Mit „Attack on Titan: Teil 1 – Feuerroter Pfeil und Bogen“ bringt KAZÉ Anime zum Ende des Jahres nochmal einen Knüller in die deutschen Kinos. Mit diesem Film schließt der wiesbadische Publisher auch die Pforten der diesjährigen KAZÉ Anime Nights. Doch ist der Film ein gelungener Abschluss oder ist er eher mau? Ist die Synchronisation genauso gut gelungen wie in der Serie oder schwächelt sie im Film? Dies und weitere Dinge werde ich in meiner Review zur Kinovorstellung klären!

Bevor wir mit der Review beginnen, hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen zwei Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also, fangen wir an!

Handlung von „Attack on Titan: Teil 1 – Feuerroter Pfeil und Bogen“

Vor mehreren hundert Jahren wurde die Menschheit nahezu von Titanen ausgerottet. Sie sind riesengroß, verfügen über geringe Intelligenz und scheinen Menschen nur des Vergnügens wegen zu fressen. Ein kleiner Prozentsatz an Menschen überlebte, indem sie sich in einer Stadt verschanzten, deren gewaltige Mauern größer sind als selbst die größten Titanen.
Die Stadt hat seit über 100 Jahren keinen Titanen mehr gesehen. Der junge Teenager Erenund seine Ziehschwester Mikasa müssen mit ansehen, wie ein „Supertitan“ wie aus dem Nichts vor der Stadt erscheint und die Mauern zerstört. Während seine kleineren Artgenossen durch die Löcher in die Stadt einfallen, müssen die Kinder den Horror miterleben, wie ihre Mutter bei lebendigem Leibe gefressen wird. Eren schwört, dass er jeden einzelnen Titanen auf der Welt abschlachten und Rache für die ganze Menschheit nehmen wird. (© aniSearch)

Unterhaltungsfaktor

„Attack on Titan: Teil 1 – Feuerroter Pfeil und Bogen“ ist in Sachen Unterhaltungsfaktor sehr, sehr zweischneidig. Zum einen fasst es die erste Staffel der Serie sehr schön mit den wichtigsten Momenten zusammen und macht es für Serien-Jünglinge sehr leicht in das Franchise rund um Eren Jäger einzutauchen. Zum anderen habe ich leider wenige bis gar keine neuen Szenen entdecken können, die anfangs versprochen wurden. Für mich war es leider nur ein manchmal zu abgehackter Zusammenschnitt der ersten Staffel, für den man nicht zwingend hätte einen eigenen Film produzieren müssen. Jedoch gilt es für Fans des Franchise dennoch als gute Unterhaltung.

Bild- & Tonqualität

Die Bildqualität von „Attack on Titan: Teil 1 – Feuerroter Pfeil und Bogen“ ist meines Erachtens ein bisschen schlechter als die der Serie. Ich finde die Bilder nicht annähernd so scharf wie in der Serie. Auch die Detailvielfalt bei den Charakteren ist in diesem ersten Compilation-Film nicht sonderlich vorhanden. Natürlich sind Charaktere bei einer nahen Aufnahme sehr schön, detailliert, sowie farbenfroh gezeichnet worden, jedoch wurde leider sehr viel an Detail aufgegeben, sobald es in die Totale ging. Man achtete dabei lediglich darauf alles in ein Bild zu bekommen. So fehlen manchen Charakteren, die gerade am Sprechen sind, ganze Gesichtsmimiken. Nichtsdestotrotz sind die Hintergründe sehr schön, farbenreich und auch detailreich in der Zeichnung. Das mittelalterliche Setting kommt auf einer großen Leinwand sehr schön zur Geltung.

Auch interessant:
Review: No Game No Life Zero Imanity Edition | Blu-ray

Die Tonqualität ist in dem Film sehr gut gelungen. Alle Soundeffekte, sowie die Hintergrundmusik, die wohlgemerkt 1:1 aus der Serie übernommen wurde, sind perfekt eingesetzt worden und kamen im großen Saal sehr gut rüber. Hieran merkt man eben, dass der Film hauptsächlich für den Kinosaal bestimmt ist.

„Attack on Titan: Teil 1 – Feuerroter Pfeil und Bogen“ bekommt von mir in dieser Kategorie die Wertung 7,0.

Synchronisation (Dub)

KAZÉ Anime hat es geschafft alle Synchronsprecher, die bereits an der Serie beteiligt waren, wieder ans Mikro zu holen. Dies ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Aspekten, wenn es um Fortsetzungen innerhalb eines Franchise geht. Alle Sprecher passen, wie auch schon in der Serie, perfekt zu dem jeweiligen Charakter. Auch in dem großen Kinosaal hat man die Qualität der Synchronisation herausgehört, sodass man keinerlei Qualitätsabfall bemängeln kann.

Einzig und allein war die Lippensynchronität an manchen Stellen sehr schlecht umgesetzt. Beispielsweise redeten manche Charaktere asynchron zu ihren Lippen, sodass man für eine kurze Zeit aus dem Konzept gebracht wurde.

Der erste Compilation-Film des „Attack on Titan“-Franchise bekommt daher in dieser Kategorie eine Wertung von 7,0 Punkten.

Fazit

„Attack on Titan: Teil 1 – Feuerroter Pfeil und Bogen“ war im Cineplex Mannheim nicht sonderlich gut besetzt, was eventuell an dem Datum der Vorführung liegen könnte. Es war als Fan, wie anfangs schon erwähnt, eine nette Auffrischung des Wissen der ersten Staffel. Jedoch hätte man nicht zwingend einen eigenen Film dafür produzieren müssen, sofern es wie hier so gut wie keine neuen Informationen/Blickwinkel für den Zuschauer gibt. Ich bin jedoch auf den zweiten Compilation-Film von „Attack on Titan“ gespannt und hoffe, dass dieser in den bemängelten Kategorien besser punkten kann.

 

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Bild- & Tonqualität
7,0
Synchronisation (Dub)
7,0
Kennt ihr schon unsere mobile App? Mit ihr könnt ihr nun auch unterwegs alle Neuigkeiten bei Japaniac nachlesen.

Kostenlos verfügbar für Apple und Android
avatar
2000

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.