In sozialen Netzwerken geht das Gerücht um, dass das Studio Ghibli seine Schließung angekündigt habe. Doch was ist an diesem Gerücht dran?

Am Sonntag gab der Mitbegründer und Regisseur des Studios, Toshio Suzuki, ein Interview. In diesem Interview wurde über die Zukunft des Studios nach Hayao Miyazakis Rückzug aus der Filmproduktion gesprochen. Dabei ging es auch um die Neuausrichtung des Unternehmens. Der Mitbegründer gab als Beispiel an, dass man die Animationssparte auskoppeln könnte. Doch das war nur ein Beispiel. Dank eines Übersetzungsfehlers verbreitete sich dadurch der Irrtum, dass das Studio offiziell die Schließung bekannt gab. Dieser Irrtum wurde von einer Quelle gestreut und dutzende Nachrichtenseiten übernahmen dies ohne Prüfung der Quellen.

Fakt ist, dass die Neuausrichtung eine Pause im Animationsalltag vorsieht. Man wird schauen, in welche Richtung das Studio gehen wird. Auch eine Weiterentwicklung im Serien-Bereich ist möglich, da das Studio gerade an einem Anime mitarbeitet (mehr dazu). Doch im Grunde soll das Studio restrukturiert werden, um der neuen Generation die Möglichkeiten zu bieten, die Hayao Miyazaki und Co. nicht hatten. Dies könnte Animationen am Computer einbeziehen.

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Doch ein Ende des Studios ist wohl eher unwahrscheinlich. Zwar habe nicht jeder Film Gewinne erzielt, doch Kaze Tachinu (Wie der Wind sich hebt) zum Beispiel habe allein im Kinoverkauf über 130 Millionen Dollar eingenommen bei Produktionskosten von gerade mal 30 Millionen Dollar. Auch das Merchandise-Imperium um die großen Titel wie „Prinzessin Mononoke“, „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Mein Nachbar Totoro“ spielen jährlich hohe Beträge ein, die einen finanziellen Kollaps des Studios verhindern würden.

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QUELLEANN
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