Mit Food Wars – Shokugeki no Sōma hat Carlsen Manga erneut einen äußerst lukrativen und heiß begehrten Titel in sein Programm aufgenommen, der einem – im wahrsten Sinne des Wortes – das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Der bereits als gefeierter Anime umgesetzte Manga stammt von dem Autor Yuto Tsukada und dem Zeichner Shun Saeki. Außerdem wurde zur Beratung Yuki Morisaki herangezogen, die als Chefköchin für die Authentizität der im Manga vorkommenden Speisen und Rezepte sorgte.

Handlung

Sōma Yukihira ist der 15-jährige Sohn des Restaurantsbesitzer Jōichirō Yukihira und träumt davon eines Tages das „Restaurant Yukihira“ zu übernehmen. Kein Wunder also, dass er sichtlich schockiert darüber ist, als sein Vater ihm die Nachricht überbringt den Laden für einige Jahre zu schließen, um im Ausland zu arbeiten.

Seine Ausbildung zum Koch solle er von nun an an der Totsuki-Saryo-Kochakademie weiterführen. Diese ist aber nicht irgendeine Schule sondern Japans Koch-Elite-Schule mit einer Durchfallquote von mehr als 90% und deren Schüler allesamt Söhne und Töchter von namhaften Unternehmern der Lebensmittelbranche und berühmter Köche sind.

Sichtlich überzeugt von seinem Talent und stellt sich Sōma dieser Herausforderung, fällt jedoch noch vor Antritt zur Aufnahmeprüfung negativ auf und wird aufgrund seiner Herkunft als „Pöbel“ beschimpft und ausgelacht. Sōma wäre aber nicht Sōma würde er sich davon einschüchtern lassen.

Als sich herausstellt, dass die Prüferin Erina Nakiri ist, die nicht nur die Enkelin des Schulleiters ist, sonder auch den Beinamen „Zunge Gottes“ trägt, ergreifen sämtliche Schüler die Flucht. Sie hat nämlich den feinsten Geschmacksinn der Menschheit und entscheidet mit ihrem Urteil über Erfolg oder Fall eines Kochs oder Restaurants innerhalb der Kochwelt.

Sōma aber lässt das völlig kalt und unterzieht sich selbstbewusst der gefürchteten Prüfung…

Die Handlung des ersten Bandes ist durchwegs witzig und spannend aufgebaut und durch die eingespielten Kochvorgänge und deren besondere actionreiche Darstellung kommt es zu gelungen Abwechslungen innerhalb des Schulalltags. Wertung 9,5

Zeichenstil

Mit viel Liebe, Rasterfolie und feinem, sauberen Strich ist der Manga ein Leckerbissen für die Augen. Da man sich zur Beratung über die Speisen und Rezepte, wie anfangs erwähnt, eigens eine Köchin ins Boot holte, ist sichtlich erkennbar. Lebensmittel sowie Gerichte sind äußerst detailreich – und lecker – dargestellt, dass man versucht ist in die Seiten zu beißen.

Kommen wir zu den Charakteren. Für diese wurde nicht minder Aufwand betrieben und auch hier kann man gut erkennen, dass der Mangaka sein Werk versteht. Jeder ist individuell gestaltet und unterscheidet sich vom anderen sowohl in Gesichtsform, Statur und Frisur sowie auch im Auftreten.

Auch an Hintergründen mangelt es dem Manga nicht, beschränken sich jedoch hauptsächlich auf Gebäude oder Inneneinrichtungen. Hier fehlt es ein bisschen an Abwechslung, was aber aufgrund der an die Handlung geknüpften Bedingungen verziehen sein mag. Wertung 9,5

Inhaltsanalyse

Food Wars – Shokugeki no Sōma bietet dem Leser eine Vielzahl an Genre-Elementen wie Action, Humor und Slice-of-Life. Auf innovative Art und Weise wird auch die Kategorie Ecchi eingebracht, wie es in dieser Form kaum zu erwarten ist.

Kosten nämlich andere von Sōmas Gerichten lässt sie die Intensität und Qualität des Geschmacks in eine Art Ekstase verfallen, dessen Darstellung mit einer kleinen Portion Erotik gewürzt ist. Anfangs mag das eher befremdlich auf den Leser wirken, erweist sich aber als durchaus gut durchdachte Art und Weise um spürbar zu machen, wie wohlschmeckend die Speisen von Sōma sind.

Generell aber werden Emotionen und Gefühlszustände der Figuren sehr gut übermittelt, allen voran die Leidenschaft von Sōma fürs Kochen. Man bekommt direkt Lust selbst zum Kochlöffel zu greifen. Als fröhlicher, lässiger, vorurteilsloser und positiv eingestellter Mensch ist er die ideale Besetzung für die Rolle des Protagonisten, den man aufgrund seiner sympathischen Art sofort ins Herz schließt.

Die Handlung des ersten Bands bietet dem Leser einen sehr guten Einstieg in die Story und es wird ohne Umschweife drauf los erzählt. Dennoch stellt sich die Frage nach einem gewissen Ausbaupotential. Hat man nicht direkt einen Bezug zum Kochen, könnte die Geschichte doch etwas dünn werden, wenn sie sich rein darauf beschränkt und es könnte schnell zu einseitig werden. Wertung 9

Fazit

Trotz letzterer Bemängelung der Handlung ist Food Wars – Shokugeki no Sōma ein durchaus empfehlenswerter Manga. Wer gutes Essen, Action und Humor mag, liegt bei diesem Titel genau richtig. Achtung!: Ist man gerade auf Diät oder hat einen leeren Magen, sollte man den Manga nur mit Vorsicht genießen.

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Überblick der Kriterien
Handlung
9.5
Zeichenstil
9.5
Inhaltsanalyse
9

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