© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Boruto: Naruto The Movie ist der elfte und somit auch vorerst letzte Film zum Naruto-Franchise und erzählt die fiktionale Zukunft von Naruto und Co. Die Story wurde eigenhändig vom Naruto-Schöpfer, Masashi Kishimoto, erfunden und geschrieben. Während man in Sachen Animationen wieder bei Studio Pierrot geblieben ist. Wird der letzte Film dem Franchise gerecht und ist die Zukunftshandlung von Naruto und Co. glaubwürdig oder einfach nur reiner Fanservice? Diese Fragen und mehr werde ich in meinem Review für euch beantworten.

Bevor wir mit der Review beginnen hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also fangen wir an!

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Daten

Veröffentlichungsdatum: 20.02.2017
Medium: DVD/BD
Länge: 96 Minuten
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (DVD), 1920x1080p (Blu-ray)
Ton:
Deutsch: Dolby Digital 5.1 (DVD) / DTS-HD 5.1 (BD)
Japanisch: Dolby Digital 5.1 (DVD) / DTS-HD 5.1 (BD)
FSK: 12

Handlung

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Naruto, mittlerweile der siebte Hokage von Konoha, widmet sich nun ganz der Ausbildung der nächsten Shinobi-Generation. Während der Chunin Auswahlprüfung sollen die neuen Shinobi ihr Können unter Beweis stellen. Unter den Teilnehmern sind Sarada, Sasukes und Sakuras Tochter, der geheimnisvolle Mitsuki und Narutos und Hinatas ungestümer Sohn Boruto, der zwar sehr nach seinem talentierten Vater kommt, sich aber frustriert von ihm abwendet. Sasuke, der gerade eigentlich auf einer Mission ist, erscheint Naruto, um ihn vor einer kommenden Gefahr zu warnen. Wenig später platzen Momoshiki und Kinshiki Otsutsuki in die Prüfungen, um Naruto zu töten. Als dieser verschwindet, machen sich Sasuke, die fünf Kage und Boruto auf, um Naruto zu finden und die Feinde zu besiegen. (Quelle: amazon.de)

Unterhaltungsfaktor

„Boruto: Naruto The Movie“ ist meiner Meinung nach vom Unterhaltungsfaktor einer der interessantesten und vor allem spannendsten Naruto-Filme, die es in diesem großen Franchise gibt. Da der Film das Zukunftsszenario, in dem Naruto und Co. schon etwas älter sind und Kinder im Alter von ca. 11 Jahren haben, behandelt, ist sehr viel Spielraum für viele Überlegungen da. Es gibt sehr viele nebensächliche Fragen, die in der Serie noch nicht beantwortet wurden. So z.B. wer mit wem zusammenkommt und Kinder bekommt. Abgesehen von dieser Sache ist der Film die perfekt Mischung aus der Ur-Serie „Naruto“ und deren Nachfolge-Serie „Naruto Shippuden“. Die Lustigkeit aus der ersten Serie gepaart mit den Gänsehaut-Momenten und packenden Kämpfen aus Shippuden macht den Film zu einem grandiosen Spektakel.

Verpackung & Inhalt

Zu der Verpackung und dem Inhalt kann ich relativ wenig sagen, da wir von KSM Anime wie auch schon beim zehnten Naruto Film „The Last: Naruto The Movie“ leider nur die Presse-Version bekommen haben. Das Cover der Blu-ray-Disc sieht auf den Bildern schön gestaltet aus. Auf dem Cover sind zum einen die Hauptcharaktere des Films, nämlich Naruto, Sasuke, Boruto, Sarada, Mitsuki und im Hintergrund Momoshiki Otsusuki und zum anderen die Nebencharaktere Chouchou Akimichi, Inojin Yamanaka und Shikadai Nara zu sehen.

Der Inhalt, den man auf der Disc und somit auch auf der normalen Verkaufsversion findet, ist meines Erachtens für den Preis eher mager ausgefallen. Man bekommt lediglich eine Bildergalerie mit den schönsten Szenen aus dem Film sowie hauseigene Trailer von KSM mitgeliefert.

Zusammenfassend bekommt „Boruto: Naruto The Movie“ aufgrund des schönen Designs des Covers und der geringen Menge an Extras in dieser Kategorie von mir die Wertung 5,0.

Bild- & Tonqualität

Wenn man zur Blu-ray-Fassung des Films greift, bekommt man den Film in einer sehr schönen 1920x1080p-Auflösung. Die Hintergründe sind sehr schön und detailreich gezeichnet worden und zeigen wieder einmal wie gut Studio Pierrot arbeiten kann. Die Lichteffekte sind zu jeder Tageszeit perfekt eingefügt worden und verleihen dem Film zusätzliches Leben. Dieses Mal ist der Schauplatz Konohagakure hervorzuheben, da man durch das Einsetzen der modernen Technik wie Bildschirme, PCs oder Spielekonsolen dank der Detailverliebtheit von Studio Pierrot sehr schön die Wandlung des Dorfes bis in die kleines Eckes sehen kann. Die Animationen der Charaktere sind meiner Meinung nach besser als in „The Last“, da sie bei schnellen Bewegungen wie in den Kämpfen die Charaktere nicht verschwommen sondern präzise Frame für Frame gezeichnet und animiert haben. Auch die bei der letzten Review angesprochene Schwäche bei großen Kameraaufnahmen ist fast behoben worden. Es ist jetzt nicht perfekt, sodass man die Charaktere auch noch bei 10m Höhe noch im kompletten Detail erkennen kann, jedoch sieht man die Bemühungen von Studio Pierrot es so gut wie möglich auszumerzen.

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Zum Ton kann ich eigentlich nicht viel meckern. Auch hier haben die Macher des Films aus den Vollen geschöpft. In „Boruto: Naruto The Movie“ gibt es neue, sowie alte Stücke aus der Serie und alten allerdings neu interpretierte und neu eingespielte Soundtracks zu hören. Mir hätte es persönlich besser gefallen, wenn anstatt des Ersteren das Letztere überwiegen würde, da man mit Boruto, dem Sohn von Naruto, eine Geschichte erzählt, die sehr viele Parallelen mit der Anfangsgeschichte von Naruto aufweist. Jedoch ist es auch so mehr als in Ordnung, da es frischen Wind hereinbringt und alle Stücke sehr gut produziert wurden. Bei ein paar alten Soundtrack-Stücken habe ich wie auch schon beim zehnten Film des Franchises Gänsehaut bekommen. Die Abstimmung zwischen Synchronisation sowie der Hintergrundgeräusche & -musik hat wunderbar funktioniert, sodass keins von beiden in seinen Glanzstunden benachteiligt oder behindert wird.

Aufgrund der sehr guten und des sehr schön eingesetzten Tons sowie des grandiosen Soundtracks bekommt der Film „Boruto: Naruto The Movie“ von mir in dieser Kategorie die Wertung 9,0.

Synchronisation (Dub & Sub)

© Masashi Kishimoto / Studio Pierrot / KSM Anime

Die Synchronisation in „Boruto: Naruto The Movie“ ist wie auch schon beim zehnten Film und der kompletten Serie im DTM Studio in Hamburg produziert worden und wurde bis auf die ein oder andere Ausnahme sehr schön umgesetzt. Alle bekannten Sprecher wurden für den Film wieder engagiert, sodass man als Verfechter der deutschen Synchronisation den Film richtig genießen kann. Die neuen Sprecher wie z.B. von Boruto Uzumaki, Daniel Kirchberger (bekannt als Hikaru Tsuki aus dem dritten Naruto-Film) oder von Momoshiki Otsusuki, Marios Gavrilis (bekannt als Reiner Braun aus „Attack on Titan“) haben sehr gut zu deren Charakteren gepasst. Bei manchen von ihnen hat man auch auf das japanische Original geachtet. Jedoch gibt es auch ein paar der neuen Sprecher wie z.B. die Synchronsprecherin von Sarada Uchiha, Selina Böttcher (bekannt als Fumiha aus „Noragami“) oder der Synchronsprecher von Shikadai Nara, Julian Elias Henneberg, hören sich entweder unnatürlich an oder passen nicht so zu ihren Charakteren. Die Lippensynchronität ist meistens, jedoch nicht immer hundertprozentig vorhanden.

Die Untertitel sind weiß mit einer dünnen schwarzen Umrandung und deshalb immer sehr gut lesbar. Sie wurden passend eingefügt und unterscheiden sich aufgrund der Lippensynchronität leicht von der Synchronsation.

 

Zusammenfassend bekommt der Film aufgrund der sehr soliden bis guten Synchronisation, der nicht immer vorhandenen Lippensynchronisation und der immer gut gesetzten Untertitel eine Wertung von 8,0.

Fazit

„Boruto: Naruto The Movie“ ist ein sehr guter Film, der die Geschichte nach dem vierten Ninjaweltkrieg sehr gut, glaubwürdig und interessant erzählt. Der Film beinhaltet sehr viel Fanservice, was die Liebesbeziehungen der einzelnen Charakteren betrifft, dabei sind die Liebespaare meistens nachvollziehbar und glaubwürdig. Manche sind jedoch sehr unverständlich, sodass man erfahren will wie diese Paare zusammengekommen sind. Die Verpackung der DVD & Blu-ray ist schön gestaltet worden, jedoch ist der Inhalt des Films nicht zufriedenstellend, da die Extras nichts Besonderes oder Außergewöhnliches sind. Die Bild- & Tonqualität ist dank Studio Pierrot auf einem sehr guten Naruto-Niveau. Die Bewegungsschärfe sowie der Detailreichtum bei den Charakteren während einer weiten Kameraeinstellung ist seit dem „The Last: Naruto The Movie“ verbessert worden, jedoch in beiden Kategorien noch ausbaufähig. Die Synchronisation (Dub & Sub) ist ganz gut. Manche neuen Charaktere haben gepasst, andere wiederum nicht bzw. klangen nicht  natürlich.

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Überblick der Kriterien
Verpackung & Inhalt
5,0
Bild-& Tonqualität
9,0
Synchronisation (Dub & Sub)
8,0
Team-& Personalmanager, seit 25. September 2016 für jegliche News rund um Anime-& Mangabereich sowohl in Japan als auch in Deutschland sowie rund Gamingnews zuständig. Allerdings auch für Reviews von Animes & Games zuständig mit dem Ziel Hilfe bei der Kaufentscheidung zu sein. In der Freizeit: Zocken & 24/7 EDM-Musik hören!
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