Mein Nachbar Totoro – Was steckt wirklich dahinter?

Informier dich!

Holt euch offizielle Hintergrundbilder zu „Demon Slayer – Kimetsu no Yaiba“

Das Animationsstudio ufotable bietet offizielle Hintergrundbilder zu Demon Slayer - Kimetsu no Yaiba an. Ist auch für dich etwas dabei? Demon Slayer - Kimetsu no Yaiba wurde...

Sonderbare Situationen erfordern sonderbare Unterhaltung

Auch wenn die ersten Corona-Maßnahmen allmählich gelockert werden, sollten wir trotzdem auf uns achtgeben. Nach wie vor erfreuen sich daher Streaming-Dienste und gemütliche Couch-Abende...

Die Wahrheit hinter der Manga-Produktion (Kosten, Strukturen etc.)

Wir haben bereits in der Vergangenheit über die Hintergründe der Anime-Produktion und die Lizenzkosten dahinter gesprochen. Aber bei Manga sind wir euch noch eine...

Sterben Anime-Disks bald aus?

2018 – Wir haben wiederverwendbare Raketen, Kopfhörer, die Musik via Schall über Knochen übertragen und nähern uns der künstlichen Intelligenz. Wieso haben wir dann...

Stoff aus dem Anime gemacht werden: Die wunderbare Welt der Light Novels

Light Novels, in Japan bereits seit längerem ein aufsteigender Trend, bei uns aber vor allem unbekannt. Obwohl sie Basis vieler großer Anime und Manga,...

„Mein Nachbar Totoro“ ist einer der Vorzeige-Filme von Ghibli. Fast jeder kennt ihn, fast jeder liebt ihn, egal ob Groß oder Klein. Es ist der Familienfilm schlechthin. Doch was steckt wirklich hinter diesem Film?

Zu dem Film gehören einige plausible Theorien, aber auch diverse, denen nur schwer glauben zu schenken ist. Aber wer weiß, vielleicht sind sie ja doch wahr?

Handlung von „Mein Nachbar Totoro“

Satsuki, Mei und ihr Vater ziehen aufgrund der im nahegelegenen Sanatorium zur Kur befindlichen Mutter aufs Land. Als sie dort eintreffen, kommen die beiden Mädchen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Das Haus, am Fuße eines gigantischen Kampferbaums gelegen, ist bereits sehr alt und ähnelt einem Geisterhaus.
Bei der ersten Erkundung des Hauses, entdecken die Schwestern promt kleine, geisterhafte schwarze Wesen, sogenannte Rußmännchen. Als die kleine Mei anderntags im Garten spielt, trifft sie auf weitere wundersame Wesen. Bei den zwei Winzlingen handelt es sich um Chuu-Totoros, die Mei unabsichtlich den Weg in das Innere des magischen Kampferbaums weisen. Dort trifft sie auch zum ersten Mal auf ihren Nachbarn, den ausgewachsenen Totoro. (©Anisearch)

Totoro ist der Gott des Todes

©sachsen /DeviantArt

Eine Theorie besagt, dass es sich beim flauschigen Totoro, der eine Mischung aus riesiger Ratte und flauschigem Bären ist, um den Todesgott handelt. Doch wie kommt man auf diese Idee?

Angeblich sollen nur Leute, die sich dem Tode nahe befinden oder bereits tot sind, Totoro sehen können. Der Story entsprechend würde das bedeuten, dass Mei ertrunken ist, als man ihre Sandale fand. Wenn Satsuki nach dieser befragt wird, lügt diese und sagt, sie gehöre nicht Mei.

Danach ruft Satsuki nach Totoro und öffnet dadurch selbst das Tor zum Tod. Denn sie rennt umher und kommt an Steinstatuen vorbei. In Japan findet man diese oft in der Nähe von Friedhöfen. Diese sollen angeblich die Seelen der Kinder bewachen. Wenn man sich die Szene mit den Steinstauen also genauer anschaut, wird man den Namen „Mei” auf einer der Statuen vorfinden.

Gemeinsam mit Totoro gelingt es ihr, ihre tote Schwester zu finden, wonach sie sich gemeinsam ins Krankenhaus zu ihrer Mutter begeben. Die Einzige der Anwesenden, die ihre Töchter bemerkt, ist jedoch nur sie selbst, was bedeutet, dass auch sie bald sterben wird.

In der zweiten Hälfte des Filmes wirkt Meis Schatten durchsichtiger als in der ersten Hälfte. Sie verliert also nach und nach ihren Schatten. In den letzten Szenen von „Mein Nachbar Totoro“ sieht man Satsuki und Mei letztendlich ohne Schatten. Und was wirft keinen Schatten? Geister!

[amazon_link asins=’B000UF3EZS,B01891ICG0,B01MR0OBPW,B000O77MGO,B01D2STUIY,B019SYVA20′ template=’ProductCarousel‘ store=’japaniac-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’54f467df-76ae-11e7-ad3f-0b40eb5ed234′]

Der Zusammenhang mit dem Sayama-Fall

In dieser berühmten japanischen Geschichte aus dem Jahre 1963 geht es ebenfalls um zwei Schwestern, die beide in Sayama, wo „Mein Nachbar Totoro“ ebenfalls spielt, gestorben sind. Die große Schwester wurde entführt, vergewaltigt und danach ermordet.

Ihre kleine Schwester versuchte, das Lösegeld von 200.000 Yen zu begleichen, und hatte mit der Polizei im Gepäck Falschgeld dabei. Der Täter floh jedoch, woraufhin man ein paar Tage später die Leiche der älteren Schwester fand. Die jüngere Schwester beging daraufhin Selbstmord und meinte kurz vor ihrem Tod, eine geisterhafte Katze gesehen zu haben.

Dieser Zusammenhang wird aber von vielen als total aus der Luft gegriffen bezeichnet. Dafür gibt es aber einen weiteren: Dieser Fall hat sich nämlich im Mai abgespielt und die Namen der beiden Mädchen, Mei und Satsuki, haben beide mit Mai zu tun. Mei bezieht sich dabei auf die Aussprache und Satsuki steht in Japan für den Mai, da Satsuki der „fünfte Monat“ bedeutet.

Außerdem gibt es in Japan eine sogenannte „gogatsubyou“ oder auch Mai-Krankheit. Da die Arbeit (Ausbildungsplatz) oder das Schuljahr im April beginnen und man vor allem im Zusammenhang mit neuen Schülern oder Auszubildenden Depressionen feststellen konnte. Diese basieren oftmals auf Eingliederungsproblemen oder dem Umgang mit der neuen Umgebung. Mei und Satsuki sind frisch umgezogen, was also eine Anspielung auf die Mai-Krankheit sein könnte.

Der Katzenbus

Wer erinnert sich nicht an den Katzenbus? Ein Halt des Katzenbus ist jedenfalls der „Friedhofsstraße”. Kein Wunder, dass viele Leute beim Katzenbus auch eine Todestheorie haben. So sehen sie dies als weiteren Beweis für die toten Geschwister. Angeblich transportiert der Bus also die toten Seelen zu ihrer letzten Ruhestätte.


Laut Aussagen des Studios stimmen diese Theorien zu „Mein Nachbar Totoro” jedoch alle nicht. Mei sei weder tot, noch ist Totoro der Todesgott. Irgendjemand hat sich diese ausgedacht, weil sie interessant klingen. Dass die Kinder in der letzten Szene keine Schatten haben, stimmt zwar, aber sei nur so, weil man dachte, man kann sie sich an dieser Stelle sparen.

28 Kommentare

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

28 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Narutoman
2. Januar 2021 11:06

Ich weiss ja nicht ob das alles so stimmt…

Angi
2. Februar 2020 2:19

Ich kenne den Film schon fast auswendig und ich kann jedem garantieren, dass auf der „Katzenbus Anzeige“ nur einmal Friedhof steht und zwar dann, wenn Saki nach Mei mit dem Katzenbus sucht und die Anzeige sich dafür von „Wald“ zu „Mei“ ändert.

Wald ⇾ Sumpf ⇾ Friedhof ⇾ See ⇾ Mei

Zhaoyun
18. Oktober 2019 12:33

Deine Theorie hat einen kleinen aber sofort erkennbaren Schönheitsfehler.

Der Abspann. Dort sieht man die beiden Kinder in mehreren Einzelbildern Spielen u.a. mit einem Baby, das vermutlich ihr kleines Geschwisterchen sein soll.

Juli
11. April 2019 19:49

Hallo ihr Lieben, der Sache mit den Schatten kann ich nicht zustimmen. Meiner Meinung nach ist es so, daß sich der Tag im Film nun mal dem Ende zu neigt und die Sonne unter geht. Darum haben die Figuren einfach keinen Schatten. Oder wenn man z.B. im Schatten eine Hauses steht, hat man selbst auch keinen eigenen Schatten. So ist es im realen Leben auch. In Miyazakis Werken vermischen sich Realität und mystische Welt und es gibt manchmal am Ende noch etwas mysteriöses. Als zum Beispiel Chihiro und ihren Eltern aus dem Zauberland zurückkehren und ihr Auto völlig zugewachsen vorfinden,… Weiterlesen »

Burkhard Hochstraß
27. September 2017 22:21

Im Film wird Satsuki immer als Saki angesprochen.
Die Sandale im Film ist auf keinen Fall die von Mei.
Meis Sandale hat zwei parallele Bänder in einem hellen Rotton, die Sandale aus dem Teich überkreuzte Bänder in einem in Pinke gehenden Rotton.
Man sieht Meis Sandalen deutlich in der Szene, wo „Großmutter“ „Saki“ an der Pumpe tröstet und Mei in ihre Sandalen steigt.
Leider gibt der Film keine Hinweise darauf, welche Krankheit die Mutter hat, aber sie ist offensichtlich so ernst, dass die Mutter nicht nach Hause darf.

Levent Stabaginski
1. August 2017 23:39

Jasmin

Lisa Egold
1. August 2017 14:57

Melanie Laukemann Paddy O’Mally Philipp Lange Klaus :) die Theorie zum Film… Leider wurde der Katzenbus nicht erwähnt.

Black Maruto
1. August 2017 12:27

Sun Mela Anne Sellnau Jilia Vally Munoz

Anja Vivien
31. Juli 2017 20:40

Also ich habe den film schon sehr lange nicht mehr gesehen und musste mir grade den Wikipediabeitrag dazu durchlesen, ist die rede wirklich vom selben film?

Sarah Wurzenrainer
31. Juli 2017 18:51

Erich :O

Jassie van Wonderbraa
31. Juli 2017 18:00

Freddy van Bacèaun

Melanie Dreisiebner
31. Juli 2017 17:39

Elias Dreisiebner ?

Sandrina Kos
31. Juli 2017 18:17

Johannes ?

Sandra Mauer
31. Juli 2017 16:40

Natalie

Aileen Neumann
31. Juli 2017 16:56

Die Schatten werden manchmal weggelassen oder Szenen schwarz eingeblendet, um Produktionskosten zu sparen.

Puhperina Kozlowski
31. Juli 2017 17:26

Diese These gibt es schon solange wie den Anime, nichts neues, gibt es auch verschiedene (bessere) Berichte zu (die nämlich auch mehr Aspekte aufgreifen).
Ich mein, Myasaki selbst hat gesagt, dass die Mädchen nicht tot sein sollen.

Lesetipps

Browsergame „KanColle“ bekommt Anime

Das in Japan sehr beliebte Online-Browsergame KanColle bekommt nun einen Anime. Der Termin ist für den Winter 2014/15 angesetzt. KanColle, Abkürzung für Kantai Collection (Flottensammlung),...

BTOOOM!-Zeichner bei AnimagiC

Tokyopop hat bekanntgegeben, dass der Zeichner von BTOOOM!, Junya Inoue, zur diesjährigen AnimagiC kommt. Die AnimagiC 2014 findet am 01. – 03. August in Bonn statt...
28
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x
Send this to a friend