„Fairy Tail“ ist ein Shounen-Anime, der von 2009 bis 2013 in dem Hause von A-1 Pictures produziert wurde. Nach sehr langen Verhandlungen hat Kazé Anime es geschafft, die sehr beliebte Serie endlich zu lizenzieren.

Die Deutschlandpremiere wurde am 29. August in vielen teilnehmenden Kinos im Rahmen der Kazé Anime Nights abgehalten. Doch wie waren die ersten drei Episoden der Serie, die im Kino gezeigt worden sind? Wir durften uns dank Kazé Anime die ersten drei Episoden anschauen und werden euch nun unsere ersten Eindrücke zu der Serie und deren Synchronumsetzung präsentieren!

Bevor wir mit der Review beginnen, hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also fangen wir an!

Handlung

© A-1 Pictures Inc.

Im Königreich Fiore ist Magie allgegenwärtig. Diejenigen, die mit dieser Kunst ihr täglich Brot verdienen, treten meist einer Gilde bei, in der man neben Aufträgen auch Freundschaft und Zusammenhalt findet. Unter diesen ist eine besonders bekannt für ihre starken, aber auch ungestümen Mitglieder: Fairy Tail! Die quirlige Stellarmagierin Lucy verlässt ihr Zuhause, um genau in diese Gilde aufgenommen zu werden. Auf ihrem Weg trifft sie auf den hitzköpfigen Fairy-Tail-Magier Natsu und bildet kurz darauf mit diesem und seiner frechen Katze Happy ein Team. Als sich dann noch Gray, ein Eismagier mit Hang zum Entkleiden, und die kühne Waffenmagierin Erza zu ihnen gesellen, gewöhnt sich Lucy langsam an den Alltag in der Chaosgilde. Und ehe sie sich versieht, steckt sie schon mitten in einem fantastischen Abenteuer! (Quelle: Kazé Anime)

Unterhaltungsfaktor

Die Episoden 1-3 von „Fairy Tail“ sind im Grunde genommen sehr erklärungsbedürftig, da man die Welt, in der „Fairy Tail“ schlussendlich spielt, mit all seinen Facetten erklären muss. Das macht aber so gut wie nichts, da man sehr schnell Interesse daran findet, zu erfahren, was es mit den unterschiedlichen Magien und Gilden auf sich hat. Jedoch wird man meines Erachtens in der ersten Episode in eine Handlung herein geschmissen, die einen sehr irritiert und durch zu schnelle Handlungssprünge im Lauf der Episode nicht besser wird. So ist der Kampf zwischen Natsu und dem Betrüger, der sich als Phönix Priestess ausgibt, beispielsweise viel zu schnell abgehandelt.

Der Humor ist in diesem Anime bisher eher mittelmäßig. Natürlich ist jeder aufgetauchte Witz und Humor ist sehr lustig und unterhält den Zuschauer sehr. Jedoch macht meiner Meinung nach der Humor an manchen Stellen die Stimmung komplett kaputt. Zum Beispiel wird in Folge 2 in der Szene mit dem kleinen Sohn eines Mitglieds der Gilde eine eher sehr traurige und mitfühlende Stimmung aufgebaut. Diese wurde jedoch durch eine witzige Situation im Keime erstickt.

Die Kämpfe sind bis auf den ersten Kampf in Episode 1 sehr schön durchdacht, spannend und machen definitiv Lust auf mehr solcher Art.

Bild- & Tonqualität

Die ersten drei Episoden der Anime-Serie von A-1 Picture zeigen wieder das typische Gesicht eines Animes bzw. noch viel mehr eines Shounen-Animes. Die Hintergründe, hier meistens das mittelalterliche Setting mit Burgen und gepflasterten Gassen, sind eigentlich so gut wie immer sehr gut und detailreich gezeichnet. Auch die Proportionen und Farben stimmen und geben ein gutes Bild ab. Die Licht-, Schatten- und auch Spezialeffekte wurden sehr schön eingesetzt und geben dem Anime das nötige Leben. Allem voran waren die Spezialeffekte ausgezeichnet. So sind die verschiedenen Magie-Attacken sehr schön und kräftig zur Geltung gekommen.

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Die Charaktere aus dem „Fairy Tail“-Universum sind in den Nahaufnahmen wirklich gut gezeichnet. Jedoch ist auch hier das große Problem der Anime-Serien zu sehen. Sobald die Kamera in die Halbtotale/Totale übergeht, werden die Charaktere immer unsauberer und mit nicht mehr so viel Detail gezeichnet, was ich immer wieder sehr schade finde. Die Animationen sind jedoch auf einem sehr guten Niveau. Sie sind flüssig, stimmig und bei Kämpfen oder schnellen Bewegungen meistens nicht verwischt.

© A-1 Pictures Inc.

Die Tonqualität ist bei „Fairy Tail“, wie bei sehr vielen Animes, auf einem unfassbar guten Niveau. Der Soundtrack ist immer stimmig und unterstreicht perfekt die jeweilige Situation. Vor allem der Mix aus den typischen Anime-Klängen und dem schottisch angehauchten Musikstil ist sehr passend für das mittelalterliche Setting. Die Soundeffekte wurden ebenfalls jeweils passend eingefügt. Die Abstimmung zwischen Hintergrundmusik, Synchronisation und den Soundeffekten ist A-1 Pictures und Kazé Anime sehr gut gelungen.

Aufgrund der sehr schönen Hintergründe, der gut animierten Charaktere, des grandiosen Soundtracks und der passenden Abstimmung zwischen der Hintergrundmusik, Synchronisation und Soundeffekten bekommen die ersten drei Episoden von mir in dieser Kategorie die Wertung 8,0.

Synchronisation (Dub & Sub)

© A-1 Pictures Inc.

Die deutsche Synchronisation von „Fairy Tail“ ist meines Erachtens echt gut gelungen. So gut wie alle Sprecher passen zu ihren Charakteren und geben deren Gefühle so gut wie nur irgendwie möglich an den Zuschauer wahrheitsgemäß wieder. Anfangs hat mich die Stimme von Natsu, gesprochen von Julius Jellinek (bekannt als Connie Springer aus „Attack on Titan“), irritiert, da ich so eine „tiefe“ Stimme von Natsu nicht erwartet hatte. Jedoch hatte ich mich schnell daran gewöhnt und konnte mich auf den Charakter voll einlassen. Auch die Stimmen von Lucy, gesprochen von Lina Rabea Mohr (bekannt als Naruko Anjou aus „AnoHana“), und von Happy, gesprochen von Charlotte Uhlig (bekannt als Suzuha Amane aus „Steins;Gate“), haben mir gefallen und haben zum jeweiligen Charakter gepasst.

Die Lippensynchronität ist meistens, jedoch nicht immer hundertprozentig vorhanden.

Zusammenfassend bekommen Episode 1-3 aufgrund der sehr guten Synchronisation mit guter und passender Besetzung und der nicht immer vorhandenen Lippensynchronität eine Wertung von 8,0.

Fazit

Die ersten drei Episoden von „Fairy Tail“ sind beim Thema Unterhaltungsfaktor trotz des ein oder anderen Aussetzers durch die Bank weg sehr gut. Die Bild- und Tonqualität ist dank A-1 Pictures auf einem nicht perfekten, jedoch ganz ordentlichen Niveau im Shounen-Bereich. Die Synchronisation (Dub und Sub) ist zu meiner Überraschung sehr gut ausgefallen, sodass ich auf die weiteren Episoden mit deutscher Synchronisation gespannt bin. Also kann ich zusammenfassend sagen, dass sich „Fairy Tail“ bisher auf jeden Fall lohnt. Wer sich den Anime für Zuhause zulegen will, kann ab dem 27. Oktober die ersten 24 Episoden in einer Box auf DVD oder Blu-ray online oder im Laden seines Vertrauens kaufen.

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Team-& Personalmanager, seit 25. September 2016 für jegliche News rund um Anime-& Mangabereich sowohl in Japan als auch in Deutschland sowie rund Gamingnews zuständig. Allerdings auch für Reviews von Animes & Games zuständig mit dem Ziel Hilfe bei der Kaufentscheidung zu sein. In der Freizeit: Zocken & 24/7 EDM-Musik hören!

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Thomas Martin
Gast
Thomas Martin

Nette, kleine Rezension^^
Kleine Anmerkung am Rande: FT ist eine Coproduktion zwischen A-1 Pictures und Satelight (Serie 2009) bzw. Bridge (Serie 2014). Da A-1 quasi keine Identität hat, ists aber sowieso hinfällig, Angabe von Regisseur, Sounddirector etc. sind um einiges aussagekräftiger als die Studios hier ;D
Was es nächstes Jahr mit HunterXHunter gibt, da bin ich nochmal gespannt, nochmal so ein großer Titel 😀