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Der japanische Manga-Markt steckt in einer kleinen Kriese. Die Verkäufe von papiergedruckten Mangas sind um 12% eingebrochen. Mitunter sind illegale Streamingseiten ein Problem.

Logisch ist also die Schlussfolgerung der Publisher, diese mit allen Mitteln zu sperren, oder? Der Mangaka Takashi Yoshida kritisiert dieses Vorgehen nun und nennt Alternativen.

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© Takashi Yoshida

„Ich denke, dass Publisher Streamingseiten nicht abschalten,  sondern eher mit diesen konkurrieren sollten. Streamingseiten mit juristischen Mitteln herunterzunehmen ist kontraproduktiv.“, so der Mangaka zur japanischen The Huffington Post. Er glaubt, dass Seitenbetreiber und Publisher in einer Schleife gefangen seien. „Bevor sie Seiten herunternehmen, wäre es besser andere Maßnahmen zu ergreifen.“

Unter anderem findet Yoshida den Ansatz, dass Streamingdienste (ähnlich wie Netflix) Mangas legal zu einem festen Preis zur Verfügung stellen, gut. Dieses Prinzip gibt es bereits u. a. in Amerika vom Publisher J-Novel Club, bei welchem man für 5$ Novels im Simulpub lesen kann.

Laut ihm sitzt das Problem noch tiefer. Da Streamingseiten hauptsächlich von Manga-Fans benutzt werden, wird durch das Herunternehmen von solchen Seiten ein schlechtes Licht auf diese Gruppe geworfen. Wenn Publisher es dann auch noch versäumen, dass allgemeine Volk anzusprechen, sieht er die Manga-Industrie in Gefahr.

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© Takashi Yoshida, AbemaTV

Yoshida ist ein besonderer Mangaka, welcher all seine Lizenzen selbst verwaltet. Nur den Druck selbst überlässt er einer anderen Firma.

Schlussendlich sieht Yoshida aber ein, dass die Publisher in näherer Zukunft nichts ändern werden. Und dass, obwohl die Änderungen laut ihm ein Gedanke wert wären.

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