Im Kazé Verlag erschien diese Woche der erste Band der Manga-Reihe „Dusk Maiden of Amnesia“, in dem sich alles um die seltsame Beziehung zwischen einem Schüler und einem Geistermädchen dreht. Wir haben diesen mal für euch unter die Lupe genommen.
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„Dusk Maiden of Amnesia“ stammt von einem Autor-Mangaka-Duo, welches nur unter dem Pseudonym „MAYBE“ bekannt ist. Die Serie erschien 2008 bis 2013 in Japan (Originaltitel: Tasogare Otome x Amnesia) und ist mit 10 Bänden abgeschlossen.

Handlung

Ort der Geschichte ist die Seikyo-Schule, welche im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut und renoviert wurde. Dadurch entstanden viele Altbauten, die nicht mehr genutzt werden. Diese verlassenen und verfallen Gemäuer bieten den idealen Stoff für Gerüchte über Gespenster, Mysterien und Poltergeister, welche unter den Schülern kursieren.

Protagonist Teiichi Niiya trifft auf einem Streifzug durch einen Teil der alten Schule auf Yuko Kanoe, welche sich ihm als Geist vorstellt. Anfangs noch der festen Meinung, dass dies eine Lüge ist, muss Teiichi jedoch bald auf erschreckende Weise feststellen, dass Yuko die Wahrheit sagt. Dabei entspricht Yuko doch so gar nicht den gängigen Vorstellungen über Geister. Ganz im Gegenteil: Das Geistermädchen entpuppt sich als hübsch, sexy und verführerisch.

Yuko hat jedoch keinerlei Erinnerungen, weder an ihre Vergangenheit, noch an die Ursache ihres Todes. Teiichi verspricht ihr, sie auf der Suche danach zu unterstützen und so gehen die beiden den unzähligen Gerüchten und mysteriösen Geschehnissen auf den Grund; in der Hoffnung, einen Anhaltspunkt zu finden.

Als Dank für Teiichis Hilfe, sie aus einer misslichen Lage befreit zu haben, schließt sich ihnen bald die Schülerin Momoe Okonogi an. Von Yukos Existenz weiß sie jedoch nichts, da nur Teeichi sie sehen kann.

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Handlungstechnisch bietet „Dusk Maiden of Amnesia“ nichts Neues. Der Manga weißt die für Japan typischen und beliebten Elemente Schule, Geister, Horror und Mystery auf, welche man bereits in unzähligen Varianten wiederfindet. Wertung: 8

Zeichenstil

Der Geschichte entsprechend ist der Manga sehr düster gestaltet mit einer Menge dunkler, finsterer Szenen. Die Hintergrundgestaltung ist ebenfalls vom Genre geprägt und so findet man sich oft in einer alten, verfallenen Kulisse wieder.

Die Charaktere sind sehr liebevoll und detailreich ausgearbeitet. Besonders Emotionen -vor allem Angst und Schreckhaftigkeit- werden zeichnerisch gut vermittelt und ermöglichen ein einfaches Einfühlen in das Geschehen. Wertung 9,5

Erzähl- und Handlungselemente

Der Manga erweist sich als durchwegs spannend, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Charaktere ständig neuen Gerüchten auf der Spur sind. Dadurch entwickeln sich viele Nebenstorys und man erfährt einiges über die Hintergründe der Haupt- und Nebencharaktere und die Geschichte der Schule allgemein.

Neben Spannung und Mystery stößt man aber auch auf ein paar komische Szenen, welche mit der etwas tollpatschigen und naiven Figur Momoe einhergehen. Nicht zu kurz kommen auch die shonentypischen Momente, in denen Teiichi unabsichtlich mal den einen oder anderen Körperteil von Yuko zu Gesicht oder in die Finger bekommt.

Ein wenig erahnen lassen sich auch Elemente von Romance und Love, die sich bei einem so hübschen Geistermädchen nicht von der Hand weisen lassen.
Aufgrund der gängigen Bandbreite an Gefühlen vergebe ich die Wertung 9.

Fazit

„Dusk Maiden of Amnesia“ ist durchaus ein unterhaltsames Lesevergnügen und sehr empfehlenswert für Fans des Genres. Hinzuzufügen ist jedoch auch, dass der Manga den stereotypischen Geistergeschichten entspricht und kaum Neues bietet.

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Überblick der Kriterien
Handlung
8
Erzählstil
9,5
Erzähl- und Handlungselemente
9

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