Anfang des Monats erschien der erste Band von Igai – The Play Dead/Alive im Egmont Manga-Verlag. Wir haben ein Exemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, um für euch darüber zu berichten.

Der Manga stammt von Tsukasa Saimura, der großteils Genren wie Action, Horror oder Seinen bevorzugt. Hierzulande ist Igai – The Play Dead/Alive das erste Werk, welches von ihm erscheint.

Handlung

Es beginnt mit 4 Farbseiten, welche den Leser direkt ins Geschehen werfen. Akira – mit einer Schaufel bewaffnet – findet Kurumi kniend auf dem Boden des Klassenzimmers, während diese an der Leiche eines Mitschülers nagt. Als sie den Jungen bemerkt, greift sie an.

Rückblende. Die Welt scheint normal zu sein. Akira freut sich auf das Bento seiner langjährigen Freundin und heimlichen Liebe Kurumi. Diese scheint jedoch nur Gedanken für Akiras Freund Umezawa zu haben. Völlig aufgebracht und sichtlich besorgt bittet sie Akira Umezawa, der von einem älteren Mitschüler zu einem Kampf aufgefordert wurde, beizustehen.

Etwas genervt macht sich Akira auf den Weg zu seinem Freund, um ihm zu helfen. In einer abgelegenen Ecke des Schulhofes trifft er auf diesen und ist völlig entsetzt. Umezawa schlägt wie besessen auf einen Mitschüler ein, während zwei andere bereits blutig am Boden liegen.

Bei dem Versuch Umezawa von den Opfern wegzubringen wird Kurumi plötzlich von einem der verprügelten Schülern angegriffen und in den Hals gebissen. Daraufhin dreht Umezawa völlig durch, verpasst Kurumi einen Kinnhaken und schreit Akira an, dass er fliehen solle. Aus irgendeinem Grund fallen manche Schüler andere an und alle, die gebissen werden, tun es ihnen gleich.

Umezawa hält Akira davon ab Kurumi zu helfen. Dabei wird er unachtsam. Kurumi schlägt ihre Zähne in Umezawas Hals und läuft davon. Akira stürmt ihr nach. Während seiner Verfolgung quer über das Schulgelände stellt er voller Entsetzten fest, dass die ganze Schule in derartige Kämpfe verwickelt ist.

Die nächste Szene bringt uns wieder an den Anfang, als Akira seine Freundin in bereits erwähnten Klassenzimmer findet und sich an einer Leiche labt. Es kommt zum Kampf. Unter Tränen fleht Akira Kurumi an wieder normal zu werden und das Unerwartete trifft ein. Seine Freundin verwandelt sich tatsächlich wieder zurück in einen klar denkenden Menschen. Ebenso sämtliche anderen Schüler. Doch die Katastrophe ist noch lange nicht überstanden …

Die Handlung vom ersten Band von Igai – The Play Dead/Alive birgt kaum etwas Neues in sich, beginnt wie jede typische Zombie-Geschichte und lässt sich leicht voraussagen. Jedoch kann es spannend werden in der Hinsicht, dass sich die Betroffenen stetig zwischen einem normalen Schüler und einem mörderischen Monster hin und her zu verwandeln scheinen. Wertung: 7,5

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Zeichenstil

Der Zeichenstil besticht durch seinen hohen Einsatz von Speedlines und geben vielen action- und emotionsreichen Szenen eine hohe Dynamik. Die Vermittlung von Gefühlen und Wirkung einzelner Panels kommt dadurch besonders gut zur Geltung.

Gegensätzlich zum Cover, das besonders düster gestaltet ist, wird das Gesamtbild des Manga-Inneren relativ hell und klar gezeichnet. Dies ist aber keineswegs ein Negativpunkt, da Szenen wie Kämpfe oder Angriffe der in Zombies verwandelten Schüler dann wiederum sehr blutig und finster gezeichnet sind und so eine gute Abwechslung für das Auge bieten.

Die Darstellung der Charaktere ist sehr detailliert, beschränkt sich aber auf das Wesentliche der Figuren. So findet man kaum Anwendung von überflüssigen Accessoires, individueller Kleidung, etc…, die einen Charakter hervorhebend spezifisch machen. Sehr gelungen ist das zur Geltung bringen von Emotion und Gefühl jeder einzelner Figur und macht es dem Leser sehr einfach sich in das Geschehen hineinzuversetzen.

Hintergründe treten eher unscheinbar auf und es handelt sich meist nur um einfache Ausschnitte von der Schule oder dem Gelände herum. Wertung: 8

Inhaltsanalyse

Der Manga orientiert sich stark an den klassischen Zombie-Geschichten und man findet kaum etwas Neues darin. Die Handlung verläuft im ersten Band stark linear und es passiert kaum etwas, mit dem man nicht gerechnet hätte.

Dennoch lässt sich vage eine gewisse Nebenstory erahnen, die dem Manga eine große Menge an Spannung zuführen kann. Aufmerksame Leser finden die passende Anspielung dazu.

Was den Manga aber so besonders und interessant macht, ist die Idee, dass sich Menschen nicht durchgehend in zombieartige Wesen verwandeln, sonder immer wieder zu ihrem normalen Ich zurückfinden. Dieser Aspekt kann sich für die Geschichte noch enorm positiv auswirken, wenn richtig damit umgegangen wird. Wertung: 7,5

Fazit

Igai – The Play Dead/Alive ist jedem ans Herz zu legen, der sich gerne im Zombie-Schul-Genre aufhält und immer noch nach einem guten Ersatz der abgebrochenen Highschool of the Dead-Reihe sucht, da doch gewisse Ähnlichkeit herrscht. Zwar bietet der erste Band kaum eine Abwechslung der Thematik, sollte aber trotz allem eine Chance bekommen, dass man mal einen Blick drauf wirft.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Handlung
7.5
Zeichenstil
8
Inhaltsanalyse
7.5
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