©Hajime Isayama, Kodansha/ ATTACK ON TITAN Production Committee

Mit dem vierten Volume läutet der deutsche Publisher Kazé Anime vorerst den letzten Schlag gegen die Titanen ein. Mit diesem Volume von der Anime-Serie „Attack on Titan” wird die erste Staffel von Kazé abgeschlossen. Doch sind die restlichen Episoden der Serie weiterhin so gut oder schwächelt die Serie gegen Ende und wie ist es mit der deutschen Vertonung? Ist sie weiterhin auf einem Top-Niveau oder eher nicht? Dies und ein Gesamtfazit zur Serie könnt ihr in meiner Review nachlesen. 

Bevor wir mit der Review beginnen, hier noch ein paar kurze Infos zu deren Aufbau: Die Themen „Handlung“ und „Unterhaltungsfaktor“ fließen nicht in die Bewertung am Ende mit ein, da es sich hier um subjektiv zu betrachtende Punkte handelt. Da jeder Mensch ein anderes Genre bevorzugt, kann hier einfach keine allgemeine Bewertung erfolgen.

Die restlichen vier Kategorien bekommen je eine Punktzahl zwischen 0–10, sodass am Ende ein Durchschnitt von satten 10 möglich ist. Also, fangen wir an!

©Hajime Isayama, Kodansha/ ATTACK ON TITAN Production Committee

Daten

Veröffentlichungsdatum: 24.02.2017
Medium: DVD/BD
Folgen: 20-25
Länge: 150 Minuten + 20 Minuten (Mini-Episoden) + 10 Minuten Synchron-Special
Bonus: 6 Mini-Episoden, Aufnäher, Booklet, Ninotaku TV Synchron-Special
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9 (DVD), 1920x1080p (Blu-ray)
Ton:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 (DVD) / DTS-HD 2.0 (BD)
Japanisch: Dolby Digital 2.0 (DVD) / DTS-HD 2.0 (BD)
FSK: 16

Handlung

©Hajime Isayama, Kodansha/ ATTACK ON TITAN Production Committee

Noch immer steht der Erfolg der Aufklärungsmission auf Messers Schneide. Nach dem kaltblütigen Angriff des weiblichen Titanen, der erneut zahlreiche Leben gekostet hat und dem waghalsigen Ritt durch den Wald der Baumriesen, hat es der Elitetrupp tatsächlich geschafft, die Titanin lebendig gefangen zu nehmen. Leider hat Kommandant Erwin ihre Intelligenz dennoch unterschätzt, denn sie kann nicht nur ihre Schwachstelle schützen, sondern auch andere Titanen herbeirufen. Der Kampf ist also weiterhin offen und Eren muss sich entscheiden, ob er seine Kraft doch noch einsetzt. Schließlich scheint es der Feind gezielt auf ihn abgesehen zu haben und sich sogar mitten in den eigenen Reihen zu befinden. Doch wer steckt wirklich hinter diesem Angriff und was ist eigentlich ihr Ziel? (Quelle: amazon.de)

Unterhaltungsfaktor

Die letzten Episoden der Serie, Episode 20-25, haben es noch einmal mächtig in sich, was die Action angeht und übertreffen an einigen Stellen sogar meine kühnsten Träumen. Vor allem der Plottwist, dass Annie der weibliche Titan ist und die eigenen Leute und Kameraden angreift, hat mich mehr als überrascht und mich mit offener Kinnlade vor dem Bildschirm erstarren lassen. Allerdings gab es wie schon bei den vorherigen Volumes auch einige emotionale Momente, die einen richtig mitfühlen lassen. Der Humor kam dank dem ein oder anderen patzigen oder skurrilen Charakter auch bei großer Action nicht zu kurz.

„Attack on Titan” hat mich als Gesamtkonstrukt auf der Handlungsebene mehr als überzeugt und in den Bann gezogen. Die Serie ist genau nach meinem Geschmack und die perfekte Mischung aus Brutalität, Action, Emotionen und Witz. Klasse finde ich auch, dass die Handlung nicht zwingend auf dem Hauptcharakter Eren, sondern auf die komplette fiktive Welt aufgebaut ist. So wird die Geschichte auch mal ohne Eren erzählt und weitergebracht.

Verpackung & Inhalt

Volume 4 wartet wie die vorherigen Volumes in einer schicken, jedoch nicht so stabilen Amaray-Papphülle. Diese Hülle ist mit den drei Protagonisten Armin, Eren und Mikasa (von links nach rechts) vor der Mauer bedruckt worden. In der Amaray-Hülle befindet sich eine weitere Verpackung, die aufklappbare Pappverpackung. Auf dieser sind beim Aufklappen der weibliche Titan und Eren als Titan in Aktion abgebildet.

Die Disc ist mit einem schlichten Design und einem royalblauen Hintergrund verziert worden. Als Extras sind dem Volume ein Aufnäher der Rekruten sowie ein weiterhin sehr interessantes und wissenswertes Booklet beigelegt worden. Außerdem sind auf der Disc noch 5 Mini-Episoden udn ein Synchron-Special vom Anime-YouTuber Ninotaku TV, die sehr witzig sind und Letzteres sehr informativ ist.

Sowohl die Extras als auch die sehr gut durchdachte und witzige Aufmachung der ganzen Verpackung rechtfertigen den Preis von 35 Euro, da es etwas Spezielles und kein 0815-Standard ist. Dadurch bekommt „Attack on Titan – Volume 4“ in dieser Kategorie wieder einmal eine Wertung von 10,0.

Die Ausstattung der deutschen Veröffentlichung von AoT wurde gut durchdacht und gestaltet. Vor allem die aufklappbare Verpackung hat mir sehr gefallen und ist einmal etwas Neues und Frisches am Markt. Auch die Extras sind schön gewählt worden und rechtfertigen dadurch die Preise der vier Volumes.

Bild- & Tonqualität

Die Episoden 20-25 sind in der Blu-ray Fassung in einer für die heutige Zeit Standardbild-Auflösung von 1920x1080p und glänzen weiterhin mit einer schönen Bildgewalt. Da das meiste Geschehen innerhalb der Mauern passiert, kann man nochmal die Stadt in kompletter Gänze an Detailverliebtheit betrachten.

Die Charaktere sind wieder sehr schön gestaltet und auch bei weiteren Kameraeinstellungen detailgenau gezeichnet. Ebenfalls gut in Szene gesetzt, sind die Titanen. Auch die Animationen sind wieder einsame Spitze und immer natürlich und sehr detailreich gezeichnet. Allerdings hat man an der ein oder anderen Stelle bemerkt, dass die Qualität minimal gelitten hat. So sind in Episode 23 „Das Lächeln – Sturm auf den Bezirk Stohess, Teil 1” in der Szene, bei der die Militärpolizei einen neuen Auftrag erhalten hat, bei einer Totalen keine Gesichter der Charaktere gezeichnet. Darunter hat die Stimmung ein bisschen gelitten, vor allem, weil in der Szene die Charaktere noch geredet haben.

©Hajime Isayama, Kodansha/ ATTACK ON TITAN Production Committee

In Volume 4 ist der Ton wie bei den vorherigen Volumes sehr gut und zeigt kaum Fehler auf. Die Soundeffekte wurden immer passend eingefügt und sind auch nicht zu laut, sodass nichts übertönt wird. Die Hintergrundmusik hat wieder ein großes Feuerwerk hingelegt und glänzt mit punktgenauen Einsätzen sowie passenden Stücken. Auch die Abstimmung zwischen Hintergrundgeräuschen und -musik war wieder tadellos, sodass man das Spektakel rund um Eren gebannt und ohne Störfaktoren mit anschauen kann.

„Attack on Titan – Volume 4“ ist was Bild- und  Tonqualität angeht weiterhin auf einem absoluten Top-Niveau unterwegs, wenn auch zum Ende hin mit ein paar kleinen Fehlern. Deswegen bekommt es in dieser Kategorie eine Wertung von 9,0.

„Attack on Titan” ist generell was Bild und Ton angeht eine Vorzeigebeispiel für Anime-Serien und glänzt mit famoser Bildqualität, detailgenauen Hintergründen und schön gezeichneten sowie animierte Charakteren. CGI wurde auch benutzt, jedoch sehr schön und nicht störend eingefügt. Beim Ton ist vor allem der Soundtrack wirklich herausstechend. Dieser glänzt sowohl mit klassischen, rockigen als auch neumodernen, elektronischen Elementen und Kompositionen.

Synchronisation (Dub & Sub)

©Hajime Isayama, Kodansha/ ATTACK ON TITAN Production Committee

Beim letzten Volume war ich sehr gespannt auf die deutsche Synchronisation, da es in die letzten Zügen der ersten Staffel geht und ich wurde nicht enttäuscht. Alle Sprecher haben mehr als gute Leistungen gebracht und das Beste was nur irgendwie möglich war aus der deutschen Synchronfassung herausgekitzelt. Alle alten Synchronsprecher waren wieder mit vollem Engagement dabei. Allen voran der Synchronsprecher von Eren, Max Felder. Bei den Schrei- und Ausrasterszenen von Eren hat er eine unfassbare Leistung gezeigt und wirklich alles aus ihm herausgeholt was nur ging. Ich hatte jedes Mal eine Gänsehaut, wenn Eren sich zusammengerissen hat und ausgerastet ist.

Auch die neuen Sprecher haben zu ihren Charakteren gepasst und hauchen ihnen auf passende Weise Leben ein. Herausstechend waren die Synchronsprecher von Hitch Dreyse, Maria Hönig (bekannt als Videl aus „Dragon Ball Z Kai”), sowie von Marlo Freudenberg, Florian Hoffmann (bekannt als Koutarou Amon aus „Tokyo Ghoul”). Die Lippensynchronität ist weiterhin ohne große Fehler vorhanden. Es gibt manchmal ein paar Abweichungen bei denen die Mundbewegungen mit dem Gesagten nicht so sehr übereinstimmen, jedoch ist dies vor allem bei Animes nicht vermeidbar.

Die Untertitel sind immer noch weiß mit einer eher dickeren schwarzen Umrandung und schwarzen Schatten und kommen immer im passenden Moment. Sie weichen von der deutschen Synchronisation ein bisschen ab, jedoch wird der Sinn dabei nicht verdreht. Dies ist der Lippensynchronität zu verschulden.

Die Synchronisation sowie die Untertitel sind passend und auf den Punkt genau eingesetzt worden. Meiner Meinung nach bietet „Attack on Titan – Volume 4“ weiterhin eine der besten deutschen Vertonungen an, die es bisher im Anime-Bereich gibt. Deswegen bekommt „Attack on Titan“ in dieser Kategorie von mir auch die Wertung 10,0.

Im Gesamten ist „Attack on Titan“ in der Kategorie Synchronisation eines der besten Beispiele für perfekte Anime-Vertonung. Jeder Charakter ist passend besetzt worden und jeder einzelne Sprecher, auch wenn er/sie nur eine kleine Nebenrolle besitzt, gibt alles um die Synchronisation zur Perfektion zu treiben.

Fazit

Die Episoden 20- 25 von „Attack on Titan“ haben was Handlung, Action, Brutalität sowie Drama und Gänsehautmomente angeht den Anime noch einmal ein ganzes Stückchen weiter nach oben getrieben. Die Story bietet einfach alles und davon nicht zu wenig.  Der Inhalt des vierten Volumes ist weiterhin gut gefüllt und wird dem Preis des Volumes gerecht. Die Bild-& Tonqualität ist dank dem WIT Studio gleichbleibend einsame Spitze und auf einem Top-Niveau, trotz kleiner Schwächen zwischendurch. Die Synchronisation (Dub & Sub) ist ebenfalls perfekt. Meiner Meinung nach hat „Attack on Titan“ einer der besten deutschen Vertonungen bekommen.

 

Überblick der Kriterien
Verpackung & Inhalt
10
Bild- & Tonqualität
9
Synchronisation (Dub & Sub)
10

Team-& Personalmanager, seit 25. September 2016 für jegliche News rund um Anime-& Mangabereich sowohl in Japan als auch in Deutschland sowie rund Gamingnews zuständig. Allerdings auch für Reviews von Animes & Games zuständig mit dem Ziel Hilfe bei der Kaufentscheidung zu sein.
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