Literaturfestival in Wien: Echos in Japan

Habt ihr am Wochenende noch nichts vor und seid in Wien oder Umgebung unterwegs? Dann habe ich hier die richtige Veranstaltung für euch, die sich mit japanischer Literatur beschäftigt: Echos aus Japan. echos-aus-japan_logo

Viele verbinden mit japanischer Literatur Manga oder vereinzelte SchriftstellerInnen, aber der Buchmarkt hat eine Vielfalt an fesselnden und sprachlich ausgereiften Werken zu bieten. Man muss sich ein klein wenig auf die Suche machen, doch man wird erstaunt sein, wie viele Bücher es vom asiatischen Markt zu uns schaffen. Dabei reicht die Bandbreite von dichten, spannenden Krimis bis hin zu scheinbar dünnen Romanen, die es mit ihrer Bildsprache schaffen, die Lesenden vom Anfang bis zum Ende zu packen.

Einen kleinen Vorgeschmack, was man an an japanischer Literatur bei uns finden kann, könnt ihr euch dieses Wochenende verschaffen.

Vom 18.–20. November erwarten euch im Rahmen der „Echos aus Japan“-Veranstaltung zahlreiche Lesungen, Filmvorführungen und ein Werkstattgespräch mit deutschsprachigen und japanischen AutorInnen. Bei freiem Eintritt könnt ihr nach Lust und Laune die Events eurer Wahl besuchen und dabei auf bekannte AutorInnen treffen, sowie auch neue kennenlernen.

Das Literatur-Programm

Bei der Eröffnung am Freitag erwartet euch neben einer offiziellen Begrüßung auch etwas aus der Welt der Butoh und Haiku. Danach stehen zwei Lesungen auf dem Programm, die ihr euch auch nicht entgehen lassen solltet. Meine Empfehlung: Fuminori Nakamura – Der Dieb.

Den Start in den Samstag macht der Film Tony Takitani, der nach einer Erzählung von Haruki Murakami entstanden ist. Wobei im Anschluss die Lesung von Ursula Gräfe eine Pflichtveranstaltung sein sollte, wenn man den Film gesehen hat. Denn sie liest sowohl Haruki Murakami als auch Ryū Murakami. Der weitere Abend verspricht ein bunter Mix aus österreichischen, deutschen und japanischen AutorInnen zu werden.

Sonntag solltet ihr früher aus den Federn kommen, da das Werkstattgespräch zum Thema Global und lokal – vom Schreiben über das andere bereits vormittags startet. Doch es verspricht ein interessanter Austausch zwischen deutschsprachigen und japanischen AutorInnen zu werden.

Mein Pflichttermin findet danach wieder im Theater Odeon statt und zwar wird der Film „Kirschblüten und roten Bohnen“ gezeigt, der schon im Laden meine Aufmerksamkeit erregt hat. Passend dazu und wie abgesprochen, da ich auch gerade dabei bin das Buch zu lesen, findet danach die Lesung der Romanvorlage von Durian Sukegawa statt.

Auch das weitere Abendprogramm lässt einen würdigen Abschluss der Veranstaltung erahnen. Unter anderem wird es eine Lesung von Milena Michiko Flašar geben, die mit ihrem Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ bekannt wurde.

Das Programm verspricht also eine Abwechslung sowohl von den Darbietungen als auch von den Themen, die behandelt werden. Ich kann euch, solltet ihr ein größeres Interesse an der japanischen Kultur und Literatur haben, die Echos aus Japan als wunderbare Wochenendbeschäftigung nur ans Herz legen.

Ihr wollt wissen wer genau wann da ist und wo? Hier habt ihr einen Überblick über alle Events.

Werbung
Junge Buchhändlerin aus Wien. Neben meiner Leidenschaft für die Literatur zocke ich gerne auf den unterschiedlichsten Konsolen, aber auch gerne Brettspiele. Erst spät auf Manga aufmerksam geworden, hat mein Bestand mittlerweile eine imposante Größe erreicht, die regelmäßig weiter wächst.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2000

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.