Globalisierung ist eines der Kernbegriffe der Weltwirtschaft. Die EU und Japan haben für ein langfristiges wirtschftliches Wachstum und neue Jobs ein Freihandelsabkommen unterzeichnet.

„Heute ist ein historischer Tag“, gaben der EU-Kommisionspräsident Jean-Claude Juncker und der japanische Regierungschef Shinzo Abe bekannt. Die EU hat eines ihrer größten Freihandelsabkommen mit Japan geschlossen.

Seit 2013 schon verhandelten und arbeiteten die beiden Interessengruppen dieses Abkommen heraus. Ziele sind der Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen. Außerdem soll das Wachstum insgesamt angekurbelt und damit verbunden neue Arbeitsstellen geschaffen werden. Die Unterzeichnung gilt auch als Signal an die derzeitige US-Regierung, der von Japan und der EU eine Abschottungspolitik unterstellt wird.

Zölle werden abgebaut

Für 99 Prozent der Importe aus Japan sollen keine Zölle mehr anfallen. Japan verzichtet wiederum auf 94 Prozent. Betroffen sind Nahrungs- und Genussmittel wie Käse, Wein und Schweinefleisch. Acht Jahre nach dem Inkrafttreten des Handelsabkommen sollen auch die Zölle auf Autos wegfallen.

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Das Abkommen wird voraussichtlich im März 2019 in Kraft treten, wenn Großbritannien erfolgreich aus der EU ausgetreten ist. Kritik gibt es dennoch von einigen Seiten. Man hat beispielsweise die Sorge, dass japanische Unternehmen versuchen könnten europäische Wasserwerke zu privatisieren. Zusätzlich ist die Sorge von Umwelt- und Verbraucherschutzexperten groß, da das Abkommen bisherige Standards vernachlässigen würde.

Keine Änderungen für Anime und Manga

Leider wurde in diesem Abkommen über Produkte wie Anime und Manga nicht gesprochen. Man kann jedoch erwarten, dass Importwaren aus Japan entsprechend günstiger werden könnten, da entsprechende Zölle wegfallen.

Insgesamt kann man dies auch als Chance betrachten, denn der erste große Schritt zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Japan und der EU ist nun offiziell getan und man darf davon ausgehen, dass noch weitere folgen werden.

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Kai Eggert
Gast
Kai Eggert

Also kann ich jetzt merchkram importieren ohne mir vom zoll auf der Nase rumtanzen zu lassen ?