Der 83-jährige Akihito ist der erste Kaiser seit 200 Jahren, der als Japans Kaiser abdanken wird. Am 30. April 2019 ist geplant den Chrysanthementhron an seinen ältesten Sohn zu übergeben.

Kronprinz Naruhito

Am 1. Dezember teilte Regierungschef Shinzo Abe mit, dass Japans Kaiser Akihito am 30. April 2019 abdanken wird. Am folgenden Tag soll Akihitos ältester Sohn – Kronprinz Naruhito – den Thron übernehmen.

Bereits letztes Jahr äußerte der Tennō seinen Wunsch, den Thron an Naruhito weiterzugeben und versetzte Japan damit in Unruhen. Tennō bedeutet „Himmlischer Herrscher“ und wird im Deutschen als Kaiser übersetzt. Seine Gesundheit und Alter nannte er als Gründe für sein Abdanken.

Die japanische Geschichte brachte auch einige Kaiserinnen hervor, jedoch dürfen nach dem heutigen Gesetz nur Männer die Krone tragen. Aufgrund der oftmals mangelnden männlichen Thronfolger wurde eine Debatte über die Nachfolgeregelung im japanischen Kaiserhaus ausgelöst.

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Funktionen des Kaisers

Die Funktion des Kaisers ist heute lediglich zeremonieller Natur. Durch die Nachkriegsverfassung bekannte man, dass der Kaiser mehr als eine Art Symbol des Staates und der Einheit des Volkes stehe. Ferner beschränken sich seine Aufgaben auf Verkündung von Gesetzesänderungen, Empfangen von Staatsgästen und Ernennung des Regierungschefs. Dennoch hat er in politischen Angelegenheiten keinerlei Entscheidungsgewalt und besitzt eher repräsentative Aufgaben.

Der Kaiser besitzt zudem auch eine sakrale Funktion und gilt als oberster Priester des Shintō. Diese Funktion geht auf das Erntedankfest Niinamesai zurück.

 

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