Mit Dimension W hat sich Kazé eine sehr interessante Manga-Lizenz ins Boot geholt. Wir haben vorab vom Verlag den ersten Band der Reihe bekommen, um ihn für euch unter die Lupe zu nehmen.

Dimension W stammt aus der Feder von Yuji Iwahara und ist bereits die zweite Publikation des Mangakas im deutschen Raum, denn bereits von 2005 bis 2007 erschien die in 6 Bänden abgeschlossene Serie König der Dornen im Tokyopop Verlag, die später aufgrund der besonderen Beliebtheit als Sammelband-Edition (2in1) neu aufgelegt wurde.

Handlung

Wir befinden uns im Jahr 2072. Mit den sogenannten „Coils“ – entwickelt von „New Tesla Energy“ – die Energie aus der 2036 entdeckten vierten Dimension ziehen, erschloss sich der Welt eine unendliche Energiequelle. Diese Dimensionsspulen sind einerseits eine Bereicherung für den globalen Wohlstand, jedoch wohnt ihnen auch eine enorme Zerstörungskraft inne. Diese Eigenschaft machen sich viele Kriminelle und zu Nutze, bauen ihre eigenen Coils und verkaufen diese auf dem Schwarzmarkt.

Um diesem Treiben ein Ende zu setzen gibt es die „Collectors“, deren Aufgabe es ist illegale Coils aufzuspüren, einzusammeln und deren Besitzer gefangen zu nehmen. Einer davon ist Kyōma Mabuchi.

Während eines Auftrags in dem kriminellen Viertel „Schattenstadt“ trifft er auf das Androiden-Mädchen Mira, das von einer Gangsterbande gefangen genommen wurde. Im Tumult des Kampfes kann sie jedoch fliehen und nimmt die illegalen Coils mit sich, weshab sich Kyōma nun auf die Suche nach Mira macht. Als er sie schließlich stellen will, beteuert diese, dass sie die Coils nicht für sich in Anspruch nehmen will, sondern für ihren Vater benötige, der an einem Herzleiden erkrankt ist. Die Dimensionsspulen seien die einzige Möglichkeit ihm das Leben zu retten.

Plötzlich erschüttert eine gewaltige Explosion die Stadt. Explosionsartig erhebt sich ein enormer Energiestrahl inmitten der Stadt, der sämtliche Coils im Umkreis lahm legt. Auch Mira bricht zusammen und wird von Kyōma aus der Gefahrenzone gebracht.

Im Glauben, das Androiden-Mädchen sei kaputt, wird sie einer mechanischen Analyse unterzogen und es wird festgestellt, dass sie von keinem geringeren gebaut wurde als von Professor Yurizaki, der gemeinsam mit seiner Frau der Erfinder der Coils ist.

Kyōma nimmt sich widerwillig Mira an, die ihn von nun an in seiner Arbeit als Collector unterstützen soll. Der erste Auftrag lässt nicht lange auf sich warten und es wird ernst…

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Eine spannende Handlung, tolle Hintergrundstories besetzt mit sympathischen Charakteren. Wertung 9,5

Zeichenstil

Am markantesten ist wohl die auffallende Schraffurtechnik von Yuji Iwahara, die den Einsatz von Rasterfolie nahezu völlig ersetzt. Dadurch bekommt der Manga einen unvergleichlichen Stil und Charme, der sich mehr als positiv auf die Zeichnungen auswirkt.

Auch findet schwarze Tusche großflächig ihre Anwendung und ergibt für das Auge angenehme Kontraste, die keine Seite langweilig erscheinen lassen. Hintergründe sind mal mehr mal, weniger vorhanden und auf ihre eigene Art und Weise detailreich oder auch nur skizzenhaft angedeutet.

Der Zeichenstil ist, wie auch die Handlung, trotz keiner Altersbeschränkung eher auf ein älteres Publikum ausgerichtet und jüngere Leser könnten sich eventuell überfordert fühlen. Wertung 9

Inhaltsanalyse

An dieser Stelle möchte ich nochmal extra auf die grandiose Covergestaltung hinweisen und ein großes Lob an den Kazé Verlag aussprechen, der sich hierbei echt ins Zeug gelegt hat. Das Cover von Dimension W besticht durch einen für das Genre passenden Kontrast aus einem kräftigen Dunkelblau und Neongelb. Weiters sind ausgewählte Stellen mit einer zarten Prägung und einem „Glow-Effekt“ (leuchtet im Dunkeln) ausgestattet.

In Dimension W finden wir eine Mischung aus Steampunk und Science-Fiction im harmonischen Einklang miteinander, obgleich ersteres sich noch ein wenig im Hintergrund versteckt. Weiters darf man sich auch über eine jede Menge Action und  einen rasanten Erzählstil erfreuen, was für reichlich Unterhaltung sorgt.

Die Haupt- und Nebencharaktere sind im ersten Band noch etwas unergründlich, dennoch lässt sich zu manchen eine gewisse Hintergrundgeschichte erahnen. Kyōma, der eher der „Mir-ist-alles-egal“-Typ zu sein scheint, bildet mit der freundlichen und ein wenig naiven Art von Mira ein charmantes Duo. Diese Konstellation bringt im Laufe der Handlung sicherlich noch die eine oder andere witzige Szene zum Vorschein und somit eine willkommene Abwechslung in die doch eher ernster Handlung. Wertung 9

Fazit

Dimension W ist vorrangig aufgrund seiner alles anderen als langweiligen Story sehr empfehlenswert. Vorkommende Fachbegriffe oder technische Erklärungen mag zwar nicht ein jeder verstehen bzw. nachvollziehen können, sollten aber kein Grund sein sich davon abschrecken zu lassen.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Handlung
9.5
Zeichenstil
9
Inhaltsanalyse
9
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2000

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