mehrere Jonin umgebracht und einen Hinterhaltsangriff auf den Raikage A verübt. Naruto weiß allerdings von nichts und besteht auf seine Unschuld. Doch leider zu spät, denn er wird ins Houzukijou, ein Hochsicherheitsgefängnis, gebracht und das nicht ohne Grund, denn der Gefängnisdirektor Mui hat es auf Naruto abgesehen. Er will sein Chakra benutzen, um eine geheimnisvolle Box zu öffnen und so seinen, durch ihn verstorbenen Sohn Muku, wiederbeleben. Naruto trifft im Gefängnis schließlich auf Ryuuzetsu, die ihm hilft zu entkommen und Mui umbringen will, um ihn von seinem Plan abzubringen. Die Beiden schließen sich zusammen, um sich dem Feind zu stellen und Narutos Unschuld zu beweisen. Selbst für einen echten Weltklasse-Ninja wie Naruto keine leicht zu knackende Nuss… (Quelle: KSM Anime)

Unterhaltungsfaktor

Der fünfte Film der Nachfolge-Serie „Naruto Shippuden” ist inhaltlich und storytechnisch sehr gut gelungen. Der Film spielt vor dem Angriff von Pain und erzählt eine interessante Geschichte rund um Kusagakure sowie deren zwei verfeindeten Pro-Kriegspartei und Anti-Kriegspartei. Dabei wird Naruto zu einem zentralen Punkt bei deren Machtkämpfen, weil er einer der letzten lebendigen Jinchuuriki ist, die noch das Tor zum Kasten des Paradieses öffnen können. Vor allem gegen Ende des Films hat mich dieser im wahrsten Sinne des Wortes beeindruckt. Die zwei Storytwists, die am Ende des Films eingebaut sind, sind grandios und keineswegs vorhersehbar, sodass man mit offener Kinnladen vor dem Bildschirm sitzt. Die Charakterwandlung von Mui, dem Gefängnisdirektor, sowie von Maori, vorerst ein Gefolgsmann von Mui und von Muku, Sohn von Mui, waren dementsprechend richtig gut durchdacht und eingebunden.

Verpackung & Inhalt

Zu der Verpackung kann ich relativ wenig sagen, da wir von KSM Anime lediglich die Pressedisc des Films zugeschickt bekommen haben. Auf den Bildern sieht die Verpackung der Blu-ray Fassung jedoch ziemlich hochwertig und gut gestaltet aus. Der fünfte Film kommt in einer üblichen Amaray-Verpackung zu euch nach Hause. Auf dem Cover ist der sauer wirkende Naruto hinter einem Gespann aus Stacheldrahtzaun zu sehen und soll das Blood Prison, das Hochsicherheitsgefängnis in Kusagakure, symbolisieren.

Als Inhalt sind auf der Disc die 13-minütige OVA „Flammende Chunin-Prüfung:Naruto gegen Konohamaru” und hauseigene Trailer ihrer neusten Anime-Highlights beigelegt. Somit ist der Preis der Blu-ray Version mit 25 Euro meines Erachtens mehr als gerechtfertig, da die komplette Disc mit frischer deutscher Vertonung sowie Action, Drama und Humor aufwartet.

Aufgrund des schön gestalteten Covers der Verpackung sowie des für den Preis gerechten Inhalts bekommt „Naruto Shippuden – The Movie 5: Blood Prison” von mir die Wertung 10,0.

Bild- & Tonqualität

Die Blu-ray Fassung des fünften Films der zweiten Serie aus dem „Naruto”-Universum kommt in der Blu-ray typischen Bildauflösung 1920x1080p daher. Der Film wurde wie auch schon die Serie vom Animationsstudio Studio Pierrot produziert, sodass man Bildqualität auf typischem Naruto-Niveau erwarten kann. So ist es dann letztendlich auch, jedoch eher mehr von der guten als von der schlechten Seite. Die Hintergründe sind sehr schön und oftmals ziemlich detailreich gezeichnet. Hervorzuheben ist das Hochsicherheitsgefängnis, das mit sehr schönen Facetten und Ecken auf euch wartet.

Die Charaktere sind auch wieder schön und detailreich gezeichnet, jedoch bei weiteren Kameraeinstellungen war es dann wieder vorbei mit dem Detailreichtum. Die Charaktere werden immer unsauberer und auch mit weniger Details versehen. Die Animationen der Charaktere sind immer natürlich und schön umgesetzt, bei Kämpfen sind jedoch manche schnellen Bewegungen zu unscharf und verwischt animiert. Das mindert die Stimmung während des Kampfes ein bisschen und macht das Zusehen etwas weniger spaßiger. Die Kämpfe im größeren Ausmaße, also die Kämpfe zwischen Satori und Gamabunta, sind jedoch sehr schön animiert und gezeichnet.

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Der Ton in diesem Film ist ganz in Ordnung und die Soundeffekte haben immer gepasst und wurden passgenau eingesetzt. Jedoch sind sie manchmal etwas zu laut, sodass sie das Geschehen im Film etwas überdecken. So muss man zum Beispiel die Ohren spitzen um zu verstehen was Naruto im Kampf zu Gamabunta sagt. Der Soundtrack ist hingegen wieder gut geworden. Die Musikstücke sind passend gewählt und die untermalen die Situationen gekonnt. Der Soundtrack bestand aus extra für den Film komponierte Stücken, die entweder einen eigenen Stil haben oder sich dem Stil vom Naruto-Soundtrack orientieren, sowie aus Stücken vom Anime.

„Naruto Shippuden – The Movie 5: Blood Prison” ist in der Kategorie Bild- & Tonqualität ganz und gar auf dem typischen Naruto-Niveau. Jedoch eher in der oberen Hälfte, sodass ich dem Film in dieser Kategorie die Wertung 8,0 geben kann.

Synchronisation (Dub & Sub)

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Der fünfte Film „Naruto Shippuden – The Movie 5: Blood Prison” ist bisher ganz gut. Wie sieht es jedoch mit der deutschen Synchronisation aus? Ist diese genauso gut wie die von der Serie? Naja, jein!

Alle bekannten Synchronsprecher von den auftretenden Serien-Charakteren sind wieder mit an Bord, sodass man sich in der Hinsicht nicht viel umgewöhnen muss. Allen voran der Synchronsprecher von Naruto, Henning Nöhren, hat wieder alles gegeben und man merkt an seiner Leistung mit wie viel Euphorie, Schweiß und Blut er bei der Sache ist.

Die neuen Charaktere wurden ebenfalls bestens besetzt und ich habe keine Fehlbesetzung im Film gefunden. Jedoch sind viele neue Synchronsprecher schon in der Serie sowie bei vorherigen Filmen vertreten, sodass ein bisschen das Flair verloren geht. Beispielsweise ist es bei den Synchronsprechern von Mui, gesprochen von Wolfgang Berger (bekannt als Katasuke aus dem „Boruto”-Film), Muku, gesprochen von Benjamin Stolz (bekannt als Mikoshi aus der „Shippuden”-Serie), Maori, gesprochen von Kailas Mahadevan (bekannt als Kinshiki aus dem „Boruto”-Film), sowie Ryuuzetsu, gesprochen von Jannika Jira (bekannt als Yukimi aus der „Shippuden”-Serie) nicht sonderlich schlimm. Grund dafür ist, dass sie keine sonderlich große und wichtige Rollen übernommen haben. Ich habe aber zwei Synchronsprecher wiedererkannt, die schon sehr große und auch wichtige Rollen in der Serie übernommen haben. So hab ich der Synchronsprecher von Kisame Hoshigaki, Michael Bidella, bei einem mit Tiermaske entdeckt und von Pain, Holger Löwenberg, bei Kazan. Das finde ich sehr schade, da man mit den Stimmen die bekannten Charaktere verbindet und sich somit nicht voll und ganz auf den Film einlassen kann.

Die Lippensynchronität ist meistens, jedoch nicht immer hundertprozentig vorhanden. Die Untertitel sind weiß mit einer dünnen schwarzen Umrandung und deshalb immer sehr gut zu lesen. Sie wurden passend eingefügt und unterscheiden sich aufgrund der Lippensynchronität leicht von der Synchronisation.

Die Synchronisation ist ganz gut umgesetzt worden. Es wurden sehr viele bekannte und auch teils von früher wichtige Sprecher aus den Vorgängern als neue Synchronsprecher genommen. Die Untertitel sind immer gut und lesbar eingesetzt. Dadurch bekommt der Film von mir in dieser Kategorie die Wertung 5,0.

Fazit

Der Film ist in Sachen Handlungen richtig gut und zeigt vor allem gegen Ende mit den Storytwists was in ihm steckt. Der Inhalt des Films ist gut gefüllt und wird dem Preis der Blu-ray Version gerecht. Die Bild-& Tonqualität ist dank dem Studio Pierrot auf einem eher besseren Naruto-Niveau. Die Synchronisation (Dub & Sub) hat mich ein bisschen enttäuscht, da für neue Charaktere auch schon von der Serie oder den vorherigen Filmen besetzte Synchronsprecher benutzt wurden.

 

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Überblick der Kriterien
Verpackung & Inhalt
10
Bild- & Tonqualität
8
Synchronisation (Dub & Sub)
5
Team-& Personalmanager, seit 25. September 2016 für jegliche News rund um Anime-& Mangabereich sowohl in Japan als auch in Deutschland sowie rund Gamingnews zuständig. Allerdings auch für Reviews von Animes & Games zuständig mit dem Ziel Hilfe bei der Kaufentscheidung zu sein. In der Freizeit: Zocken & 24/7 EDM-Musik hören!
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