Touch Hologramm

Japanische Wissenschaftler wollen mit berührungsempfindlichen Hologrammen die Zukunft gestalten. Hilfe bekommen sie dabei von einem Laser.

Mithilfe von Femtosekunden-Lasern wollen Japanische Wissenschaftler die Zukunft herholen. Diese Technik verspricht laut den Wissenschaftlern Plasmabildschirme mit berührungsempfindlichen Hologrammen. Die Idee dahinter ist nicht neu, nur fehlte eine Lösung für diese Technik.

Diese scheinen die Wissenschaftler der Digital Nature Group gefunden zu haben. Mittels einer 3D-Projektion in die Luft entstehen Hologramme, die schon des Öfteren genutzt werden. Sehr bekannt ist hier die Ausstattung auf Holo-Konzerten, wie sie beim Pop-Idol Hatsune Miku in Nutzung sind.

Die Hologramme, auch Fairy Lights (Feenlichter) genannt, entstehen durch die Nutzung von Linsen. Die Femtosekunden-Laser werden durch ein Linsensystem geleitet und lassen an definierten Raumpunkten Plasma mittels Ionisation enstehen.

Die Wissenschaftler um Yoichi Ochiai von der Universität Tsukuba erklären dadurch auch den haptischen Effekt bei Berührung. Durch die Entstehung von Plasma erhält der Finger bei Berührung einen Impuls, sodass man den Kontakt zum Hologramm spürt. Somit wirkt das Licht wie eine physische Substanz.

Der Clou steckt in der Wandlungsfähigkeit der Hologramme. Bei Berühung können sich die 3D-Bilder in Echtzeit verwandeln, sodass zum Beispiel ein Kästchen per Fingerdruck abgehakt werden kann. Die Anwendungsmöglichkeiten werden beispiellos.

fee-hologramm
Image: University of Tsukuba

Schon früher gab es Hologramme mittels Nanosekundenlaser. Doch diese waren nicht einsetzbar, da sie bei Berührungen Verbrennungen bewirkten. Der Femosekundenlaser wiederum hat eine deutlich geringere Energiedichte, weshalb Verbrennungen nicht eintreten können. Somit kamen die Wissenschaftler Hologramm-Bildschirmen á la Hollywood deutlich näher. Doch noch sind die Hologramme eher winzig. Die Arbeit an größeren Hologrammen wird nun angestrebt.

Die Digital Nature Group besteht aus Wissenschaftlern der Universität Tsukuba, der Utsunomiya University, des Nagoya Institute of Technology und der University of Tokyo. Ob die Technologie in irgendeiner Form gefährlich sein kann, wurde bisher noch nicht getestet.

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Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!

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