Ghost in the Shell – Stand Alone Complex ist die Forsetzung des ersten Ur-Films des Franchise aus dem Jahr 1995. Nach dem riesigen Erfolg des Films wurde 2002 eine TV-Serie mit weiteren Geschichten aus dem Universum produziert. Ist diese jedoch erzählerisch genauso gut wie der Ur-Film oder bekommen wir eine nette, jedoch nicht besonders spannende Geschichte aufgetischt? Dies und mehr klären wir in unserer Review zur Gesamtbox von Ghost in the Shell – Stand Alone Complex!

Bevor wir mit der Review beginnen hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also fangen wir an!

Daten

Ghost In The Shell Gesamtbox Cover
© Shirow Masamune – Production I.G / KODANSHA

Veröffentlichungsdatum: 05.12.2019
Medium: Blu-ray
Extras: Interviews & Archive, Opening & Ending-Song (textless)
Länge: 1325 Minuten
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (1920x1080p)
Ton:
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Japanisch:DTS-HD Master Audio 5.1
FSK: 16

Handlung

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Im Kampf gegen Kriminalität und Cyber-Terrorismus stehen Sektion 9 und Major Motoko Kusanagi vor einem großen Fall: Der „Lachende Mann“, ein mysteriöser und altbekannter Hacker, ist wieder aufgetaucht und sorgt für Angst und Schrecken. Kusanagi und ihr Team geraten immer tiefer in einen Strudel aus Gewalt, Korruption und Verrat, der auch nicht vor höchsten Regierungskreisen haltmacht. Und auch an anderer Stelle sieht sich Sektion 9 mit Ausbrüchen von Gewalt konfrontiert: Die terroristische Gruppierung der „Unabhängigen Elf“ treibt ihr brutales Unwesen! Ist es noch möglich, die Bedrohung aufzuhalten und die wahren Absichten der Terroristen zu ermitteln? Doch diesmal ist Kusanagi selbst tiefer in den Fall involviert, als sie je hätte ahnen können… (© KSM Anime)

Unterhaltungsfaktor

Das Universum von Ghost in the Shell ist bis heute noch sehr interessant. Die Menschen der Zukunft sind mittlerweile so weit, dass sie sich Cyberimplantate implementieren können. Neben Cyberbrains ist es auch möglich, dass ganze Körperteile modifiziert werden können. Dieses Setting ist äußerst spannend und gibt dem Zuschauer regelmäßig ein Staunen. Die einzelnen Episoden sind jedoch nicht sonderlich spannend. Klar, die Fälle, die Sektion 9 lösen muss, sind im Grunde schon spannend erzählt. Jedoch sind die Zusammenhänge der einzelnen Episoden eher wenig bis kaum vorhanden. Ab und zu wird mal die eigentliche Haupthandlung weitergeführt, jedoch verliert es sich ganz schnell wieder in den einzelnen Nebenstorys.

Aufmachung & Extras

Die Gesamtbox Ghost in the Shell – Stand Alone Complex kommt in einer handelsüblichen Amaray-Hülle zu euch nach Hause. Die etwas dickere Amaray-Hülle wurde mit einem wendbaren FSK-Cover umhüllt. Diese ist vom Design etwas schlichter gehalten und zeigt den Major in einer etwas melancholischen Situation vor einem Kirschblütenbaum. Es passt allerdings sehr gut zum eigentlichen Setting der Serie, sodass das keineswegs falsch gewählt wurde.

Die Extras, der knapp 64 € teuren Gesamtbox, sind dem Preis sehr angemessen. Man bekommt jede Menge Informationen und Behind the Scenes durch die ganzen Interviews und Archive. Für eingefleischte Fans ein echtes Muss.

Zusammenfassend bekommt die Gesamtbox von Ghost in the Shell – SAC aufgrund des schlichten, jedoch passenden Designs und der sehr interessanten Extras in dieser Kategorie die Wertung 10,0.

Qualität (Bild & Ton)

Ghost In The Shell Gesamtbox Screenshot 2
©2002-2005 Shirow Masamune – Production I.G / KODANSHA

Den 52 Epsioden merkt man trotz der HD-Aufpolierung leider das Alter an. Die im Jahr 2002-2005 laufende Serie ist von den Hintergründen eher etwas verhalten. Die Hintergründe sind meist etwas verwaschener oder mit wenig Details ausgefüllt worden. Bei den Nahaufnahmen kommt die HD-Aufpolierung jedoch etwas besser zur Geltung. Es sind mehr Details zu erkennen und die Farben strahlen auch ein bisschen intensiver. Das Gleiche kann man in etwa auch auf die Charaktere übertragen. In den Fernaufnahmen sind diese meistens mit weniger Details bestückt und weisen oftmals auch keine Gesichtsausdrücke auf. In den Nahaufnahmen wird das jedoch durch die Aufpolierung meist wieder Wett gemacht. Es gibt jedoch die ein oder anderen Szenen, die nicht von der Aufhübschung betroffen sind. Bei der Serie wurde sehr viel CGI eingesetzt, allerdings kaum störend und meistens nur bei den Fortbewegungsmitteln.

Bei Tonqualität gibt es auch die ein oder andere kleine Schwäche. Die Spezialeffekte sind zwar immer on Point, jedoch oftmals zu laut gegenüber den restlichen Tonspuren. So sind die Waffen meist sehr laut. Sie bringen zwar dadurch die Action und Mächtigkeit rein, jedoch auf Kosten des restlichen Tons. Der Soundtrack ist jedoch sehr gut gelungen. Die Tracks untermalen perfekt das Geschehen und verstärken sogar die jeweilige Stimmung.

Aufgrund der genannten Punkte bekommt dieses Volume in dieser Kategorie die Wertung 7,5.

Synchronisation (Dub & Sub)

Ghost In The Shell Gesamtbox Screenshot
©2002-2004 Shirow Masamune – Production I.G / KODANSHA

Beide Staffeln der Stand Alone Complex-Saga wurden für die deutsche Fassung in dem Studio Hermes Synchro in Potsdam vertont. Hierbei wurde auch geachtet, dass alle Synchronsprecher ihre Charaktere auch in der zweiten Staffel wieder sprechen dürfen. Dies hilf enorm bei dem Fluss der Saga und rundet es sehr gut ab. Alle Sprecher haben einen sehr guten Job gemacht und erwecken die Animationen dadurch nahezu perfekt zum Leben. Herausstechend sind die Synchronsprecher von Batou sowie Togusa und Motoko. Tilo Schmitz (bekannt als Baihumon aus Digimon Tamers), Klaus-Peter Grap (bekannt als Eisuke Urushibara aus Steins;Gate) und Christin Marquitan (bekannt als K.K. aus Blood Blockade Battlefront) haben ihre Charaktere extrem perfekt verkörpert. Man kann sich hier keinen anderen Sprecher vorstellen. Die Lippensynchronität war meist immer gegeben.

Die Untertitel sind weiß mit einer dünnen schwarzen Umrandung und deshalb sehr gut zu lesen. Sie wurden immer passend eingefügt und unterscheiden sich aufgrund der Lippensynchronität leicht von der Synchronisation.

Zusammenfassend bekommet die Gesamtbox aufgrund der sehr gelungen Synchronisation mit in Ordnung gehender Lippensynchronität eine Wertung von 9,0 Punkten.

Fazit

Die Ghost in the Shell – Stand Alone Complex-Serie ist eine zwar ausbaufähige, jedoch gelungene Fortsetzung des Ur-Films Ghost in the Shell. Die meisten Geschichten sind nicht wirklich zusammenhängend, jedoch wird nach und nach eine Haupthandlung erzählt. Die düstere Stimmung wird dabei immer wieder mit Humor aufgebrochen. Die Aufmachung ist zum Setting passend, das mit einer prall gefüllten Extrapackung abgerundet wird.

Die Bild- & Tonqualität ist eher mittelmäßig, was jedoch dem Alter geschuldet ist. Die HD-Aufpolierung versucht dies zu retuschieren, allerdings gelang das nicht bei jeder einzelnen Szene. Die Soundeffekte wurden ein bisschen zu laut abgemischt, sodass es die anderen Tonspuren teilweise verdeckt und somit man im Notfall mit der Lautstärke spielen muss. Der Soundtrack hingegen ist passend und mit einer schönen Qualität produziert.

Bei der Synchronisation wurde an Erfahrung nicht gespart, sodass eine sehr gelungene deutsche Fassung entstanden ist. Alle Synchronsprecher passen zu den Charakteren und harmonieren mit den Charakteren.

Hier könnt ihr euch die Gesamtbox von Ghost in the Shell – Stand Alone Complex zulegen:

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ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Aufmachung & Extras
10,0
Qualität (Bild & Ton)
7,5
Synchronisation (Dub & Sub)
9,0
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