Werewolf Game – Das Spiel mit dem Tod erscheint bei Egmont Manga und ist mit 3 Bänden abgeschlossen. Der Manga stammt von dem Zeichner Koudo, die Handlung von Ryo Kawakami und basiert auf dem erfolgreichen Kartenspiel „Die Werewölfe von Düsterwald“. Wir haben uns den ersten Band für euch mal genauer angesehen.

Handlung

Airi Nishima ist Highschoolschülerin der zweiten Klasse und hat soeben ihren Job verloren, da die Buchhandlung, in der sie gearbeitet hat, schließen musste. Auf dem Nachhauseweg wird sie plötzlich von hinten mit einem Elektroschocker betäubt und entführt.

Wenig später erwacht sie völlig orientierungslos und findet sich in einem rätselhaften, unbekannten Raum mit zehn anderen Schülern wieder. Zudem tragen alle eine Art elektronisches Halsband, was die Situation noch unangenehmer macht.

Da meldet sich plötzlich eine Stimme aus einem Lautsprecher und teilt den Schülern mit, dass sie alle Teil des „Werewolf Game“ sind, welches ein Kampf auf Leben und Tod ist. Unter ihnen befinden sich zwei Werwölfe, die jede Nacht einen der anderen Teilnehmer – die „Bürger“ – töten müssen. Die Bürger wiederum haben jeden Tag die Chance mittels Abstimmung einen unter ihnen zu bestimmen, den sie verdächtigen ein Werwolf zu sein. Der Schüler mit den meisten Stimmen wird hingerichtet.

Anfänglicher Widerstand bei diesem Spiel nicht mitzumachen seitens der Schüler wird brutal und ohne zu zögern niedergeschlagen und macht allen unweigerlich klar wie ernst ihre Lage ist. Lange Zeit zum Überlegen eines Plans bleibt den Teilnehmern auch nicht, denn das erste Voting steht schon vor der Tür…

Eine gute, altbewährte Handlung im Battle-Royal-Stil, die rasant und flüssig erzählt wird. Viel Tiefe besitzt die Story jedoch noch nicht und erscheint auch sonst eher vorhersehbar, wird aber durch auftretende Rückblenden ein wenig aufgewertet. Wertung 8.

Zeichenstil

Der Zeichenstil erweist sich als ziemlich detailliert im Bezug auf die Charaktergestaltung und konzentriert sich auf ein genaues Vermitteln von Gefühlen, was für diese Art von Handlung unabdingbar ist.

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Einzuteilen ist der Stil eher in Richtung des Seinen-Genres und harmoniert sehr gut mit der ernsten Thematik des Mangas. Aber auch jüngere Leser sollten mit diesem Titel keine Probleme haben.

Allgemein ist der Manga sehr hell gestaltet, weist nur wenige, großflächige, schwarze Kolorierungen auf, in die sich aber ein gekonnter Einsatz von Rasterfolie mischt. Wertung 8,5.

Inhaltsanalyse

Werewolf Game – Das Spiel mit dem Tod lockt mit einer Battle-Royal-Thematik, welche immer gut gewählt ist, da sie selten langweilig wird und viele Möglichkeiten bietet, die Handlung in verschiedene Richtungen zu lenken – wenn sie genutzt werden.

Die Tatsache, dass man als Leser selbst nicht weiß wer die Werwölfe sind, erhöht das Spannungslevel um ein Vielfaches und lädt zum Mitraten ein.

Aus dem Überlebenstrieb der Teilnehmer resultiert ein Konstrukt aus Intrige, List, Geheimnistuerei und Paranoia, das die Handlung zwar durchgehend lesenswert macht, aber gleichermaßen auch kaum etwas Neues bietet.

Neben Spannung mischen sich auch einige Action- Gewalt- und Splatter-Elemente in den Manga, stellen aber noch eine Minderheit dar. Im Vordergrund stehen immer noch die Schicksale der Charaktere und die ans Licht kommenden Geheimnisse, die schreckliche und ungeahnte Verbindungen der Schüler untereinander offenbaren. Wertung 8.

Fazit

Werewolf Game – Das Spiel mit dem Tod bietet kurzweilige Unterhaltung mit spielerischem Hintergrund. Wer mehr Tiefe oder Novität erwartet, wird hier aber nicht glücklich, weil die Handlung sehr linear ist und nur ein Ende dafür in Frage kommt. Wer diese Art Manga jedoch noch nicht kennt, dem bietet sich mit diesem Titel eine gute Gelegenheit den Einstieg zu machen.

 

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Handlung
8
Zeichenstil
8.5
Inhalstanalyse
8
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